Content Marketing | Lena Wingen https://lenawingen.de Mit derPR, Content Marketing und Social Media zu mehr Sichtbarkeit Fri, 24 Jul 2020 10:08:15 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5 https://lenawingen.de/wp-content/uploads/2019/09/cropped-lena-wingen-favicon-32x32.jpg Content Marketing | Lena Wingen https://lenawingen.de 32 32 Was bringt Content Marketing wirklich? https://lenawingen.de/was-bringt-content-marketing-wirklich/ https://lenawingen.de/was-bringt-content-marketing-wirklich/#respond Thu, 06 Aug 2020 04:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=38268 Der Beitrag Was bringt Content Marketing wirklich? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Content Marketing ist mittlerweile einer der wichtigsten Aspekte jeder Marketingstrategie. Statt rein werblich, arbeitet das Content Marketing mit zielgruppengerechten, ansprechenden Inhalten. Doch was bringt Content Marketing letztendlich wirklich? Welche Ziele lassen sich mit dieser Methode verfolgen und welche Vorteile hat das Ganze für dich? 

Spoiler: Content Marketing “[…] sind quasi deine Anzeigen. Nur in gut.” (chimpify.de)

Brand Awareness (Markenbekanntheit) steigern

Sicherlich einer der entscheidenden Aspekte beim Aufbau und der Etablierung eines Unternehmens als Marke ist die Markenbekanntheit, auch Brand Awareness genannt. Diese zeigt an, wie bekannt deine Marke ist. Beispiele für weltweit bekannte Marken lassen sich einige finden: Coca Cola, Pepsi, McDonalds. Gerade diese klassischen Marken lassen erahnen, wie relevant die Brand Awareness ist. Denn mit Kräuterlimonade oder Burgern Weltkonzerne aufzubauen, funktioniert nicht alleine durch die Produkte – sondern einzig und alleine durch die Marke und den damit verbundenen Konzepte. 

Die absolute Markenbekanntheit lässt sich nur durch Marktforschungsstudien bestimmen. Erste Anhaltspunkte geben aber auch deine organischen und viralen Impressions. Organische Impressions sind die Anzahl, wie oft Usern dein Content angezeigt wurde. Das kann sowohl im Newsfeed auf den sozialen Netzwerken, in einem Newsticker oder auf deiner Website sein. Virals Impressions zeigen hingegen an, wie oft deine Inhalte geliked, geteilt oder kommentiert werden. Hier geht es also um die Zahl der Interaktionen. 

Brand Loyalty

Kellogg´s, Somat oder Wrangler: Bestimmt hast auch du eine Marke zu der du immer wieder greifst. Ob bewusst oder unbewusst, was hier zum Tragen kommt ist deine Brand Loyalty (Markentreue) gegenüber einer Marke. Durch die Brand Loyalty fühlen wir uns einer Marke verpflichtet und kaufen diese daher immer wieder. 

Die Markentreue ist das höchste Ziel im Bereich Markenbildung. Im Grunde setzt sich die Brand Loyalty aus fünf Faktoren zusammen, die dafür sorgen, dass wir von einer Marke begeistert sind und – no matter what – wir immer wieder bei dieser kaufen: 

Eine wichtige Rolle dabei spielt zunächst einmal die Kundenbindung. Durch diese kann ein Unternehmen nachvollziehen, welche Erwartungen ihre Kunden an ihre Produkte oder Dienstleistungen haben. Auch Vertrauen spielt eine wichtige Rolle. Besonders in Zeiten des Online-Shoppings hat die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens betreffend Zahlungsinformationen und Datenverarbeitung einen hohen Stellenwert. 

Ein weiterer Faktor der zur Brand Loyalty führt, ist die Wertschätzung des Kundens. Verbindet er ein tolles Erlebnis mit deinem Produkt oder Dienstleistung wird er eine gewisse Wertschätzung entwickeln. Ähnliches gilt für den Faktor Verlässlichkeit. Dein Kunden möchte sich auf die kontinuierliche Qualität deiner Produkte verlassen können. Tut er das, steigert das die Markentreue ungemein. 

