Public Relations | Lena Wingen https://lenawingen.de Mit derPR, Content Marketing und Social Media zu mehr Sichtbarkeit Thu, 16 Jul 2020 12:33:49 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 https://lenawingen.de/wp-content/uploads/2019/09/cropped-lena-wingen-favicon-32x32.jpg Public Relations | Lena Wingen https://lenawingen.de 32 32 Blogs, Podcasts & Co.: Neue Medien durch Pressearbeit erreichen https://lenawingen.de/blogs-podcasts-durch-pressearbeit-erreichen/ https://lenawingen.de/blogs-podcasts-durch-pressearbeit-erreichen/#respond Thu, 23 Jul 2020 04:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=38136 Der Beitrag Blogs, Podcasts & Co.: Neue Medien durch Pressearbeit erreichen erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Wer an Pressearbeit denkt, der landet gedanklich meist bei klassischen Zeitungen und Magazinen. Natürlich spielen auch klassische Medien immer noch eine große Rolle in der Pressearbeit. Aber auch die sogenannten “Neuen Medien”, wie Blogs, Podcasts oder Vlogs können durch im Medienmix der Pressearbeit erreicht werden. Doch wie funktioniert das eigentlich?

Recherchieren

Der erste Schritt bei der Pressearbeit mit neuen Medien unterscheidet sich im Grunde kaum vom Arbeitsprozess der klassischen Medien. Denn zunächst heißt es erst einmal recherchieren. 

Du solltest dir zunächst einen groben Überblick über das Medienangebot der neuen Medien verschaffen. Blogs findest du dabei am besten über die Google-Suche, Blogverzeichnisse oder über die Suche in den sozialen Netzwerken. Podcast hingegen suchst du am besten über iTunes, da dies das größte Podcast-Verzeichnis weltweit ist. Was du hier nicht findest ist in der Regel auch nicht für deine Pressearbeit relevant. Vlogs sind klassischerweise auf YouTube beheimatet. Daher nutzt du am besten die Suche bei YouTube um Vlogs für deine Nische zu recherchieren. 

Nachdem du dir einen Überblick über das Medienangebot verschafft hast, solltest du noch ein wenig genauer hinschauen und herausfinden, welche Blogs, Podcasts oder Vlogs für dich am relevantesten sind. Hier gehe ich immer in zwei Schritten vor: Zunächst schaue ich mir das Medium genauer an. Welche Themen wurden bislang aufgegriffen? Wie wurden diese aufgearbeitet? Welchen Anspruch haben die Inhalte? Ist mein Thema wirklich relevant für den Blog? Wenn ich an dieser Stelle bereits einige Medien aussortiert habe, geht es an den zweiten Schritt: Hier schaue ich mir die Mediadaten der Medien etwas genauer an. Bei Blogs achte ich vor allem auf die (organische) Reichweite an. Bei Podcasts sind die Downloads entscheidend, bei Vlogs die Views der Videos bzw. die Anzahl der Abonnenten. 

Tipp: Sind die Mediadaten nicht angegeben, dann kannst du auch einfach freundlich (!!!) danach fragen. Manche Blog-, Podcast- oder Vlog-Betreiber haben allerdings keine Auswertungen, da sie ihr Medium nicht monetarisieren wollen oder noch nicht so weit sind, damit zu beginnen. Ein organischer Beitrag kann aber durchaus trotzdem interessant sein. In einer solchen Situation solltest du auf dein Bauchgefühl achten. 

Thema anbieten

Nachdem du durch die Recherche herausgefunden hast, welche Medien für dich interessant und relevant sind, geht es daran für jedes Medium ein geeignetes und vor allem passendes Thema zu finden. 

Natürlich ist es erlaubt, ein Thema auch mal an zwei sehr ähnliche Medien zu pitchen. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass du genügend Material hast, um auch zwei vollkommen individuelle Artikel zu verfassen. Alles andere würde als Duplicate Content gewertet und das ist nicht nur für den Publisher sehr ärgerlich, sondern ruiniert auch deine Seriosität. Im Zweifel ist es ratsam jedes Thema individuell zu gestalten. Da die meisten Medien jedoch sowieso recht individuell sind, fällt dieser Schritt in der Praxis nicht so schwer. Achte darauf, dass deine Themenauswahl zum jeweiligen Medium passt und deren Lesern einen hohen Mehrwert bietest. Auch mit den Nachrichtenfaktoren solltest du an dieser Stelle arbeiten.

Email-Pitch

Nachdem du ein interessantes Thema ausgewählt hast, geht es an den Pitch, dass Vorstellen deines Themenvorschlags. Den Pitch versende ich in der Regel per Email. Manche Blogger haben extra eine Emailadresse für Kooperationen oder Gastbeiträge. Sollte diese oder eine andere Kontaktart, wie beispielsweise Telefon, angegeben sein, halte dich an diese Vorgaben. 

Deine Email solltest du kurz und freundlich gestalten. Komm schnell auf den Punkt und erkläre kurz und präzise deinen Themenvorschlag. Dadurch muss dein Gegenüber sich nicht allzu lange mit deinem Anliegen befassen und die Chancen sind höher, dass er sich die Zeit nimmt, deine Email aufmerksam zu lesen. Ist er am Thema interessiert, können im Nachgang weitere Informationen ausgetauscht werden. In der ersten Email geht es lediglich darum dein Thema schmackhaft zu machen. Hier darfst du dich nicht in Details verlieren. 

Nicht alle Blogger, Podcaster oder Vlogger beantworten all ihre Emails. Das kann zum einen an extrem vielen Anfragen liegen oder aber auch an der Einstellung der einzelnen Personen. Daher erwarte nicht, von jedem etwas zu hören. Konzentriere dich darauf, dass du vor allem von denen etwas hören wirst, welche das Thema auch wirklich interessiert. Ein gewisser Prozentsatz deiner Pitches wird unbeantwortet bleiben. Aber das ist ganz normal. Mach dir deshalb keinen Kopf. Das sieht auch beim Profi nicht anders aus. Wenn dir die Antwortrate zu gering erscheint, dann versuche beim nächsten Mal noch individuelle Themen auszuwählen. 

Regeln für den Umgang mit neuen Medien in der Pressearbeit

Respektvoller Umgang

Auf einer Bloggermesse 2019 wurde das Thema Pressearbeit in Blogs näher erläutert. Und auch hier zeigte sich, was ich schon länger vermutete: Der Umgangston mit Bloggern, Podcastern und Vloggern ist immer wieder von fehlendem Respekt gezeichnet. Besonders bei Anfragen aus dem Bereich PR fehlt häufig der Respekt vor der Arbeit des anderen. Dort werden plumpe Anfragen gesendet oder Veröffentlichungen regelrecht erzwungen. Bitte tu das nicht! Wenn du eine Veröffentlichung erreichen möchtest, solltest du dich auch dementsprechend verhalten: Sei freundlich und biete echten Mehrwert. 

Akzeptiere ein Nein

Manchmal passt ein Thema nicht so wie du es dir vorgestellt hast, oder das Medium bietet zum Zeitpunkt deiner Anfrage keine Kooperationen an. Dann akzeptiere das. Viele meiner Kollegen würden an dieser Stelle raten, den Leuten hinterher zu telefonieren, wenn du auf deine Email noch keine Antwort bekommen hast. Das kann ich dir jedoch nicht empfehlen. Stell dir mal vor, dass würde jemand bei dir machen. Würdest du das nicht als besonders penetrant empfinden? Eben. Genauso sehe ich das auch. Und daher vertrete ich die Meinung, dass aufdringliches Hinterhertelefonieren ein Relikt der noch nicht digitalen Pressearbeit ist, was bei neuen Medien aber keinen Platz mehr hat. 

Gib dein Bestes

Gastartikel, Interviewauftritte in Podcasts oder Vlogs sollten ein Highlight sein – vor allem qualitativ. Schreibst du beispielsweise einen Blogartikel sollte dieser zu den Besten zählen, die du jemals geschrieben hast. Denn mit diesem einen Artikel schaffst du dir weitere Sichtbarkeit im Netz an einem völlig neuen Ort. Dort sollte dein Artikel auffallen und herausstechen, so dass Leser auf dich aufmerksam werden, deinen Blog besuchen oder dir auf den Social Media Kanälen folgen. Gleiches gilt für Interviews in Podcasts oder Vlogs. Bereite dich besonders penibel auf deinen Auftritt vor. 

Halte vereinbarte Zeiten und Vorgaben ein

Nach einem gelungenen Pitch, solltest du mit dem Publisher abklären, welcher Zeitraum dir für die Erstellung des Inhalts zur Verfügung steht, bzw. wann eine Aufnahme stattfinden könnte. Auch nach weiteren Vorgaben, wie Textlänge oder Besonderheiten solltest du fragen. 

Hinweis: Bezahlte Beiträge

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ist der Umgang mit bezahlten Beiträgen. Viele Blogs, Podcasts oder auch Vlogs monetarisieren ihre Kanäle, indem sie Anzeigen schalten und Kooperationen anbieten. Besonders Blogs und Magazine setzen dabei auch bezahlte Texte. Du kannst entsprechend deinen Platz im Medium erkaufen. Gegen Bezahlung wird dein Text hier veröffentlicht. 

Ich sehe solche Angebote äußerst kritisch. Nicht weil ich etwas gegen Monetarisierung von Medien einzuwenden habe. Natürlich müssen Blogger, Podcaster oder Vlogger auch ab einem bestimmten Punkt von ihrer Arbeit profitieren dürfen. Jedoch finde ich, dass man hier eine klassische Anzeige von einem qualitativem Beitrag unterscheiden muss. Eine Anzeige oder Produktplatzierung ist ohne Frage etwas, was bezahlt werden sollte. Bei einem hochwertigen Beitrag, welcher mehrwert für die Zielgruppe des Mediums bietet, sehe ich dies jedoch ein wenig anders. Hier hast du bereits die Arbeit geleistet. Du hast dir das Thema ausgedacht, recherchiert und investierst Zeit in die Contenterstellung. Das Medium profitiert durch deinen Mehrwert. Und dafür sollst du auch noch etwas zahlen? Wirklich seriöse Medien gehen nicht so vor. Einer überschaubaren Aufwandsentschädigung für Bearbeitung deines Inhalts, in Form von Einpflegen in den Blog oder Zeitaufwand für ein Interview, Erstellung von Social Media Beiträgen, etc. bin ich aufgeschlossen. Aber grundsätzlich für eine Veröffentlichung zahlen? Das hat nichts mit Pressearbeit zu tun und ich kann dir nur davon abraten. 

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Pressemitteilung – veraltet oder immer noch aktuell? https://lenawingen.de/pressemitteilung-veraltet-oder-immer-noch-aktuell/ https://lenawingen.de/pressemitteilung-veraltet-oder-immer-noch-aktuell/#comments Fri, 15 May 2020 04:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=38030 Der Beitrag Pressemitteilung – veraltet oder immer noch aktuell? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Pressemitteilungen sind DAS klassische Mittel der Pressearbeit. Doch die gesamte PR und damit auch die Pressearbeit hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Beinahe täglich gibt es neue Entwicklungen und die Branche verändert sich stetig und dynamisch. Daher die Frage – sind Pressemitteilungen eigentlich noch aktuell oder schon ein alter Hut? 