Ein letzter, aber nicht zu vernachlässigender Faktor ist der emotionale Wert des Produkts für deinen Kunden. Das lässt sich leicht an einem Beispiel verdeutlichen. Woran denkst du, wenn du an den Motorradhersteller Harley Davidson denkst? Freiheit, Weite, Selbstbestimmtheit? Und nun denk mal an BMW – nein, nicht als Autohersteller, sondern an die Motorräder der Marke. Spürst du hier das gleiche Freiheitsgefühl? Wohl kaum. Denn das macht die emotionale Bedeutung der Marke aus.

Customer Engagement

Gelungene Inhalte führen automatisch dazu, dass deine Kunden mit diesen Interagieren. Sie kommentieren, teilen oder liken deine Inhalte. Auch eigene, nutzergenerierte Inhalte können durch die vorgabe von guten Inhalten entstehen. Diese sind besonders wichtig für das Image deines Unternehmens

Auswerten lässt sich das Customer Engagement anhand von zwei Kennzahlen: dem Sentiment (der Tonalität) der Interaktionen und anhand des Netpromoter Scores. Um das Sentiment auswerten zu können solltest du Kommentare zu deinen Inhalten auf deren Tonalität untersuchen und herausfinden, wie diese sich prozentual verteilen. Unterscheiden kannst du hier zwischen positiven, neutralen und negativen Kommentaren. 

Der Netpromoter Score ist namentlich nicht so bekannt. Umso häufiger wird er eingesetzt und wahrscheinlich ließe sich in deinem Emailpostfach sogar eine Abfrage des Netpromoter Score finden. Denn das ist nichts anderes als die kurze Umfrage, wie zufrieden du mit einem Produkt, Dienstleistung und Versand warst oder ob dir der vorliegende Artikel geholfen hat. Auf einer Skala kannst du einen Wert zwischen sehr zufrieden oder nicht zufrieden angeben. Hintergrund des Netpromoter Score ist nicht nur die Qualität zu verbessern, sondern auch das Kundenerlebnis zu steigern. Zwischen “es erfüllt seinen Zweck und ich bin zufrieden” und “ich bin total begeistert” liegt entsprechend ein Unterschied. Dieser mag klein sein, aber für die Brand Loyalty entscheidend.

Viralität

Ob deine Inhalte den Nerv deiner Zielgruppe treffen, lässt sich anhand des Customer Engagements erfassen oder aber anhand der Viralität deiner Inhalte. Hier untersuchst du, wie deine Inhalte genutzt werden. 

Ermitteln lässt sich die Viralität anhand des K-Faktors, der sich wie folgt zusammensetzt: 

K= A x B x C x D

A = Prozentsatz der Nutzer, die deine Inhalte pro Besuch einmal teilen

B = Durchschnitt an geteilten Inhalten pro Nutzer und Websitebesuch

C = Nummer der Nutzer, die den Inhalt auf sozialen Netzwerken teilen

D = Prozentsatz von C, welche authentisierte User (Nutzer, die wiederum Inhalte veröffentlichen) werden

Erhältst du einen Wert von 0,02 bedeutet das, dass du pro 100 Nutzer zwei aktive Nutzer hinzu gewinnst. Der K-Faktor sollte sich entsprechend mit der Zeit und Anzahl der aktiven Nutzer potenzieren. 

Ein weiterer Aspekt der für die Nutzung von Content Marketing spricht ist die Suchmaschinenoptimierung. Über Google gefunden zu werden, gestaltet sich durch die deutlich höhere Dichte an Inhalten wesentlich einfacher. Es reicht allerdings nicht, ohne SEO-Kenntnisse Inhalte zu erstellen. Alle Inhalte sollten ein eindeutiges Bild ergeben und dazu führen, dass die Suchmaschine klar erkennt zu welchen Suchbegriffen deine Seite relevant ist. 

Gerade in hochfrequentierten Bereichen kann sich Content Marketing daher besonders für die Auffindbarkeit über die Suchmaschine lohnen.