Was ist denn eigentlich eine Pressemitteilung? 

Bevor wir entscheiden können, ob Pressemitteilungen heute noch zu einer modernen Pressemitteilung, kommen wir erstmal kurz zur Frage: Was ist eine Pressemitteilung denn überhaupt? Wenn du hier schon fit bist, springe einfach zum nächsten Abschnitt. 

Eine Pressemitteilung ist ein standardisierter Text, der Journalisten über ein Thema informiert. Das kann beispielsweise bei einer Produkteinführung, einer Personaländerung, bei Veranstaltungen oder anderen unternehmensrelevanten Mitteilungen der Fall sein. Kurzum in einer Pressemitteilung teilst du den Medien etwas mit. 

Pressemitteilung sind nach einem klaren Schema gegliedert. Dadurch sind sie standardisiert und für Medienvertreter schnell konsumierbar. Wie man eine Pressemitteilung aufbaut, verrate ich dir im Artikel “5 Grundlagen, um eine gute Pressemitteilung zu schreiben”.  

Sind Pressemitteilungen noch modern?

Pressemitteilungen sind Klassiker. Aber wirklich modern sind sie nicht mehr. Redaktionen arbeiten heute anders als bei der Erfindung der Pressemitteilung. Alles ist schneller, digitaler, direkter und individualisierter. Das feste Korsett der Pressemitteilung passt da einfach nicht mehr rein. Dafür gibt es mehrere Gründe: 

Pressemitteilungen sind nicht individuell genug

Heutzutage sind Medien diverser denn je. Jedes Medium hat eigene Formate und Eigenschaften, die das Medium ausmachen. Eine Pressemitteilung kann diese Individualität nicht abbilden. Jeder Journalist erhält den gleichen Text. Pressemitteilungen können daher nicht auf einzelne Formate eingehen oder ein Thema für ein Medium in irgendeiner Weise besonders hervorheben. 

Deshalb kommt man heute mit einer Pressemitteilung auch nicht sonderlich weit. Stell dir einfach mal vor, du schickst an 20 Magazine den gleichen Text. Der Text muss so sachlich und inhaltlich gebügelt sein, dass er für alle passen könnte. Einzelne Nachrichtenfaktoren kannst du nicht berücksichtigen. Dadurch wird der Text so unspezifisch, dass er für jedes Magazin im einzelnen jedoch nicht mehr interessant ist. Mit glück passt das Thema dann aber doch irgendwie so, dass es von einem Magazin aufgenommen wird. Effizienz sieht anders aus. 

Pressemitteilungen sind zu langatmig

Pressemitteilungen bestehen aus einer Überschrift, einem Header, einem Mittelteil und einem Ausstieg. Eine Pressemitteilung beinhaltet möglichst alle wesentlichen Informationen zu deinem primären Thema. Dadurch wird der Text meist relativ lang. Eine bis anderthalb Seiten sind die Standardlänge. Für vielbeschäftigte Journalisten, die täglich hunderte Pressemitteilungen bekommen, viel zu viel Text.

Pressemitteilungen sind nicht kommunikativ

Obwohl Pressemitteilungen ein bewährtes Kommunikationsmittel sind, sind sie eigentlich nicht sonderlich hilfreich für den Kontaktaufbau zu Journalisten. Denn eine gute Pressemitteilung beinhaltet alle wichtigen Informationen. Rückfragen oder der Austausch mit dir steht im Hintergrund und sollten bei einer guten Pressemitteilung auch gar nicht nötig sein. Aber Kontakt zu Journalisten bekommst du so nicht. 

Pressemitteilungen sind zu aufwendig und ineffizient

Wer schon einmal eine Pressemitteilung geschrieben hat, der weiß, dass das keine Sache von wenigen Minuten ist, sondern gut und gerne mal ein paar Stunden in Anspruch nehmen kann. Auch ich, als Profi, schreibe schon mal länger an der ein oder anderen Pressemitteilung. Natürlich muss ich nicht mehr über den Aufbau nachdenken. Aber Formulierungen und Überschriften verfeinern und auf den Punkt bringen, geht nicht im Handumdrehen. Eine richtig knackige Pressemitteilung zu schreiben ist eine Kunst, aber auch wenn man es kann, immer noch recht aufwendig. Denn du hast keine Garantie, dass sich der Aufwand lohnt. Ob eine Pressemitteilung Eingang in die Medien findet oder nicht, kannst du letztendlich nicht beeinflussen. Statistisch gesehen, ist es sogar sehr unwahrscheinlich, dass du es mit deiner Pressemitteilung in die Medien schaffst. Daher ist die Arbeit mit Pressemitteilungen sowohl für Journalisten als auch für dich ineffizient. 

Moderne Pressearbeit ist dynamisch, individuell und effizient. Pressemitteilungen sind für deine reguläre Pressearbeit schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.

Ist die Pressemitteilung tot?

Eine Pressemitteilung passt nicht mehr in moderne Pressearbeit. Aber ist sie deshalb komplett tot? Nein. Pressemitteilungen sind immer noch ein gutes Mittel um spezielle Informationen an die Medien zu übermitteln. Allerdings sind die Situationen, in denen eine Pressemitteilung sinnvoll ist, sind weitaus kleiner als noch vor ein paar Jahren. Heute tendiere ich in der regulären Pressearbeit eher zu konkreten, individualisierten Themenvorschlägen. Aber es gibt Ausnahmen. Denn nicht immer müssen Mitteilungen individualisiert werden. Beispielsweise bei Veranstaltungshinweisen. Hier geht es rein um Informationen und diese bleiben in der Regel gleich. An dieser Stelle ist eine Pressemitteilung, auch heute noch, äußerst sinnvoll. Statt immer wieder alle Informationen einzeln aufzuführen, hältst du alles einmal in Form einer Pressemitteilung fest. Neben Veranstaltungsinformationen nutze ich Pressemitteilungen auch bei Produkteinführungen oder bei Personalien. 

Entscheidend für die Nutzung einer Pressemitteilung ist, ob der Inhalt, den du kommunizieren möchtest, für die Medien individuell aufgearbeitet werden muss um interessant zu sein, oder ob du bei jedem Medium einen feststehenden Inhalt zur Verfügung stellen kannst. 

Pressemitteilungen sind heute nicht mehr das Non-Plus-Ultra. In Spezialfällen sind sie aber immer noch ein gutes Mittel um Informationen gebündelt an die Medien zu kommunizieren. 

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Pressearbeit als Selbstständige? https://lenawingen.de/pressearbeit-als-selbststaendige/ https://lenawingen.de/pressearbeit-als-selbststaendige/#respond Thu, 07 May 2020 04:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=38000 Der Beitrag Pressearbeit als Selbstständige? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Lohnt sich Pressearbeit als selbstständiger Unternehmer? Du möchtest mehr Sichtbarkeit und dich als Experte positionieren. Du weißt um die Power der Pressearbeit, aber du fragst dich, ob sich Pressearbeit für dich als Solounternehmer überhaupt lohnt? Dann ist dieser Artikel für dich. Denn es gibt 5 gute Gründe, warum Pressearbeit genau das richtige für dich ist. 

1. Pressearbeit ist zeitschonend

Solounternehmer arbeiten immer im Spannungsfeld zwischen zu wenig Budget und zu wenig Zeit. Bei beidem kann die Pressearbeit punkten. Denn Pressearbeit ist zeitschonend. Natürlich ist das ein relativer Faktor. Die einen empfinden ein paar Stunden pro Monat als großen Aufwand, andere wiederum sehen es als geringen Zeitaufwand an. Daher kann ich Pressearbeit an dieser Stelle nur in Relation setzen. Woche für Woche erstelle ich Content für meine Social Media Kanäle. Hinzu kommt noch der Zeitaufwand für die eigentliche Arbeit, das Aktivsein auf den Plattformen. Dabei kommen mehrere Wochen pro Woche zusammen. Meine Reichweite ist dabei relativ gering. Anders sieht es da bei der Pressearbeit aus. Mit wenigen Stunden pro Monat bekomme ich bei einer Veröffentlichung eine relativ große Reichweite. 

 

Arbeitsaufwand pro Monat in Stunden  Reichweite
Instagram  12 Stunden  > 5.000
Pressearbeit  5-8 Stunden  < 10.000*

*die Reichweite ist variabel und stark vom jeweiligen Medium abhängig. 

Für mich als Einzelunternehmerin lohnt sich Pressearbeit daher auf jeden Fall. Mit wenig Aufwand verschaffe ich mir die Chance auf eine hohe Reichweite. Social Media sehe ich auch weniger als Möglichkeit für mehr Sichtbarkeit, sondern vor allem als aktiven Kommunikationskanal. 

2. Pressearbeit ist kostengünstig

Wie bereits unter Punkt 1 erwähnt, ist Pressearbeit kostengünstig. Einer der wohl wichtigsten Faktoren für viele Selbstständige. Ganz gleich ob du deine Pressearbeit selber machst oder du sie an einen externen Berater auslagerst, Pressearbeit kannst du mit keinem bis wenig Budget umsetzen. Anders als es zum Beispiel im Marketing der Fall ist. Hier brauchst du gleich doppeltes Budget – für den Berater oder Dienstleister und für die eigentliche Umsetzung der Marketingmaßnahme. Anders sieht es in der Pressearbeit aus. Denn auf die eigentliche Umsetzung entfällt kein Budget. 

Pressearbeit kannst du sogar ganz ohne Budget machen, indem du es einfach selber machst. Das ist letztendlich kein Hexenwerk, aber du solltest wissen, wo der Hase langläuft. Lernen kannst du das zum Beispiel bei mir im Pressearbeit Mentoring. Einmal das Handwerk der Pressearbeit gelernt bist du fit, die Medien zu erobern.

3. Pressearbeit kann viel bewirken

Eine gut platzierte Erwähnung ist Gold wert und kann viel bewegen. Dadurch, dass du bei der Pressearbeit nicht selber über dich informierst, sondern dies ein unabhängiger Dritter für dich macht, hat das Ganze eine ganz andere Qualität als wenn du selber Content erstellst. Denk nur daran, wie blöd es rüberkommt, wenn du dich selbst als Experte betitelst. Tut dies jedoch eine externe Person, ist es gar nicht mehr so blöd. 

Daraus ergibt sich eine vollkommen andere Qualität der Pressearbeit gegenüber dem Content Marketing die eigenen Glaubwürdigkeit betreffend. Pressearbeit kann viel bewirken. Und arbeitet für mich. Auch das sehe ich als selbstständige Unternehmerin als einen der wichtigsten Faktoren für die Nutzung von aktiver Pressearbeit.

4. Pressearbeit ist nachhaltig und langfristig

Marketing bewirbt punktuell. Das kannst du dir ganz einfach vorstellen. Eine Werbeanzeige läuft so lange gut, wie dafür Geld ausgegeben wird. Stoppst du die Kampagne, ist der Kanal tot. Anders ist es bei der Pressearbeit. Ein redaktionell erstellter Artikel ist langlebig und kann dir noch jahrelang Sichtbarkeit bringen. 

Alles was du für deine Pressearbeit tust, ist nachhaltig. Jede Erwähnung, jedes Interview und Gastartikel zahlt auf deine Sichtbarkeit, deine Expertise ein. 