Ranking verbessern

Ein weiterer Aspekt der für die Nutzung von Content Marketing spricht ist die Suchmaschinenoptimierung. Über Google gefunden zu werden, gestaltet sich durch die deutlich höhere Dichte an Inhalten wesentlich einfacher. Es reicht allerdings nicht, ohne SEO-Kenntnisse Inhalte zu erstellen. Alle Inhalte sollten ein eindeutiges Bild ergeben und dazu führen, dass die Suchmaschine klar erkennt zu welchen Suchbegriffen deine Seite relevant ist. 

Gerade in hochfrequentierten Bereichen kann sich Content Marketing daher besonders für die Auffindbarkeit über die Suchmaschine lohnen. 

Mehr Traffic

Verbesserte Rankings bieten einen entscheidenden Vorteil: Du erhältst dadurch mehr Traffic. Je besser dein Ranking umso mehr Besucher zieht es auf deine Seite. Und das ist kein zu unterschätzender Faktor. Denn rund 99% aller Klicks gehen an die Top 10 der angezeigten Ergebnisse. Für die zigtausend weiteren ergebnisse bleibt lediglich 1% der Klickwahrscheinlichkeit übrig und diese nimmt rapide ab. Alleine auf Platz elf liegt die Klickwahrscheinlichkeit bei nur noch 0,17% (Quelle: sistrix.de). 

Erstrebenswert ist daher so viele Beiträge und Seiten auf die Positionen eins bis zehn, besser noch eins bis drei zu bekommen. Denn alleine auf die Top 3 entfallen rund 82% aller Klicks. 

Mehr Leads und Umsatz

Mehr Traffic durch verbesserte Ranking führen zudem zu mehr Leads. Die Inhalte, welche du im Rahmen des Content Marketings erstellst dienen nicht nur dazu Kunden auf deine Seite zu ziehen, sondern auch dazu deine Expertise zu beweisen. Ein Besucher hinterlässt durch seinen Besuch auf deiner Seite wertvolle Daten, die dir Aufschluss darüber geben, wer überhaupt deine Inhalte konsumiert. Ist ein Besucher begeistert von deinen Inhalten ist es sehr wahrscheinlich, dass er sich dafür entscheidet, mehr über deine Arbeit zu erfahren. Über den ein oder anderen Weg wird er seine Daten hinterlassen. Entweder er nutzt hierfür das Kontaktformular oder trägt sich in deinen Newsletter ein. Ein direkterer Weg ist auch die Kontaktaufnahme des Kunden per Telefon oder Email. 

Natürlich wird nicht aus jeder Anfrage, Telefonat oder Newsletter-Eintragung ein Kunde. Aber ein gewisser Anteil (meist liegt dieser bei 1-2%) dieser Personen wird sich für die Zusammenarbeit mit dir entscheiden.

Du kannst kreativ sein

Ein Punkt, weshalb Content Marketing eine tolle Möglichkeit darstellt, ist auch die Kreativität. Je nachdem in welchem Bereich du arbeitest, bleibt dies ja gerne mal auf der Strecke. Mit einem Blog, Podcast oder einer Video-Serie kannst du deiner Kreativität einen freien Raum geben. Auch das kann sehr befreiend sein. Da ja bekanntlich Positives Positives anzieht, ist auch das ein wichtiger Vorteil des Content Marketings. 

Du brauchst kein Startkapital / Content Marketing ist kosteneffizient

Um mit Content Marketing zu starten, brauchst du zunächst einmal gar kein Budget. Natürlich kostet es aber ein wenig Zeit – vor allem wenn du alles selber machst. Für viele Gründer und Selbstständige ist aber gerade das ein wichtiger Punkt, da einfach kein großes Werbebudget vorhanden ist. 

Durch ein gutes Ranking zu deinem Suchbegriff, der entsprechend frequentiert ist, ist es nicht sonderlich schwer 10.000 Besucher auf deine Seite zu locken. Eine Anzeige bei Google mit einem Preis von 50 Cent pro Klick würde dich hingegen 5.000 Euro kosten. Gute Inhalte hingegen kosten Zeit. Aber oft ist das die Ressource, die man leichter investieren kann. Und damit springen wir auch zu nächsten Punkt:

Content Marketing ist nachhaltig

Im Gegensatz zu den meisten anderen Marketingformen ist das Content Marketing nachhaltig. Denn statt, wie bei einer Anzeige jedes Mal für 10.000 Besucher zahlen zu müssen, erstellst du deinen Inhalt im Content Marketing einmal und dieser arbeitet dann für dich. 

Nach belieben und entsprechend deinen Ambitionen steht es dir selbstverständlich frei, deine Inhalte von zeit zu Zeit zu überarbeiten. Ein Muss ist das jedoch nicht.

Adblocker übergehen

Ein weiterer, cleverer Vorteil des Content Marketings im Vergleich Anzeigen, ist die Zugänglichkeit. Viele User nutzen Adblocker um (nervige) Werbung zu vermeiden. Die Inhalte deiner Anzeigen würden den Kunden entsprechend erst gar nicht erreichen. Anders ist es im Content Marketing, da hier mit organischen Inhalten gearbeitet wird. Diese Inhalte werden nicht durch Adblocker ausgeblendet, sondern sind für jeden Suchenden zugänglich. 

Content Marketing ist unabhängig

Als letzten Faktor, der für die Nutzung von Content Marketing spricht, möchte ich die Unabhängigkeit des Content Marketings anführen. Was sich lapidar anhört, ist einer der wichtigsten Faktoren für die Nutzung. Zum einen hast du es selber in der Hand, was worüber und in welcher Weise du Themen aufgreifst. Das bietet dir die größtmögliche Freiheit bei der Gestaltung deiner Positionierung. Auf der anderen Seite schaffst du durch eine eigene Content Plattform, wie einen Blog oder Podcast einen unabhängigen Ort, der alleine durch dich kontrolliert wird. Im Vergleich dazu ist das Social Media Marketing stehts abhängig von den Vorgaben, der Plattformbetreiber. Entscheidet also Mark Zuckerberg morgen, dass sich Instagram verändern wird, so muss man sich dem fügen. Das kann dir bei deinem Blog oder Podcast einfach nicht passieren. 

Content Marketing ist eine grandiose Möglichkeit, die jedes Unternehmen für sich nutzen sollte um Sichtbarkeit zu erzeugen, Kunden zu gewinnen und langfristig zu binden. Keine andere Marketing Methode bietet so viele Vorzüge und alleine die Länge dieser Liste sollte zeigen, wie relevant das Content Marketing mittlerweile ist. Content Marketing bringt also richtig eingesetzt sehr sehr viel – für Kunden und für das Unternehmen, welches diese Möglichkeit nutzt. 

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Blogging, Vlogging oder Podcasting: Welches Content Medium passt zu dir? https://lenawingen.de/blogging-vlogging-oder-podcasting-welches-content-medium-passt-zu-dir/ https://lenawingen.de/blogging-vlogging-oder-podcasting-welches-content-medium-passt-zu-dir/#comments Thu, 20 Jun 2019 04:30:30 +0000 https://lenawingen.de/?p=35838 Der Beitrag Blogging, Vlogging oder Podcasting: Welches Content Medium passt zu dir? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Wer online präsent sein möchte, der kommt an Content Marketing nicht vorbei. Und jeder der damit beginnen möchte, kommt früher oder später an den Punkt, welches Content Medium er eigentlich bedienen möchte. Neben dem klassischen Blog, der in Textform daherkommt, sind nämlich auch das Audioformat, in Form eines Podcasts oder das Videoformat möglich. Wie kannst du aber nun entscheiden, welches dieser Content Medien für dich das richtige ist?

Beginne mit Fokus

Wer gerade erst mit Content Marketing startet, dem kann ich nur raten sich zunächst zu fokussieren. Viele der “großen” Business-Blogger nutzen mehr als ein Medium. Neben dem Blog gibt es auch einen Podcast und / oder sogar einen YouTube-Kanal. Natürlich ist es möglich auch alle drei Medienformate miteinander zu kombinieren oder parallel zu betreiben. Aber das ist auch ganz schön viel Arbeit.

Und auch diese “Blogger” haben mal klein angefangen. Meist mit nur einem Medium. Mit der Zeit beherrscht man dieses auch im Schlaf, hat eine Menge Content produziert und kann sich auch an den nächsten Schritt wagen. So hat es beispielsweise auch Vladislav von Chimpify gemacht, wie er in seinem Podcast verrät.