5.Pressearbeit ist effizient

Wie groß sind deine Streuverluste bei Online-Marketing und Social Media Marketing? Streuverluste entstehen, wenn dein Content Menschen erreicht, die überhaupt nicht zu deiner Zielgruppe zählen und die auch niemals zu deinen Kunden werden. Streuverluste kommen durch unzureichendes Targeting zustande. Es gibt viele Marketingmaßnahmen die sich hinsichtlich der Streuverluste optimieren lassen. Aber auch einige, die einfach mit hohen Streuverlusten daherkommen.

Wirklich gute Pressearbeit hat geringe Streuverluste. Du erreichst deine Zielgruppe. Und auch das ist ein wichtiger Faktor für mich als Unternehmerin. Ich möchte mit geringem Zeit- und Budgetaufwand MEINE Zielgruppe erreichen. Daher ist es essentiell den richtigen Medienmix und die für einen relevanten Medien zu finden. 

Pressearbeit ist ein super powervolles Tool um sichtbar zu werden und sich als Experte einen Namen zu machen. Für Solounternehmer hat Pressearbeit wertvolle Vorteile, die es lohnt zu nutzen. 

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Effiziente Recherche: So gehst bei der Pressearbeit vor https://lenawingen.de/effiziente-recherche-so-gehst-bei-der-pressearbeit-vor/ https://lenawingen.de/effiziente-recherche-so-gehst-bei-der-pressearbeit-vor/#respond Thu, 19 Mar 2020 15:11:08 +0000 https://lenawingen.de/?p=37269 Der Beitrag Effiziente Recherche: So gehst bei der Pressearbeit vor erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Recherche ist nicht nur für den Journalismus eine nicht wegzudenkende Grundlage. Auch in der Pressearbeit geht das Suchen und Sammeln von Informationen zu den Basics. Erst durch eine gelungene Medienrecherche kann Pressearbeit gelingen. Daher hat die Recherche einen hohen Stellenwert in der Medienarbeit. Nicht selten entscheidet sich bereits während der Recherchearbeit, wie erfolgreich deine Pressearbeit sein wird.

Was ist die Medienrecherche?

Ziel der Medienrecherche ist das Finden und Sammeln von Informationen, die man für die Pressearbeit benötigt.

Wenn du zielgerichtete Pressearbeit machen möchtest, die funktioniert, dann ist die Medienrecherche essentiell. Ohne Informationen welche Medien für dich relevant sind, welche Themen diese Medien behandeln, wer für deinen Themenbereich zuständig ist und weitere Informationen, die wichtig für das Platzieren von Themen in den Medien wichtig, geht deine Pressearbeit ins Blaue – und führt in den wenigsten Fällen zu Veröffentlichungen.

In der Medienrecherche wird nach bestimmten Informationen gesucht und diese gesammelt, um die Pressearbeit effizient zu gestalten

Welche Informationen werden recherchiert?

Die Medienrecherche erfolgt auf mehreren Ebenen. Zunächst wird anhand der eigenen Zielgruppe recherchiert, welche Medienarten überhaupt in Frage kommen. Demnach ergibt sich ein individueller Medienmix für jedes Unternehmen.

Von diesem Medienmix ausgehend werden einzelne Medien recherchiert. In diesem Schritt geht es darum, Informationen zu sammeln und sich ein möglichst genaues Bild des Mediums zu machen. Dabei sollten die grundlegenden Daten des Mediums erfasst werden:  

  • Name des Mediums 
  • Art des Mediums 
  • Themenschwerpunkt
  • Verbreitung
  • Reichweite
  • Zielgruppe 
  • Erscheinungsturnus

Anhand dieser Informationen und der Zielgruppe kannst du entscheiden, welche Medien für dich relevant sind. 

Nachdem du diese Entscheidung getroffen und die ideale Medienauswahl für dich getroffen hast, geht es daran sich die Medien eingehender anzuschauen. Am besten du blätterst, hörst oder schaust die letzten Ausgaben durch. Schau dir an, wie die Redaktion Themen aufbereitet. Besonderheiten, wie zum Beispiel die ausschließliche Verwendung des Femininums solltest du dir notieren. Auch besondere Rubriken, die dir interessant erscheinen, solltest du dir merken. 

Im letzten Schritt recherchierst du dann den Ansprechpartner, der für dein Thema oder eine bestimmte Rubrik zuständig ist.  

Worauf ist bei der Recherche zu achten?

Ziel der Recherche ist es Informationen zu sammeln, die dir dabei helfen deine Pressearbeit leichter zu machen. Deshalb ist die Recherche ein wichtiger Schritt bei dem man darauf achten sollte, möglichst viele und vor allem valide, also richtige Informationen zu sammeln. Außerdem solltest du auf die Aktualität der Informationen achten. 

Durch die Medienrecherche lernst du die jeweiligen Medien besser kennen. Somit kannst du deine Themenvorschläge besser auf die Medien abstimmen. Das wiederum verbessert die Effizienz deiner Pressearbeit. 

Methoden der Recherche

Die Recherche in der Pressearbeit ist ein systematischer Prozess. Die häufigste Methode um die wichtigsten Informationen für die eigene Medienarbeit zu finden, ist die Recherche im Internet. Hier lassen sich so gut wie alle Informationen aufspüren. 

Da Medien jeder Art der Impressumspflicht unterliegen, kannst du über dieses immer Kontaktdaten herausfinden. Schöner und wesentlich hilfreicher ist es jedoch den für dich zuständigen Ansprechpartner zu recherchieren. Das ist jedoch nicht immer möglich. Und auch nicht immer nötig. Denn je nachdem wie die Redaktion arbeitet, ist es durchaus gewollt, dass alle Mitteilungen von außen über einen Postausgang kommen und von dort an den zuständigen Mitarbeiter geliefert werden. In der Regel ist es jedoch einen direkten Ansprechpartner zu haben. 

Hier kannst du auf der Website der jeweiligen Medien schauen. Einige Medien (oft Regionalzeitungen) veröffentlichn die Kontaktdaten inklusive der Zuständigkeiten auf der Website. Hier erhältst du meist sowohl Telefonnummer als auch Emailadresse. 

Neben der Internetrecherche besteht auch die Möglichkeit analog zu recherchieren: in dem jeweiligen Medium selber oder in Verzeichnissen. Jedoch sind diese meist schon veraltet, da sich die Medienbranche extrem schnell verändert. 

Eine weitere Möglichkeit ist auch die Recherche auf Nachfrage. Wenn du bestimmte Informationen eines Mediums nicht selber findest, kannst du natürlich auch bei dem Medium deiner Wahl danach fragen. So ist es nicht verboten nach den Mediadaten oder dem richtigen Ansprechpartner zu fragen. Diesen Schritt solltest du jedoch nur gehen, wenn du dir vollkommen sicher bist, dass diese Information im Netz nicht zu finden ist.

Nach der Recherche ist vor der Recherche

Mit der Medienrecherche machst du den ersten Schritt in der Pressearbeit. Du legst die Grundlage für einen stimmigen und funktionierenden Themenplan und viele darauf folgende Erwähnungen in den Medien. 

Doch die Recherche ist niemals vollständig oder fertig. Immer wieder gibt es Veränderungen in der Medienbranche, die auch deine Recherche beeinflussen: Manche Medien werden eingestellt, an anderer Stelle gibt es dafür neue Formate. 

Daher solltest du auch nach deiner ersten Recherche immer wieder deine Daten und Informationen aktualisieren. Das kannst du nur, indem du immer wieder recherchierst. Natürlich musst du nicht jedesmal von neuem eine komplette Medienrecherche machen. Ab und an macht es aber durchaus Sinn zu überprüfen, inwieweit der eigene Medienmix noch bestand hat oder überarbeitet werden muss, welche Medien noch am Markt sind oder welche neue hinzugekommen sind und ob sich an der Zuständigkeit deiner Kontakte etwas verändert hat. 

Medienrecherche ist die Grundlage für eine effektive und funktionierende Pressearbeit. Daher macht es Sinn Zeit für die Recherche aufzuwenden und dadurch die für einen relevanten Medien kennenzulernen.

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Wie sieht ein guter Medienmix aus? https://lenawingen.de/wie-sieht-ein-guter-medienmix-aus/ https://lenawingen.de/wie-sieht-ein-guter-medienmix-aus/#respond Thu, 12 Mar 2020 05:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=37257 Der Beitrag Wie sieht ein guter Medienmix aus? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Wenn du an Pressearbeit denkst, dann denkst du an gedruckte Tageszeitungen und ein bisschen Staub? Pressearbeit richtet sich aber an mehr als nur an die klassische Zeitung. Auch neue Medien, wie Blogs, Vlogs oder Podcasts können durch Pressearbeit erreicht werden. Welche Medien du für deine Pressearbeit nutzt, entscheidest du anhand deines optimalen Medienmix. 

Was ist ein Medienmix?

Medienmix – was ist das eigentlich? Als Medienmix bezeichnet man das optimale Zusammenspiel verschiedener Medien. 

Die deutschsprachige Medienlandschaft ist vielfältig. Neben klassischen Medien sind auch neue Medien, wie Blogs, Vlogs und Podcasts etabliert und sollten damit auch Einzug in deine Pressearbeit finden.

Übersicht der Medienarten:

  • Print-Zeitungen (Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitungen) 
  • Printmagazine / Zeitschriften
  • Anzeigenblätter
  • Radio
  • TV
  • Online-Zeitungen
  • Online-Magazine
  • Blogs
  • Podcasts
  • Vlogs

In deinem persönlichen Medienmix legst du fest, welche Medienarten für die Pressearbeit für dein Unternehmen in Frage kommen. Dadurch bestimmt sich letztendlich die Auswahl der Medien, die du für deine Pressearbeit nutzt und in deinen Presseverteiler aufnimmst.

Wieso sollte man verschiedene Medienarten nutzen?

Vielleicht fragst du dich, warum du nicht einfach eine Medienart auswählen oder einfach alle nutzen kannst? Warum braucht man also einen Medienmix? 

Die Antwort auf diese Frage ist simpel. Denk einfach mal darüber nach, welche Medien du selbst konsumierst. Du wirst merken, dass du dich nicht nur auf ein Medium beschränkst, sondern einen Mix aus verschiedenen Medien nutzt. Dabei wirst du zudem eine Gewichtung feststellen. Das bedeutet, dass du manche Medien mehr als andere konsumierst und andersrum. 

Genauso sieht es auch bei deinem Wunschkunden aus. Es gibt Medienarten, die dieser konsumiert und andere, die er nicht nutzt. 

Um bei deiner Pressearbeit effizient vorzugehen, musst du wissen, welche Medienarten für deine Zielgruppe relevant sind und bei welchen deine Arbeit vergebene Mühe wäre, da deine Kunden diese gar nicht lesen, hören oder sehen. 

Ein optimaler Medienmix bedeutet sinnvoll mit deinen Ressourcen zu arbeiten und die Effizienz deiner Pressearbeit zu steigern. 

Welcher Medienmix ist optimal?

Aber wie sieht ein guter Medienmix überhaupt aus? Ein guter Mix ist auf deine Zielgruppe abgestimmt. Umso besser du deinen Wunschkunden kennst, umso besser kannst du deinen Medienmix zusammenstellen. 

Jedes Unternehmen hat seine ganz spezielle Zielgruppe und ebenso einzigartig ist auch der jeweilige Medienmix. Einen generell guten Medienmix gibt es nicht. 

Wie entscheidest du, welche Medien für dich relevant sind?

Deinen Medienmix musst du also ganz individuell zusammenstellen. Dabei entscheidend ist der Medienkonsum deiner Zielgruppe. Anhand dessen kannst du herausfinden, welche Medienarten für dich relevant sind. 

Bei der Auswahl der Medienarten kannst du zunächst einmal unterscheiden, ob deine Zielgruppe vorrangig Online-Medien oder klassische Medien konsumiert. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich. Bei den meisten Zielgruppen ist es eine Kombination aus online und analogen Medien, die nicht zu unterschätzen ist. 

Häufig werden vermehrt Online-Medien genutzt. Die Aufmerksamkeitsspanne beim Konsum von analogen Medien ist dagegen jedoch meist höher als bei Online-Medien. Daher sollte man die Relevanz von klassischen Medien (auch für Online-Unternehmen) nicht unterschätzen. 

Nachdem du entschieden hast, ob dein Wunschkunde mehr Online-Medien, klassische Medien oder eine Kombination geht es darum herauszufinden, welche Art des Mediums deine Zielgruppe bevorzugt: Lesen, Hören oder Sehen. Lässt sich hier keine Art ausschließen, ist es sinnvoll die Medienarten zu priorisieren.

Diese Priorisierung sollte sich letztendlich in deinem Medienmix wiederspiegeln, bevor du an die Medienrecherche inklusive der Erstellung eines passenden Verteilers gehen kannst.

Hast du Fragen zum Medienmix, Anregungen oder Wünsche? Dann kommentiere einfach unterhalb dieses Artikels. 

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Nachrichtenfaktoren: Das macht deine Story berichtenswert https://lenawingen.de/nachrichtenfaktoren-das-macht-deine-story-berichtenswert/ https://lenawingen.de/nachrichtenfaktoren-das-macht-deine-story-berichtenswert/#respond Thu, 05 Mar 2020 11:42:18 +0000 https://lenawingen.de/?p=37072 Der Beitrag Nachrichtenfaktoren: Das macht deine Story berichtenswert erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Wäre es nicht wunderbar wenn du, bevor du einen Journalisten kontaktierst, wüsstest, dass das Thema das du ihm vorschlagen möchtest, ihn auch interessiert? Wäre es nicht hilfreich, wenn du wissen würdest, was eine Story für die Medien berichtenswert macht? Mittels Nachrichtenfaktoren ist dies mit Leichtigkeit und ein wenig Übung möglich. 

Was sind die Nachrichtenfaktoren?

Die Nachrichtenfaktoren oder auch Nachrichtenwerte zeigen an, ob und in welchem Umfang eine Meldung berichtenswert ist. Sie spiegeln die journalistische Auswahl wieder, anhand derer ein Redakteur entscheidet, ob er eine Nachricht als relevant einstuft oder nicht. 

Die Theorie der Nachrichtenwerte gibt es bereits seit 1922. Immer wieder wurden die Nachrichtenwerte verändert und angepasst. Eins blieb jedoch bestehen: ein klar erkennbares Muster, nachdem darüber entschieden wird, was eine gute Story ausmacht. Demnach sollte mindestens ein Nachrichtenfaktor in einer Meldung enthalten sein. Aber auch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist möglich. 

Welche Nachrichtenfaktoren gibt es?

Je nachdem welche Theorie man aufgreift, gibt es zwischen sechs und zehn Faktoren (zum Teil mit weiterer Kategorisierung), die darüber entscheiden, ob eine Nachricht in die Medien aufgenommen wird oder nicht. 

Der neuesten theorethischen Entwicklung geht man von sechs Nachrichtenwerten aus, die jeweils in weitere Unterkategorien aufgespalten werden: 

  1. Zeit (Dauer / Thematisierung)
  2. Nähe (räumlich, politisch, kulturell, Relevanz)
  3. Status (Regionale oder nationale Zentralität, persönlicher Einfluss, Prominenz)
  4. Dynamik (Überraschung, Komplexität) 
  5. Valenz (Konflikt, Kriminalität, Schaden, Erfolg)
  6. Identifikation (Personalisierung, Ethnozentrismus)

Nachrichtenfaktor Zeit

Einer der wichtigsten und prominentesten Faktoren, ist der Nachrichtenwert Zeit. Dieser spielt in fast jeder Meldung, ganz gleich in welchem Medien dies erscheint, eine Rolle. Der Wert kann in zwei Formen vorkommen: Dauer oder Thematisierung. 

Mit Dauer ist gemeint, dass die Meldung zu einem bestimmten Termin oder innerhalb einer gewissen Zeitspanne stattfindet. Das ist wichtig, denn alle Medien möchten aktuelle Themen aufgreifen. 

Thematisierung hingegen zeigt kein bestimmtes Datum oder einen Termin an, sondern dreht sich darum, dass das Thema momentan äußerst populär ist. Es kann sich um Themen handeln die für eine kurze Zeitspanne interessant sind, aber auch um Dauerbrenner, die ganze Monate oder sogar Jahre die Aufmerksamkeit der Medien haben.

Beispiele hierfür wären Nachhaltigkeit oder Klimaerwärmung. 

Nachrichtenfaktor Nähe

Auch der Nachrichtenwert Nähe ist äußerst häufig vertreten. Hier spielt jedoch die Art des Mediums, in dem eine Meldung erscheinen soll, eine Rolle. 

Nähe wird in vier weitere Kategorien unterteilt: räumliche, politische, kulturelle Nähe und Relevanz. 

Besonders die räumliche Nähe ist im Zusammenspiel mit dem jeweiligen Medium interessant. So ist dieser Wert für regionale oder lokale Medien interessant. Für überregionale, nationale oder gar internationale Medien spielt er kaum eine Rolle. 

Hier werden die anderen drei Faktoren interessant. Politische und kulturelle Nähe sind nicht geografisch gebunden, sondern finden einen gemeinsamen Nenner, der durchaus weitreichender ist. 

Und auch der vierte Faktor Relevanz hat seine Besonderheit. Dieser steht nämlich in Abhängigkeit zum Konsument der Medien. Ob eine Meldung für einen Leser, Hörer oder Zuschauer relevant ist, entscheidet sich daran, ob dieser Betroffen ist oder nicht. 

Als Beispiel für die räumliche Nähe sind sämtliche Meldung über lokale oder regionale Aktivitäten, wie z.B. eine Veranstaltung eines ortsansässigen Vereins zu betrachten. Politische und kulturelle Nähe lässt sich in jeder Meldung über Politik oder im Feuilleton einer jeden Zeitung finden. Ein Beispiel für Relevanz wäre eine Meldung über Medikamentenengpässe in ganz Deutschland. Hier ist jeder Bürger betroffen, der auf Medikamente angewiesen ist. Die hohe Betroffenheit macht die Meldung relevant. 

Nachrichtenfaktor Status

Der dritte Nachrichtenwert ist der Status. Auch dieser wird in vier weitere Werte aufgegliedert: regionale oder nationale Zentralität, persönlicher Einfluss und Prominenz. 

Die regionale oder nationale Zentralität unterscheidet sich nur in ihrem Geltungsbereich. Sonst ähneln sie sich jedoch sehr. Gemeint ist der politische oder wirtschaftliche Einfluss und dessen Bedeutung und Auswirkungen auf eine Region oder ein Land. 

Mit persönlichem Einfluss ist die politische Macht einer Person gemeint. Diese kann eine Meldung erst interessant machen. 

Gleiches gilt für den Faktor Prominenz. Nicht zuletzt all die Klatsch- und Tratsch-Blättchen beweisen, dass Prominenz ein wesentlicher Nachrichtenfaktor ist. Auch die vielen Zitate und die Nennung von prominenten Persönlichkeiten in Artikeln, spricht dafür. 

Klassische Beispiele für den Nachrichtenwert Status sind Meldungen über Gesetzesänderungen (regionale oder nationale Zentralität), der Besuch eines Ministers an einem bestimmten Ort oder auch eine Meldung über die Sichtung eines Prominenten bei einer bestimmten Tätigkeit oder an einem bestimmten Ort. 

Nachrichtenfaktor Dynamik

Einer der Faktoren, die darüber entscheiden, ob eine Meldung nicht nur relevant und berichtenswert, sondern auch wirklich interessant und spannend ist, ist der Faktor Dynamik. Dieser wird in zwei Bereiche unterteilt: Überraschung und Struktur. 

Der Faktor Dynamik ist häufig dafür verantwortlich, dass wir eine Geschichte interessant finden. Häufig führt Dynamik dazu, dass eine Information unterhaltsam wird. Die bisher genannten Faktoren dienen eher der reinen Information. 

Dies kann man auch in der Literatur beobachten. Besonders in Romanen wird der Faktor Dynamik genutzt, um eine (fiktive) Geschichte zu gestalten. Hier werden die Werte Überraschung und Struktur häufig miteinander kombiniert. 

Der Wert Überraschung meint den Verlauf von einer Geschichte mit unvorhersehbaren Wendungen. Struktur hingegen bezeichnet die Komplexität einer Geschichte. 

In klassischen Printmedien, wie der Tageszeitung findet man den Faktor Dynamik nicht so häufig. Im Fernsehen wird er dafür sehr oft verwendet. 

Nachrichtenfaktor Valenz

Ein weiterer Klassiker der Nachrichtenwerte ist die Valenz. Diese unterscheidet sich in vier Bereiche: Konflikt, Kriminalität, Schaden und Erfolg

Dieser Faktor wird häufig verwendet um persönliche Erfahrungen zu erzählen, seien es Best Practice Beispiele, Erfolgsgeschichten, Leidensgeschichten oder gar polizeiliche Berichte. In all diesen Formen ist Valenz der Faktor, der die Geschichte erst erzählenswert macht. 

Nachrichtenfaktor Identifikation

Der letzte der sechs Nachrichtenfaktoren ist die Identifikation. Diese wird in die Bereiche Personalisierung und Ethnozentrismus untergliedert. 

Der Bereich Personalisierung spiegelt die Meinung und Erfahrung des verfassers wieder. Das klassische Beispiel hierfür sind Kolumnen, in denen der Autor seine Gedanken mit dem leser teilt. 

Ethnozentrismus bezieht sich auf die Betroffenheit der Bevölkerung eines Landes, in dem das jeweilige Medium entscheidet. Ethnozentrismus und Relevanz ähneln sich, sind aber daran zu unterscheiden, dass sie der Ethnozentrismus ausschließlich auf die Bevölkerung eines Landes bezieht und damit räumlich gebunden ist.

Relevanz kann jedoch auch thematisch gebunden sein. So kann zum Beispiel auch die Ausübung eines Hobbies dazu führen, ob man eine Meldung als relevant ansieht oder nicht.

Wie nutzt man die Nachrichtenfaktoren?

Nachdem du die Nachrichtenfaktoren nun eingehend kennengelernt hast, fragst du dich vielleicht, wie diese dir dabei helfen können, deine Pressearbeit effizient zu gestalten.