Damit Inhalte funktionieren, müssen sie einmalig sein. Es gilt also einem hohen Qualitätsanspruch zu genügen. Und dafür braucht man Zeit. Zeit zum Recherchieren, Zeit für die Planung, Zeit für die eigentliche Produktion und die Nachbearbeitung.

Daher mein Appell an dich: Such dir ein Medium aus und starte damit. Das ist mehr als genug, wenn du bislang noch keine oder wenige Inhalte erstellt hast. Mit der Zeit kannst du dann auf ein Sammelsurium an Content zurückgreifen und diesen – auch in einem anderen Medium – recyceln.

Da du nun weißt, dass du dich auf ein Content Medium fokussieren solltest, stellt sich vielleicht für dich die Frage, welches es denn nun sein soll. Hier gibt es verschiedene Faktoren, die du bei deiner Wahl beachten solltest und die ich im folgenden erläutere.

Passt der Inhalt zum Medium?

Vielleicht hast du schon eine grobe Vorstellung davon, was du deiner Audience vermitteln möchtest. Wenn nicht ist das an dieser Stelle auch nicht schlimm. Wichtig ist aber, sich darüber Gedanken zu machen, ob das Medium zu den Inhalten, die du erstellen möchtest, passt.

Denn hier gibt es Unterschiede: Eine Anleitung ist beispielsweise wesentlich besser für einen Blogartikel geeignet, als für eine Podcast Folge. Der Leser kann sich die Anleitung ausdrucken, findet schnell die einzelnen Schritte und kann so viel leichter deiner Anleitung folgen. Das ist zum Beispiel auch bei Rezepten der Fall: Zwar sieht es in Videos immer schön aus, ein Rezpt in Textform sollte aber dennoch nicht fehlen damit man die jeweiligen Schritte besser nachverfolgen kann, alle Informationen zusammen (z.B. Temperaturangaben, etc.) und auch weiß, was alles für das Rezept benötigt wird (ist dir das auch schonmal passiert, dass du gar nicht erkennen konntest, was der Koch gerade verwendet hat?).

Anhand der Beispiele siehst du, dass auch der Inhalt darüber bestimmt, welches Medium sich eignet. Allerdings kann der Inhalt natürlich immer wieder anders aufgegriffen werden und so dem Medium angepasst werden. Wenn du allerdings von vornherein weißt, dass sich deine Inhalte aufgrund ihrer Komplexität nur als Text eignen, solltest du kein Vlog anlegen.

Der Faktor Zeit

Jeder von uns hat ein begrenztes Zeitbudget – nämlich 24 Stunden pro Tag. Einige Stunden davon wirst du mit deiner Arbeit verbringen und nun musst du entscheiden, wie viel Zeit du für dein Content Marketing investieren kannst und willst.

Jedes Medium beansprucht deine Zeit in anderer Art und Weise. Die Vor- und Nachbereitung für ein Video sind deutlich anspruchsvoller als bei einem Text (die Ausnahme bestätigt die Regel.

In der Regel ist ein Artikel am schnellsten erstellt. Podcasts liegen in der Mitte und Videos sind sehr zeitaufwendig.

Wie viel Zeit du aber wirklich benötigst, hängt auch maßgeblich von deinem Können ab.

Der Faktor “Können”

Welches Medium du wählen solltest, hängt auch von dir ab. Kannst du Schreiben und hast du Spaß daran. Besonders Letzteres solltest du mitbringen, denn ohne wirst du nicht kontinuierlich neue Inhalte erstellen. Oder bist du eher der Typ, der gerne vor der Kamera steht und dort nicht nur sympathisch rüberkommt, sondern auch gut reden kann? Dann wirst du bei der Videoproduktion keine Probleme bekommen. Wenn dir die Kamera zu viel ist, du aber gut und strukturiert sprechen kannst, dann ist wohl der Podcast dein Favorit.

Natürlich kannst du einiges lernen und von Zeit zu Zeit wirst du – egal welches Medium du wählst – besser. Du wächst mit deinen Inhalten. Aber es ist natürlich nicht schlecht, wenn du bei einem der Medien bereits Erfahrungen hast. Falls das nicht der Fall sein sollte, probier dich aus und schau, was dir Spaß macht. Denn ohne den, hält man keine Content-Strategie lange durch.