Zunächst einmal kannst du anhand der Nachrichtenfaktoren prüfen, ob du überhaupt eine berichtenswerte Story hast. Denn auch wenn es vielleicht logisch klingt, ist die Fremd- und Eigenwahrnehmung an dieser Stelle häufig eine andere. Dein Themenvorschlag sollte mindestens einen Faktor aufweisen, der stark vertreten ist. 

Aber die Nachrichtenwerte kannst du auch noch gewinnbringender nutzen: Wenn du diese gezielt einsetzt, kannst du deine Themenvorschläge entsprechend der Relevanz der Nachrichtenwerte für das jeweilige Medium anpassen. 

Das bedeutet, dass du darauf achten musst, was für die Zeitung, den Radiosender, den Podcast oder auch das Online-Magazin wichtig ist. Du optimierst deine Geschichte also bevor du diese an die Medien pitchst. Eine Story für die regionalen Medien darf und sollte die räumliche Nähe in den Vordergrund stellen. Für überregionale Medien spielt dieser Faktor keine Rolle und darf entsprechend im Hintergrund bleiben. So kannst du aus einer Geschichte viele Variante kreieren, die darauf abgestimmt sind, was diese für das jeweilige Medium berichtenswert macht. 

Hast du Frage, Anregungen oder Wünsche? Dann lass gerne einen Kommentar unterhalb des Artikels da. 

Der Beitrag Nachrichtenfaktoren: Das macht deine Story berichtenswert erschien zuerst auf Lena Wingen.

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Was ist Pressearbeit? https://lenawingen.de/was-ist-pressearbeit/ https://lenawingen.de/was-ist-pressearbeit/#respond Tue, 03 Mar 2020 05:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=37052 Der Beitrag Was ist Pressearbeit? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Was ist eigentlich Pressearbeit? Das ist doch PR, oder? Und was sind die Aufgaben der Pressearbeit überhaupt? Falls du dich schon immer gefragt hast, was sich hinter Pressearbeit (alternativ auch: Medienarbeit oder Öffentlichkeitsarbeit) versteckt, ist dieser Artikel für dich.

Nach dem Durchlesen des Artikels wirst du auf jeder Party glänzen können, wenn mal wieder die Themen ausgehen und du bis ins Detail erklären kannst, was PR und Medienarbeit ist, und warum Marketing nichts damit zu tun hat. 

Was ist Pressearbeit?

Pressearbeit ist ein Teilbereich der Public Relations (kurz: PR). Diese gliedert sich in drei Bereiche: Pressearbeit, Online-PR und Live-PR. 

Pressearbeit ist also nicht gleichbedeutend mit PR, sondern nur eine einzelne Disziplin. Ähnlich wie beim Siebenkampf Hochsprung nur eine von sieben Disziplinen ist, die man absolvieren musst ist Pressearbeit nur eine aus drei Bereichen der PR. 

Medienarbeit beschäftigt sich, wie das Wort schon erkennen lässt, mit den Medien. Da wir heutzutage eine Vielzahl an Medien haben, die die klassische Presse bei weitem übersteigt, aber dennoch zum Aufgabengebiet der Pressearbeit zählen, wird diese auch häufig Medienarbeit genannt. Auch Öffentlichkeitsarbeit wird oft als Synonym verwendet. 

Ziel der Medienarbeit ist es Sichtbarkeit bei der Zielgruppe und Glaubwürdigkeit aufzubauen. Durch Pressearbeit lässt sich ein Expertenstatus aufbauen und ein Image kreieren. 

Wie funktioniert Pressearbeit? 

Pressearbeit arbeitet mit den Medien. Informationen aus dem Unternehmen werden in den Medien “platziert”. Dabei geht es aber nicht um platte Werbung (ganz im Gegenteil, denn PR ist nie werblich!), sondern darum einen Mehrwert zu erstellen, der für den Leser, Hörer oder Zuschauer des Mediums interessant oder unterhaltsam ist. 

Medienarbeit ist eine Win-Win-Situation. Redaktionen freuen sich über hochwertige Inhalte, die ihrer Zielgruppe einen Mehrwert liefern. Für Unternehmer ist Pressearbeit aus verschiedenen Gründen interessant:

Zum einen erreicht man durch Pressearbeit eine große Zielgruppe mit geringen Streuverlusten. Zum anderen ist Pressearbeit äußerst kostengünstig und ressourcenschonend. Der größte Vorteil liegt jedoch darin, dass Pressearbeit auf die Glaubwürdigkeit und damit auf das Vertrauen deiner potenziellen Kunden in dich einzahlt. 

Stell dir vor du fragst eine Person, die du sehr schätzt um Rat. Diese Person empfiehlt dir eine dritte Person, die dir helfen kann. Wie wahrscheinlich ist es, dass du zu dieser empfohlenen Person gehen wirst? Wie wird dein Gefühl dabei sein? Wirst du kritisch sein oder gehst du gleich mit einem guten Gefühl? 

Zumeist ist letzteres der Fall. Durch die Empfehlung steigt das Vertrauen. Das gleiche Muster nutzt auch die Medienarbeit. Ein unabhängiger Dritter, der Journalist, berichtet über dich. Die Relevanz und Glaubwürdigkeit eines Mediums, in dem du erwähnt wurdest, färbt gewissermaßen auf dich ab und bringt auch dir mehr Glaubwürdigkeit.

Medienarbeit ist wertvoll und essentiell um sich langfristig ein Image als Experte aufzubauen. Besonders für Personal Brands ist dies unerlässlich.

Was sind die Aufgaben der Medienarbeit?

Die Aufgaben der Medienarbeit sind vielschichtig, drehen sich aber immer um die Arbeit mit den Medien. Dabei deckt die Medienarbeit von der anfänglichen Recherche bis zur abschließenden Auswertung der Medienberichterstattung alle Schritte der Arbeit mit Medien ab. 

Eine der Aufgaben der Medienarbeit ist die dauerhafte Beobachtung des Medienmarktes in der jeweiligen Branche. Dabei werden sowohl Medien, als auch Themen recherchiert und Listen mit Kontakten erstellt und gepflegt. 

Auch die Themenfindung und Aufbereitung, sowie der Austausch mit Redakteuren und Medienvertretern gehört zum Aufgabenbereich der Pressearbeit. Erfolgreiche Medienarbeit findet nur statt, wenn man versteht, wie die einzelnen Medien arbeiten. Entsprechend werden Themen aufbereitet. Diese Aufgabe erfordert viel Kreativität, eine gute Schreibe und vor allem Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Interessen der Zielgruppe der jeweiligen Medien. 

Ein weit weniger kreativer, aber nicht weniger wichtiger Bereich, ist das Monitoring und die Evaluation. Ohne die Auswertung, welche Themenvorschläge wo und wie aufgegriffen wurden, lässt sich keine Aussage über die Effizienz der Pressearbeit treffen und auch keine Erfolge verbuchen. Das Controlling der Pressearbeit dient dazu, diese nach und nach zu optimieren. 

Weitere Aufgaben der Medienarbeit sind die Betreuung der Medienvertreter bei Events, die Pflege des Online-Auftritts (insbesondere des Pressebereichs),sowie organisatorische, beratende und administrative Aufgaben. 

Bedeutung von Pressearbeit für Selbstständige

Die Bedeutung der Pressearbeit wird oft unterschätzt. Dann heißt es “Erstmal muss mein Marketing stehen und dann kümmere ich mich darum”. Diese Aussage ist schwierig und führt in einen Teufelskreis. 

Medienarbeit ist, wie alles in der PR, eine Maßnahmen, die langfristig wirkt. Dementsprechend sollte man so früh wie möglich damit beginnen um “schnell” zu nachhaltigen Ergebnissen zu kommen. Marketing und Werbung hingegen sind kurz bzw. mittelfristig und wirken entsprechend nur punktuell. 

Sinnvoll ist die Planung von langfristigen zu kurzfristigen Zielen. Das sollte man auch bei der Priorisierung von Marketing und PR beachten. 

Pressearbeit ist vor allem für Selbstständige und kleinere Unternehmen äußerst wichtig. Besonders wenn du keine großen Mittel zur Verfügung hast, kannst du über Medienarbeit eine große Zielgruppe erreichen und deine Positionierung stärken. Die Bedeutung der Pressearbeit als Sprachrohr deiner Botschaft ist daher auf keinen Fall zu unterschätzen.

Medienarbeit aufbauen

Auch wenn du längst Marketing machst und nicht erst seit gestern am Markt bist, ist es sinnvoll deine Medienarbeit aktiv anzugehen und diese Schritt für Schritt aufzubauen.

Wenn du dich gerade erst selbstständig gemacht hast, umso besser, wenn du gleich damit beginnst, deine Sichtbarkeit aktiv durch Pressearbeit zu gestalten.

Vielleicht hältst du dich auch noch für zu klein, um dich an die Medien zu wenden oder hast Zweifel, ob Medienarbeit das richtige für dich ist? Dann lies meinen Artikel “Für wen und ab wann Pressearbeit sinnvoll ist?”

Wenn du mit Pressearbeit beginnen möchtest, solltest du dich zunächst fragen, ob du diese selber in die Hand nehmen oder an einen Profi outsourcen möchtest. Hier geht es um eine individuelle Entscheidung, die situationsabhängig ist. 

Hast du dich entschieden deine Pressearbeit selber zu machen, dann solltest du gleich mit der Umsetzung starten. Möchtest du deine Pressearbeit outsourcen, solltest du dir einen geeigneten PR-Profi suchen. Hierbei ist jedoch Vorsicht angebracht. PR-Berater darf sich in Deutschland jeder nennen – ganz egal, ob er in diesem Bereich gearbeitet hat oder nicht. Frag daher nach praktischer, aber auch unbedingt nach der theoretischen Erfahrung des Beraters. Hier gibt es viele Unterschiede, die je nachdem welches Businessmodell du verfolgst und welche Erfolge du erzielen möchtest, entscheidend sein können. 

Möchtest du mit mir zusammenarbeiten? Dann buch dir einfach ein kostenloses 30-minütiges Erstgespräch und wir sprechen darüber, wie ich dich bei deiner Pressearbeit unterstützen kann. 

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Die häufigsten Fehler in der Pressearbeit https://lenawingen.de/die-haeufigsten-fehler-in-der-pressearbeit/ https://lenawingen.de/die-haeufigsten-fehler-in-der-pressearbeit/#respond Thu, 27 Feb 2020 05:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=37029 Der Beitrag Die häufigsten Fehler in der Pressearbeit erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Immer wieder funktioniert Pressearbeit nicht. Und das liegt an den immer gleichen Fehlern. Selbst erfahrene Kommunikatoren treten dann und wann einmal in die Fettnäpfchen und einige großen Agenturen ignorieren penetrant die Ineffizienz ihrer Arbeit, aber das ist ein anderes Thema. 

Fehler können passieren. In der Pressearbeit sollte man diese aber nicht billigend in Kauf nehmen – trägt man doch die Verantwortung für das Image des eigenen Unternehmens. Umso wichtiger ist es daher zu wissen, welche die zehn beliebtesten Fehler sind, wenn man seine Pressearbeit selbst in die Hand nehmen möchte. 