Der Faktor Zielgruppe

Es zählt nicht nur, was du willst, sondern vor allem was deine Zielgruppe möchte. Denn du kannst dir noch so viel Mühe geben, wenn dein Medium nicht zum Medienkonsum deiner Zielgruppe passt, dann schreibst, redest oder drehst du nur für dich alleine.

Die gesamte Mediennutzung steigt von Jahr zu Jahr an, damit sinkt aber gleichzeitig auch die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer. Um zu deiner Zielgruppe durch zu dringen brauchst du gute Inhalte auf den richtigen Medien.

Gerade für die jungen Nutzer wird Video immer wichtiger. Visualität spielt zur schnellen Aufnahme von Inhalten grundsätzlich eine große Rolle. Videos sind aber nicht nur auf den Vormarsch, sondern haben auch die intensivste Interaktions und die längste Nutzungsdauer. Rund 32 Minuten pro Tag konsumiert der Durschnitt in Deutschland Laut ARD/ZDF Studie 2018 konsumiert der durchschnittliche Deutsche pro Tag rund 32 Minuten Videos, 30 Minuten Texte und nur 25 Minuten Podcast, bzw. Radio. Jedoch geben diese Werte nur einen groben Überblick über den allgemeinen Trend hin zum Video.

In den einzelnen Altersklassen und Interessengruppen kann es gleich ganz anders aussehen. Überleg dir also anhand des Konsumverhaltens deiner Zielgruppe, ob diese eher deinen Blog lesen, deinen Podcast hören oder deine Videos anschauen würden.

Vor- und Nachteile der einzelnen Medien

Neben den Überlegungen, auf welches Medium du Lust und Zeit hast und was deine Zielgruppe gerne konsumiert, solltest du auch die einzelnen Vor- und Nachteile der Medien kennen, bevor du dich für eins entscheidest.

Vor- und Nachteile des Bloggings

Lass uns mit dem Klassiker starten: dem Blogging. Blogs gibt es schon seit Jahrzehnten und trotzdem werden zig Neue pro Tag angelegt. Das ist klar, denn ein Blog hat einige Vorteile:

  • Blog Aufsetzen ist einfach und geht schnell

Da es Blogs schon seit langem gibt, sind die Einstiegsschwellen immer weiter gesunken. Heute kann jeder einen Blog einrichten. Und nicht umsonst wirbt WordPress seit Jahren mit seiner 5-Minuten Installation.

  • Blogs sind gut für SEO

Suchmaschinenoptimierung ist ein wichtiger Faktor, da die meisten Menschen nach Lösungen im Netz suchen. Texte lassen sich recht leicht optimieren und sind per Definition die Grundlage für die Suchmaschinenoptimierung. Die Suchmaschine kann nämlich nur Texte auswerten. Bilder müssen über Schlagworte und den Alt-Text definiert werden. Auch Videos kann Google noch nicht ansehen.

  • Brand Authority und Expertise

Nichts lässt die eigene Brand Authority besser gedeihen als gute Texte. Ḿit (Fach-)Artikeln erobert man den Expertenstatus in seiner Branche. Besonders Texte von Dritten (z.B.) Journalisten sind hier sehr beliebt. Die eigene Expertise lässt sich aber zunächst vor allem am eigenen Blog festhalten.

  • Readers Experience – der Leser kann selbstständig konsumieren

Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt. Und die Nutzer suchen nach Wegen mehr Inhalte in kurzer Zeit zu konsumieren. Ist ein Text gut strukturiert, kann ein Leser in scannen und somit wesentlich schneller erfassen als Audio- oder Videoformate.

Aber natürlich bringt auch ein Blog ein paar Nachteile mit sich:

  • Schreiben ist nicht so einfach

Zwar halten es viele Menschen für einfach – ist es aber nicht. Schreiben muss man lernen. Das geht im Besten indem man es macht und Spaß daran hat, sich in diesem Bereich stetig weiterzuentwickeln.