Fehlender Mehrwert

Der wohl schwerwiegendste Fehler in der Pressearbeit ist, Journalisten zu kontaktieren ohne eine “richtige” Story.

Vielleicht fragst du dich, warum man ohne eine Geschichte im Petto überhaupt einen Journalisten kontaktieren sollte? Das frage ich mich auch immer wieder. Aber tatsächlich werden Redakteure häufig gefragt, ob sie denn nicht mal etwas über Unternehmen X oder das Start-up Y schreiben wollen. Das bestätigt auch der Artikel über schlechte Pressearbeit, bei dem Redakteure namhafter deutscher Medien nach den nervigsten Fehlern in der PR gefragt wurden. Einer, der von jedem Redakteur genannten Punkte: Fehlender Mehrwert.

Wenn du möchtest, dass ein Medium deinen Themenvorschlag aufnimmt, dann solltest du eine spannende Geschichte anbieten, die für das Medium einen Mehrwert bedeutet und die sie deshalb berichtenswert macht.

Falscher Adressat

“Sehr geehrte MedienvertreterInnen, …” → So oder so ähnlich fangen viele PR-Mails an. Sehe ich so eine Begrüßung läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Und den meisten Redakteuren dürfte es wohl ähnlich gehen. 

Diese allgemeine Anrede, die darauf schließen lässt, dass sich der Absender im Vorfeld kaum die Mühe gemacht hat, den Namen des Adressaten zu recherchieren, wird nur noch getoppt von einem vollkommen falschen Adressaten oder einem falsch geschriebenen Namen. 

Stell dir mal vor, du schreibst eine Bewerbung für einen Job. Wie sähe es da wohl aus, wenn du den Personalreferenten falsch schreiben würdest? Richtig! Nach Schlampigkeit und wenig Ernsthaftigkeit. Genauso verhält es sich bei deiner Presse-Mail. Daher solltest du immer darauf achten, den passenden Ansprechpartner zu recherchieren und dessen Namen auch korrekt zu schreiben. Weitere Punkte, die du bei einer Email an einen Redakteur beachten solltest, findest du in meinem Artikel “Worauf du bei der Kontaktaufnahme zu einem Journalisten achten musst”. 

Zu wenig Recherche

Schlechte Pressearbeit beruht meist auf schlechter oder gar keiner Recherche.

Recherche ist für viele ein leidiges Thema. Denn sie ist zeitaufwendig und -zugegeben- auch ein wenig eintönig. Dennoch ist die Recherche unerlässlich und bildet die Grundlage dafür, dass Pressearbeit überhaupt erst funktioniert. 

Ohne eingehende Recherche weißt du nicht, wer der passende Ansprechpartner für dein Thema ist, ob dein Thema für das Medium überhaupt relevant ist, welche Formate es gibt und wie du diese mit deinem Thema verknüpfen könntest, welche Vorlaufzeiten es gibt oder welche Zielgruppe das Medium bedient. 

Es gibt noch eine Menge mehr Informationen, die sich durch Recherche herausfinden lassen. Umso besser du informiert bist, umso besser wird deine Pressearbeit funktionieren. 

Vor allem der Redakteur wird merken, wenn du dich gut informiert hast. So schaffst du es passende Geschichten zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. Dadurch sparst du dir letztendlich viel Zeit und erhöhst die Chance, dass dein Themenvorschlag verwendet wird. 

Keine Kontinuität

Du machst Pressearbeit, wenn du gerade Zeit dafür hast? Das wird nicht funktionieren. 

Pressearbeit ist ein langfristiges Instrument, welches nur funktioniert, wenn man langfristig und kontinuierlich daran arbeitet. Das bedeutet auch, dass du dir Zeit für deine Pressearbeit nehmen musst. 

Glücklicherweise nimmt Pressearbeit jedoch nicht viel Zeit in Anspruch. Und umso länger du deine Pressearbeit selber machst, umso routinierter und schnell wirst du dabei auch (ein weiterer Grund kontinuierlich daran zu arbeiten!). 

Damit das klappt, solltest du dir ein paar Stunden im Monat Zeit nehmen und in dieser Zeit deine Pressearbeit angehen. Auch Anfragen zu Interviews und Ähnlichem sind wichtige Termine, die du auf jeden Fall wahrnehmen solltest – auch wenn es vielleicht an einer anderen Stelle gerade brennt. Langfristig wird dir das Interview mehr nützen als eine Rettungsaktion in letzter Sekunde. 

Du klingst nicht authentisch

Die Annahme, dass Selbstständige und kleine Unternehmen nicht relevant genug seien um in die Medien zu kommen, führt zu einem weiteren Fehler in der Pressearbeit: Du versuchst größer zu klingen und verlierst damit deine Authentizität. 

Ein Einzelunternehmer, der in seiner Email schreibt, als sei er ein großes Unternehmen, wirkt nicht ehrlich. Und damit ist der Fall für die meisten Journalisten auch bereits abgeschlossen. 

Natürlich besteht dieser Fehler auch in die andere Richtung: Ein Konzern, der schreibt als sei er eine einzige Person, wirkt ähnlich unglaubwürdig. 

In der Pressearbeit kommt es nicht darauf an, wie groß oder klein ein Unternehmen ist, sondern welche Geschichte dieses zu erzählen hat und ob, diese für die Medien berichtenswert ist. 

Du versendest Pressemitteilungen

Ein typischer Anfängerfehler (ja, und viele Agenturen machen es immer noch so) ist das Versenden von Pressemitteilungen. 

Vielleicht fällst du jetzt aus allen Wolken und denkst, warum soll ich denn keine Pressemitteilung versenden? Das ist doch Aufgabe der Pressearbeit? 

Pressemitteilungen sind tatsächlich ein gängiges Instrument der Pressearbeit. Aber sie sind auch ein wenig altbacken und vor allem: Unpraktisch! 

Unpraktisch, weil du erst viel Zeit verwenden musst, um die Pressemitteilung zu erstellen, ohne das du weißt, ob dir dieser Aufwand letztendlich etwas bringt. Und unpraktisch, weil ein Journalist aus einem reinen Text (der Pressemitteilung) erst die Informationen filtern muss und dann entscheiden, ob das Thema überhaupt relevant ist. 

Wird dein Thema für berichtenswert gehalten, wird eine Pressemitteilung in der Regel nicht so abgedruckt, wie du sie geschickt hast, sondern daraus ein neuer Artikel gestaltet. Deine Arbeit war also vollkommen umsonst. 

Noch frustrierender ist es, wenn du eine Pressemitteilung verfasst und das Thema nirgends aufgegriffen wird. Dann hast du einen großen Zeitaufwand ohne ein Ergebnis. 

Aber auch für Journalisten sind Pressemitteilungen sehr umständlich. Sie kosten Zeit und die haben Journalisten nicht. Besser ist es einen Themenvorschlag zu machen. Wird daraufhin Interesse bekundet, kann man weitere Informationen zusammenstellen. 

Du wirst werblich

Als Selbstständiger bist du natürlich davon überzeugt sehr gute Arbeit zu machen oder sogar das beste Angebot am Markt zu haben. In deiner Pressearbeit hat diese “Ich-bin-der-Größte”-Mentalität allerdings nichts verloren. 

Natürlich ist es unerlässlich, dass du von deinen Produkten und Dienstleistungen überzeugt bist, aber deshalb darfst du in der Pressearbeit nicht werblich werden. 

Einer der Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen Marketing und PR besteht darin, dass ersteres werblich ist und letzteres strikt ohne werbliche Inhalte auskommt. 

Deine Aussagen im Bezug auf deine Produkte oder Dienstleistungen im Rahmen der Pressearbeit sollten immer neutral ausfallen. Natürlich darfst du nachweisbare Fakten nutzen und auch herausstellen, was das besondere an deinem Angebot ist. Jedoch solltest du darauf achten, hier nicht zu werblich zu werden. 

Medien wollen schließlich informieren und interessante Geschichten erzählen. Werbung hat dafür nichts in redaktionellen Texten zu suchen. 

Werblichkeit innerhalb deiner PR-Texte ist ein häufiges K.O.-Kriterium und bedeutet das Aus für deinen Themenvorschlag.

Du hast kein Pressematerial

Das Recherche wichtig ist, habe ich ja bereits unter Punkt 3 eingehend erläutert. Ein ebenso wichtiges Thema ist aber auch die Planung. Auch miese Planung gehört zu einem der häufigsten Fehler innerhalb der Pressearbeit. 

Ganz besonders fehlende Pressematerialien sind ein No-Go. Wenn du erst auf Nachfrage eines Journalisten damit beginnst, Unternehmens- oder Produktinformationen zu erstellen, ist es schon zu spät. 

Pressematerialien sollte jeder Unternehmer “in der Schublade haben” und bei Bedarf herausgeben können. 

Du arbeitest gegen den Redakteur

Ein Fehler, dem ich immer wieder begegne, ist eine schlechte Zusammenarbeit zwischen dem Absender eines Themenvorschlags und dem Redakteur. 

Diese Diskrepanz in der Zusammenarbeit kann unterschiedliche Gesichter haben: 

  1. Du hast Respekt oder sogar vielleicht ein wenig Angst vor dem Journalisten. Daraus entsteht ein unterwürfiges Verhalten, welches sich auch in der Kommunikation widerspiegelt. Leider wirkt diese Kommunikation meist wenig selbstbewusst. Der Themenvorschlag wird abgelehnt, weil auch dieser nicht überzeugend wirkt. 

  2. Ein Redakteur ist nur dazu da, Texte zu veröffentlichen. Eine Meinung die viele “PR-Berater” haben, die ursprünglich aus dem Vertrieb kommen. Hier wird der Journalist gedrängt und genötigt, bis er den Themenvorschlag irgendwann aus Resignation veröffentlicht. Eine nicht sonderlich sinnvolle und effiziente Methode. Zudem wird dadurch sicherlich kein gutes Verhältnis zum Medium aufgebaut, wird der Medienvertreter mehr oder minder lediglich als Fußabtreter behandelt.

In der Pressearbeit sollte man sich vergegenwärtigen, dass beide Parteien auf diese Arbeit angewiesen sind. Ein Unternehmen benötigt die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Journalisten, um es überhaupt in die Medien zu schaffen. Gleichzeitig sind Redakteure auf spannende Themenvorschläge angewiesen. Man arbeitet auf Augenhöhe und dort sollte auch die Kommunikation stattfinden. 

Keine Individualität

Kein Medium ist wie das andere. Warum solltest du also alle dasselbe schicken? 

Der letzte Fehler, der oft gemacht wird, ist fehlende Individualität. So einzigartig, wie die Medien selber, solltest du auch deine Themenvorschläge gestalten. 

Das bedeutet nicht, dass du pro Medium nur einen Themenvorschlag machen darfst oder dein Themenvorschlag nur an ein ausgesuchtes Medium gehen darf, aber du solltest immer auf die Besonderheiten der einzelnen Medien achten und deinen Vorschlag entsprechend anpassen.

Das Anpassen deines Vorschlags beginnt damit, dass du prüfst, was an deinem Vorschlag für das Medium berichtenswert ist. Ist es der lokale Bezug oder doch eher die Aktualität des Themas? Je nachdem welches Medium du betrachtest, wirst du unterschiedliche Antworten finden. Die Schwerpunkte solltest du je nach Medium anders wählen und so wird sich auch dein Themenvorschlag für jedes Medium ein wenig variieren. 

Auch darfst du darauf achten, welche Besonderheiten das jeweilige medium ausmachen. Gibt es Besonderheiten? Wird beispielsweise ausschließlich in der weiblichen Form geschrieben? Dann pass deinen Themenvorschlag entsprechend an. Damit wirst du deine Chancen auf eine Veröffentlichung stark erhöhen. 

Hast du Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel? Hat er dir gefallen oder möchtest du noch etwas beitragen? Dann nutze die Kommentarfunktion und hinterlasse unten einen Kommentar. 

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Agenda Setting und Agenda Surfing – So planst du deine Pressearbeit https://lenawingen.de/agenda-setting-und-agenda-surfing-so-planst-du-deine-pressearbeit/ https://lenawingen.de/agenda-setting-und-agenda-surfing-so-planst-du-deine-pressearbeit/#respond Thu, 20 Feb 2020 05:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=37008 Der Beitrag Agenda Setting und Agenda Surfing – So planst du deine Pressearbeit erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Pressearbeit funktioniert effektiv, wenn man einen guten und eingehend recherchierten Plan hat. Die Planung der Pressearbeit erleichtern, kann man sich durch Agenda Setting und Agenda Surfing. Was sich hinter den Begriffen versteckt und wie du damit deine Pressearbeit effizient planen kannst, erfährst du in diesem Artikel. 

Warum muss ich Pressearbeit planen?

An der passende Stelle eine Erwähnung platzieren, darum geht es in der Pressearbeit. Wer weiß, wie Medien arbeiten dem ist klar: Ohne Planung geht nichts. Was nach außen als schnelle Reaktion aussieht, ist meist von langer Hand geplant. 

Man denke nur mal an die großen Modemagazine. Diese planen entsprechend des in der Modewelt herrschenden Zyklus: Wintermode im Sommer. Sommermode im Winter. Das bedeutet für die Magazine, bereits Monate vor dem Erscheinungstermin an einer Ausgabe zu arbeiten. 

Daher ist es essentiell auch die eigene Pressearbeit gründlich zu planen. Schließlich bringt es nichts, wenn du deinen Themenvorschlag erst ein paar Tage vor der Veröffentlichung versendest. Zu diesem Zeitpunkt ist das Magazin in aller Regel bereits fertig. 

Wer jetzt denkt, dass nur für Printmedien eine Planung erforderlich sei, der täuscht. denn gerade Online-Medien, die ein extrem hohes Pensum an Artikeln und Berichten haben, arbeiten nach einer strikten redaktionellen Planung. Die vielen und kontinuierlichen Veröffentlichungen, wie man es von einem Online-Medium gewöhnt ist, wäre ohne Planung gar nicht möglich. 

Egal also, ob du innerhalb deines Medienmixes nur Print oder ausschließlich Online-Medien hast, ohne Planung ist deine Pressearbeit ineffizient.

Wie aber kannst du deine Pressearbeit effizienter gestalten? Hier kommen Agenda Setting und Agenda Surfing ins Spiel. 

Was ist Agenda Setting?

Agenda Setting, im deutschen auch Agendasetzung genannt, bezeichnet das gezielte “setzen” von konkreten Themenschwerpunkten zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines bestimmten Zeitabschnitts. 

Für deine Pressearbeit bedeutet das, dass du deine Themenschwerpunkte vorab planen solltest. Du musst überlegen, wann es sinnvoll ist ein Thema zu platzieren, bzw. wann die Aussichten, dass dein Thema als berichtenswert angesehen wird, steigen. 

Ein Beispiel für Agenda Setting wäre folgendes: Du möchtest auf die Haltungsbedingungen von Hühnern in Deutschland aufmerksam machen. Strategisch klug wäre es dieses Thema rund um Ostern zu platzieren. Denn hier liegt das Thema nahe. 

Aber nicht nur Feiertage, wie Ostern oder Weihnachten sind für das Agenda Setting entscheidend. Auch die Jahreszeit, Temperatur, aktuelle Ereignisse, politische Situationen und Ähnliches können ausschlaggebend dafür sein, wann du dein Thema “setzt”.  

Natürlich gibt es auch Themen die komplett zeitlos sind. Dennoch empfiehlt es sich auch hier nach Verknüpfungen zu suchen und bewusst zu entscheiden, wann das Thema für die Pressearbeit verwendet werden soll.

Was ist Agenda Surfing?

Neben dem Setzen von Themen gibt es noch eine weitere Möglichkeit Themen für die Pressearbeit zu planen: Agenda Surfing bezeichnet das “surfen” auf einer bereits bestehenden, medialen Welle. 

Was ist damit gemeint? Statt eigene Themen zu setzen, suchst du gezielt nach Themen, die bereits in den Medien präsent sind und verknüpftst diese mit deiner eigenen Thematik. 

Agenda Setting Theorie

Die Agenda Setting Theorie kommt aus der Medien- bzw. Kommunikationswissenschaft und findet auch Anwendung in der Politikwissenschaft. 

Berhard C. Cohen stellte in den 1960er Jahren die These auf, dass Medien zwar nicht vorgeben würden, was die Menschen denken sollen, aber maßgeblich daran beteiligt seien, worüber die Menschen überhaupt nachdenken würden. 

Die Verknüpfung zur Politik wurde bereits früh hergestellt. Denn in der ersten Studie zur Theorie, der Chapell-Hill-Studie, untersuchten Wissenschaftler im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den USA 1968 den Zusammenhang zwischen Medien- und Publikumsagenda. Diese zeige Übereinstimmungen von rund 90 Prozent.

Im Laufe der Zeit wurde die Theorie um verschiedene Modelle, Wirkungsverläufe und Weiterentwicklungen ergänzt.  

Im Zusammenhang mit der Agenda Setting Theorie werden häufig auch die Begriffe Agenda Cutting oder Framing verwendet. 

Agenda Framing bezieht sich darauf, dass Medien Informationen bündeln und ihnen einen Rahmen geben. Agenda Cutting bezieht sich darauf, dass Medien Informationen kürzen und schneiden können. Durch beide Effekte kommt es zu Verzerrungen innerhalb der Wirklichkeit und der durch die Medien gestalteten Wiedergabe.

Dadurch erhöht sich die Chance, dass dein Themenvorschlag es in die Medien schafft enorm. Denn durch das Aufspringen auf ein Thema, schafft du mehr Relevanz für deinen Vorschlag, was diesen wiederum berichtenswerter macht. 

Neben diesem Vorteil ist Agenda Surfing auch bei der Themenfindung äußerst hilfreich. Statt ins Blaue zu schießen und dir einfach etwas auszudenken, kannst du durch Agenda Surfing gleich einen Themenvorschlag kreieren, der die Medien deiner Wahl auch wirklich interessiert.

Newsjacking: Ad hoc auf Themen aufspringen

Eine besondere Form des Agenda Surfings, welches normalerweise eine langfristige Planung voraussetzt, ist das Newsjacking. Eine ad hoc Form des Agenda Surfings. 

Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern News – Neuigkeit und Hijacking – Raub / Diebstahl zusammen. Beim Newsjacking wird also eine Neuigkeit geraubt. Was sich erstmal komisch anhört, ist in der Realität ein Mittel um kurzfristig ein aufkommendes Thema (News) für sich zu nutzen. 

Beim Newsjacking nutzen Unternehmen Neuigkeiten, die in keinem Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen um auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. 

Wird Newsjacking gekonnt eingesetzt, kann es sehr humorvoll von der Zielgruppe aufgenommen werden. Allerdings kommen hier auch immer mal wieder Situationen zustande, die so vorher sicherlich nicht geplant waren und von der Zielgruppe negativ aufgenommen werden. 

Ein gelungenes Beispiel für Newsjacking aus der jüngeren Vergangenheit lieferte McDonalds. Den Rückzug von Harry und Meghan aus der britischen Königsfamilie nahm der Konzern zum Anlass um für seine Royals (Burger) zu werben. Mit einem simplen Bild der beiden Burger und dem Spruch: “Unsere Royals bleiben für immer”, wurde kurz nach Bekanntmachung des Austritts des Prinzen und seiner Frau auf den Sozialen Netzwerken der Fast-Food-Kette geworben. 

Aber nicht nur McDonals nahm den Rückzug zum Anlass und startete eine Newsjacking-Kampagne. Auch der Autohersteller Sixt erlaubte sich einen kleinen Scherz. Mit dem Konterfei von Prinz Harry und einem Transporter des Autoverleihers im Hintergrund gestalteten sie ein Plakat mit dem Text: “Harry, fahr schon mal den Wagen vor. (Jetzt günstig wegkommen – mit Umzugstransportern von Sixt.)”

Damit gelang Sixt nicht zum ersten Mal ein Treffer in Sachen Newsjacking. Immer wieder zeigt der Autoverleih seine humorvolle Seite und kapert News für die eigene Werbung. 

Newsjacking kann sehr lustig eingesetzt werden für werblich Zwecke. Allerdings ist hier immer auch ein Stückweit Vorsicht geboten. Nicht immer wird ein Scherz auch wie einer aufgenommen. Und bei Newsjacking handelt es sich um reines Marketing. Den Bereich der PR verlassen wir in dem Moment, indem wir eine werbliche Botschaft einbinden. 

Wie nutzt man Agenda Setting und Agenda Surfing für die Planung der Pressearbeit?

Nachdem du nun weißt, was sich hinter Agenda Setting und Agenda Surfing verbirgt, fragst du dich bestimmt, wie du diese Möglichkeiten konkret zur Planung deiner Pressearbeit nutzen kannst. 

Um deine Pressearbeit zu beginnen, solltest du einen (Jahres-)Themenplan erstellen. In diesem Plan hältst du fest, wann du welchen Themenvorschlag unterbreiten möchtest. 

Meiner Erfahrung nach ist es einfacher mit dem Agenda Surfing zu starten. Schau dir an welche Themen die Medien aufgreifen, die für dich relevant sind und befülle deinen Themenplan. Danach geht es dann daran, eigene Themen für die Pressearbeit zu finden und diese zu sinnvollen Zeitpunkten zu setzen (Agenda Setting). 

Durch den Themenplan für deine Pressearbeit schaffst du es Pressearbeit effizient zu gestalten und anhand des Themenplans effektiv daran zu arbeiten, Veröffentlichen zu erwirken. 

Kann man Agenda Setting auch außerhalb der Pressearbeit nutzen? 

Agenda Setting und Agenda Surfing kann man nicht nur für die Pressearbeit nutzen, sondern auch auf allen weiteren Kommunikationskanälen, die du bespielst. In der Kommunikationstheorie spricht man dann vom Intermedia Agenda Setting

Es macht Sinn, Agenda Setting in der digitalen Medienwelt zu nutzen, um Synergien ausschöpfen zu können. So kannst du Veröffentlichungen auch an anderer Stelle, beispielsweise auf Social Media, für dich nutzen. 

Auch innerhalb der redaktionellen Planung deiner Social Media Auftritte, Blog, Vlog oder Podcast ist es empfehlenswert anhand von Agenda Setting und Surfing vorzugehen. So schaffst du es Themen so zu setzen, dass sie für deine Zielgruppe zur richtigen Zeit am richtigen ort auftauchen. 