  • Ein Blog braucht Zeit

Content Marketing an sich ist eine langfristige Form des Marketings, die mit der Zeit immer mehr Fahrt aufnimmt. Kontinuität ist hier das Zauberwort. Aber bis ein Blog erstmal richtig läuft, kann schon zeit vergehen. Das ein Text viral geht, ist relativ selten und daher braucht es auch einiges mehr an Durchhaltevermögen, bis hier große Ergebnisse sichtbar werden.

Vor- und Nachteile des Podcastings

Ebenso wie der Blog bietet der Podcast ganz eigene Vor- und Nachteile. Lass uns auch hier mit den ihm eigenen Vorteilen beginnen:

  • Podcasten ist relativ einfach und kann auch in kurzer Zeit gemacht werden

Podcasten ist oberflächlich betrachtet erstmal nicht so schwer. Du hast ein Thema und sprichst darüber. Fertig. Und auch zeitlich kann (muss aber nicht) ein Podcast in kurzer Zeit erstellt werden.

  • Zielgruppe muss nicht am Bildschirm sein

Der riiiiiieeeesen Vorteil eines Podcasts: Der Nutzer muss nicht vor einem Bildschirm sitzen. Podcasts lassen sich easy unterwegs anhören und sind als audioformat screen-unabhängig. Dadurch werden Podcasts in ganz anderen Situationen konsumiert, als es bei Texten oder Videos der Fall ist.

  • Keine ablenkende Werbung – ungeteilte Aufmerksamkeit des Hörers

Durch den “fehlenden” Bildschirm erhältst du auch die ungeteilte Aufmerksamkeit des Nutzers. Keine Werbebanner der Konkurrenz die zwischendurch aufpoppen, keine sonstige Ablenkung. Du hast die volle Konzentration des Hörers.

  • Die Erfolgsmessung ist einfach

Google Analytics bietet eine genaue Auswertung von Websites an und dadurch kann man den Erfolg seines Blogs natürlich auch sehr gut messen. Allerdings ist das nicht immer so einfach. Bei Podcasts sieht das anders aus. Hier gibt es nicht so viele Kennzahlen, die herangezogenen werden müssen um über den Erfolg zu entscheiden, sondern es geht ausschließlich darum, wie viele Menschen sich deinen Podcast angehört haben und wie lange sie ihn gehört haben.  

Podcast bringen, wie jedes Medium, aber auch ein paar Nachteile mit sich:

  • Du brauchst eine Grundausstattung

Bevor du so richtig loslegen kannst, brauchst du erstmal ein wenig Equipment. Hier gibt es sicherlich für jeden Geldbeutel etwas, aber trotzdem musst du alles erst einmal anschaffen, dich vorab informieren und lernen damit umzugehen.

  • Vor- und Nachbereitung ist aufwendiger als beim Bloggen

Kaum einer kann einen guten Podcast erstellen ohne sich vorher Gedanken dazu zu machen, was er eigentlich sagen möchte. Podcast-Experte Gordon Schönwälder verrät sogar immer wieder, dass er seine Gedanken für eine Podcast Folge in einer Mind-Map festhält. Manche Podcaster mögen die “ungeschliffene” Version ihres Podcasts, so dass sie diesen nicht mehr schneiden, Musik unterlegen usw. Aber das geht natürlich nicht bei allen Podcasts. Daher kommt bei den meisten auch noch ein gutes Stück Nachbearbeitung hinzu. Zudem ist das Transkript nicht zu vergessen, denn Google hat leider noch keine Ohren.

Vor- und Nachteile Vlogging

Vlogging, also die Vermittlung von Inhalten via Video ist recht aufwendig, aber in vielen Nischen noch recht unbekannt. Hier die Vorteile:

  • Vlogging for Business hat noch viel Potenzial

Videos werden immer beliebter. Aber für viele Branchen ist Vlogging noch absolut unbekannt. Das kann deine Chance sein. Auf dem Blog- und Podcast Markt hast du kaum noch eine Chance dich mit einmaliger Ausrichtung zu positionieren. Im Bereich Video (bis auf ein paar Ausnahmen: z.B. im Bereich Technik) gibt es noch recht wenige Business Vlogger.