Hat dir der Artikel gefallen? Hast du Fragen oder Anmerkungen? Dann lass mir doch einen Kommentar dar. 

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Pitch Perfect – Worauf du bei der Kontaktaufnahme zu einem Journalisten achten musst https://lenawingen.de/pitch-perfect-worauf-du-bei-der-kontaktaufnahme-zu-einem-journalisten-achten-musst/ https://lenawingen.de/pitch-perfect-worauf-du-bei-der-kontaktaufnahme-zu-einem-journalisten-achten-musst/#respond Thu, 06 Feb 2020 05:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=36919 Der Beitrag Pitch Perfect – Worauf du bei der Kontaktaufnahme zu einem Journalisten achten musst erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Du hast eine grundlegende Medienrecherche gemacht, Themenpläne gewälzt und dir eine berichtenswerte Story überlegt. Nun steht deinem ersten Presseerfolg eigentlich nichts mehr im Weg, oder? Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wird, ist, wie man seine Pressestory denn überhaupt in die Medien bekommt, die Pressemitteilung versendet oder schlichtweg den Journalisten kontaktiert? 

Daher möchte ich dir heute meine Best Practice Learnings mit auf den Weg geben, worauf du beim Kontaktieren eines Journalisten achten solltest. 

Per Email oder Telefon?

Die Frage, ob man einen Journalisten per Email oder per Telefon kontaktieren sollte, ist fast schon wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Natürlich kann man beides machen. Grundsätzlich zählt das Annehmen von Geschichten aus dem Außen zu den Aufgaben eines Journalisten. Ob dies nun telefonisch oder per Email geschieht, ist eigentlich irrelevant. 

Stell dir vor du hast ein leckeres Steak. Du schmeißt es auf einen weiße Pappteller. Fertig. Nicht sehr appetitlich. Nun stell dir vor du hast dasselbe Steak, dieses Mal aber auf einem schicken Porzellanteller und mit Kräutern köstlich garniert. Das macht schon viel mehr her. Genauso ist es mit deiner Story. Wenn diese grundsätzlich gut ist, entscheidet letztendlich deine Präsentation darüber, ob sie es in die Medien schafft oder nicht. 

Bei einem telefonischen Pitch (der Vorstellung deines Themenvorschlags) erfordert die perfekte Präsentation schon ein wenig rhetorisches Fingerspitzengefühl. Anders als bei der Email hast du keine Möglichkeit gründlich darüber nach zu grübeln, was du sagen willst, sondern solltest fit in deinem Thema sein und dieses auch Fachfremden innerhalb von Sekunden vermitteln können. 

Beim Pitch per Email hast du Zeit die passende Formulierung zu finden. Daher empfehle ich den Pitch per Email und handhabe es bis auf Ausnahmen genauso. 

“Per Email bekommt man nie eine Rückmeldung”

Viele meiner PR-Kollegen sehen das jedoch anders und argumentieren, dass sie per Email einfach keine Antwort bekommen. Es mag vereinzelte Fälle geben, bei der eine Email nicht ankommt oder sich in den Spamordner verirrt. Hier sind die Zahlen jedoch so gering, dass das kaum zu berücksichtigen ist. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Story einfach nicht gut genug war. 

Telefonate sind Störfaktoren

Was macht ein Journalist, wenn er nicht gerade mit PRlern telefoniert oder seine Email nach berichtenswerten Stories durchsucht? Na? Er recherchiert, schreibt oder redigiert. Alles Aufgaben, die ein Mindestmaß an Konzentration erfordern. Dabei äußerst störend ist das klingeln des Telefons. Die hierbei entstehenden Unterbrechungen, die den Arbeitenden aus der Konzentration reißen, steigern den Fehlerquotient und verlängern die Arbeitszeit zum Teil um bis zu 40 Prozent.

Ein Telefonat kann ich nur ablehnen oder annehmen und die Unterbrechung in Kauf nehmen. Eine nicht sonderlich berauschende Vorstellung. Bei einer Email hingegen kann ich mir die Zeit nehmen diese zu lesen wann ich es möchte. Damit man auf eine Emailanfrage auch eine Rückmeldung erhält, solltest du natürlich auch eine tolle Story vorschlagen, die für das jeweilige Medium relevant ist. 

Kurzer Text, der Lust auf mehr macht

Ganz gleich ob du den Redakteur per Email oder Telefon kontaktieren möchtest, solltest du daran denken dich immer so kurz wie möglich zu halten. Journalisten haben ein hohes Arbeitspensum und wenig Zeit sich lange mit einzelnen Geschichten auseinandersetzen zu müssen. 

Daher solltest du deine Präsentation so gestalten, dass bereits in den ersten ein bis zwei Sätzen das notwendige Interesse geweckt wird und der Journalist Lust auf mehr bekommt. 

Freundlich aber überzeugt

Immer wieder erlebe ich es, dass zwischen denjenigen der einen Text platzieren möchte und dem Redakteur ein komisches Verhältnis besteht. 

Entweder – und das ist der deutlich häufigere Fall – verstehen sich diejenigen, die die Story anbieten als eine Art Bittsteller. In den Emails wird äußerst freundlich und vage formuliert und alles recht zögerlich vorgetragen. Man möchte schließlich niemanden auf den Schlips treten. Grundsätzlich ist es natürlich richtig einen freundlichen Umgangston zu wählen. 

Rutscht man allerdings in die Bittsteller-Position wird es schwierig einen Themenvorschlag erfolgreich unterbreiten. Denn ein Nebeneffekt der zu freundlichen und vagen Formulierungen ist auch, dass die eigene Idee nicht überzeugend rüberkommt. Und wenn du nicht davon überzeugt bist, wie willst du dann jemand anderes davon überzeugen?

Das zweite Ungleichgewicht entsteht, wenn der Redakteur quasi nur als “ausführende Kraft” angesehen wird. Journalisten sind nicht dazu da, Texte einfach nur zu veröffentlichen, sondern vor allem um qualitative Geschichten zu finden, herauszufiltern, zu sammeln und letztendlich auch zu erzählen. Es besteht keine Garantie, dass jeder Text den ein Journalist erhält es auch in die Medien schafft. Mit der Haltung “Das MUSS aber veröffentlicht werden” wirst du ebenso wenig veröffentlichen wie mit einer devoten Bittsteller-Haltung. 

Journalisten sind darauf angewiesen Geschichten vorgeschlagen zu bekommen. Das gehört zu ihrer Arbeit. Du widerum gibst dein bestmögliches um eine tolle Story anzubieten. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Daher kann ich dir nur empfehlen sei freundlich aber zeige auch, dass du von deiner Geschichte vollkommen überzeugt bist. 

Individualisieren

Jede Email, die du mit einem Themenvorschlag an die Journalisten versendest, solltest du individualisieren. Damit meine ich nicht, dass du die Anrede und den Namen tauschst. Das versteht sich von ganz alleine. Vielmehr ist es so, dass jedes Medium eigene Themen- bzw. Ressortsschwerpunkte hat. Ist für die Lokalpresse sehr entscheidend, was im nahen Umfeld passiert, ist es für ein Magazin meist nebensächlich. Es gilt die Trigger herauszufiltern und diese in jede Email individuell einzupflegen. 

Vorlaufzeiten beachten

Wie so oft legen auch in der Pressearbeit gute Recherche und Planung die Grundsteine für effiziente Erfolge. Wenn du ein Thema in die Medien bringen möchtest, dann solltest du darauf achten, welche Vorlaufzeiten diese haben. Je nach Medienart kann die Zeitspanne, die zwischen Redaktionsschluss, Druckschluss und Erscheinungstermin liegt, stark variieren. 

Onlinemedien sind, wie Radio und Fernsehen in der Lage tagesaktuell zu informieren. Hier liegt zwischen der Erstellung eines Beitrages und der Veröffentlichung oftmals nur ein Wimpernschlag. 

Bei Tageszeitungen sieht es schon ganz anders aus. Die Redaktion arbeitet in der Regel bis 16 oder 17 Uhr. Dann geht die Ausgabe des nächsten Tages in den Druck, so dass sie am kommenden Morgen bereits im Zeitungsrohr der Leser steckt. 

Magazine haben Vorlaufzeiten von mehreren Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Du siehst, diese Zeiten sind essentiell um wirklich gute Pressearbeit machen zu können. Auf Basis der Vorlaufzeiten kannst du herausfinden, wann du welches Thema bei welchem Medium vorschlagen solltest. Achte darauf die Email nicht zu knapp zu verschicken, sondern so dass noch genügend Zeit bleibt das Thema eingehend zu bearbeiten. 

Emailprogramm und nicht Newslettersoftware

Eine weitere beliebte Fehlerquelle ist das Versenden von Emails per Newslettersoftware. Hier lässt es sich einfach einrichten, eine Email an viele Kontakte auf einmal zu versenden und auch die Kontaktverwaltung ist meist sehr übersichtlich. Nichtsdestotrotz ist es keine gute Idee Emails per Newslettersoftware zu versenden. 

Zum einen sieht eine Email, die du mit einem Newsletterprogramm erstellt hast, immer anders aus als eine “normale” Email. Zum anderen solltest du jede Email einzeln versenden und da hilft dir das Newsletterprogramm auch nicht. Auch die Möglichkeiten zu Antworten sind z.T. eingeschränkt und ein Redakteur könnte dich im Zweifelsfall vielleicht gar nicht erreichen. 

Daher meine Empfehlung: Verwende deine ganz normale Email. Hier bist du immer erreichbar. 

Achtung vor Spam-Wörtern und Dateianhängen 

Wenn du dich für die Kontaktaufnahme per Email entschieden hast, dann solltest du auch alles dafür tun, dass die Email bei deinem Gegenüber ankommt. Ein wichtiger Faktor hierfür sind sogenannte Spam-Wörter, also Wörter, bei denen die Spamfilter des jeweiligen Emailprogramms einschreitet und die Nachricht als Spam deklariert. 

Eine Liste der häufigsten Spam-Wörter lässt sich bei Hubspot finden. Diese Wörter solltest du in keinen Fall in deinem Text verwenden. Prüfe vor dem Versand, ob dein Text frei von Spam-Wörtern ist. Dadurch reduzierst du Wahrscheinlichkeit im Spam zu landen. 

Ein weiterer Tipp, weshalb deine Email einfach nicht ankommt: Deine Dateianhänge sind zu groß. Je nach Situation ist es sinnvoll weitere Information über dich, dein Unternehmen oder das vorgeschlagene Thema mitzusenden. Dabei ist darauf zu achten, die Dateianhänge immer so klein wie möglich zu halten. Journalisten bekommen einen Haufen Emails mit Anhängen. Da ist das Postfach schneller voll als man gucken kann. Daher versuche deinen Anhang so klein wie möglich zu gestalten um das Postfach nicht zum Überlaufen zu bringen oder gar auf halber Strecke stecken zu bleiben.  

Hast du Fragen zum perfekten Pitch? Dann stell sie gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

 

Der Beitrag Pitch Perfect – Worauf du bei der Kontaktaufnahme zu einem Journalisten achten musst erschien zuerst auf Lena Wingen.

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