  • Hohes Potenzial Reichweite zu gewinnen

Videos können schnell Reichweite generieren. Und dazu reicht im grunde eine Video das viral geht, also unheimlich oft geteilt wird. Wie oft dein Video letztendlich geteilt wird, kann man zwar nicht planen, aber die Chancen das deiin Ihalt geteil wird, sind wesentlich höher als bei einem Blogartikel oder einer Podcast Folge. Ganze 76% aller weltweit geteilten Inhalte sind nämlich Videos.

  • Videos bauen schnell Vertrauen auf

Deine Zielgruppe muss dir Vertrauen, um bei dir zu kaufen. Und ganz besonders Videos helfen dir dabei, denn Videos zeigen deine Gestik, deine Mimik, deine Art. Menschen können anhand dieser Videos bereits entscheiden, ob sie dich sympathisch finden oder nicht. In dem Moment wo sie dich mögen, beginnt auch der Vertrauensaufbau.

Aber auch Vlogging hat ein paar Nachteile:

  • Vlogging passt nicht zu jedem Unternehmen

Dabei geht vorrangig nicht um die Branche. Denn dabei sind erstmal keine Grenzen gesetzt. Alles lässt sich verfilmen und erzählen. Aber Videos eignen sich nicht für Unternehmen, deren Zielgruppe älter ist. Diese schauen nämlich einfach keine Videos und haben im schlimmsten Fall noch nie etwas von YouTube gehört. Auch hier ist also wieder darauf zu achten, dass auch die Zielgruppe über das Content-Medium mit entscheidet.

  • Google kann Videos nicht auswerten

Neben fehlenden Ohren, fehlen Google auch die Augen. Wer also mit seinen Videos gefunden werden möchte, der sollte ein Transkript erstellen.

  • Vor- und Nachbereitung ist aufwendig

Die Planung, Produktion und Nachbearbeitung von Videos ist zeitaufwendig und man sollte sich mit der Technik auskennen. Mal eben… gibts hier nicht. Auch der Aufwand um kleine Content-Häppchen zu erstellen, die man für die Social Media Distribution nutzen kann, ist höher.

  • Equipment wird benötigt

Wer gute Videos machen möchte, braucht entsprechendes Equipment und das ist meistens recht teuer. Zwar findet man wohl für jeden etwas, aber ähnlich wie ein Bildern, sollte die Qualität am Ende stimmen.

Das perfekte Content Medium: gibt es nicht

Es gibt nicht ein Medium, dass alle anderen schlägt. Es geht darum, welche Präferenz du und deine Zielgruppe hat und was dein Zeit- und Geldbudget erlaubt. Hier solltest du einen Mittelweg finden und dich (zunächst) auf ein Medium fokussieren.

Welches Content Format ist dein Favorit? Nutzt du bereits eines oder mehrerer? Und wenn ja, dann teile doch gerne deine Erfahrungen hierzu mit den anderen Lesern und mir indem du einen Kommentar hinterlässt.

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Content Marketing ohne Website – funktioniert das? https://lenawingen.de/content-marketing-ohne-website-funktioniert-das/ https://lenawingen.de/content-marketing-ohne-website-funktioniert-das/#respond Thu, 13 Jun 2019 04:30:56 +0000 https://lenawingen.de/?p=35822 Der Beitrag Content Marketing ohne Website – funktioniert das? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Wer Content Marketing für sich nutzen möchte, den scheut es vielleicht davor eine eigene Website zu erstellen. Dabei ist das heutzutage, dank WordPress, gar nicht mehr schwer. Durch Content Marketing lässt sich online die eigene Expertise und Sichtbarkeit für die Zielgruppe gezielt aufbauen.

Auch wenn WordPress innerhalb von 5 Minuten bereits installiert ist, hängt doch eine ganze Menge Arbeit an der Erstellung einer professionellen Website oder eines Blogs. Schließlich braucht man Bilder, Texte, ein geeignetes Theme, Plugins und dann wären da auch noch zu beachtende rechtliche Anforderungen.

Einfach über YouTube und co. veröffentlichen?

Wer sich darum drücken möchte, hat bestimmt schon mal überlegt, ob es nicht sinnvoller ist, gleich mit der Erstellung von Inhalten loszulegen, z.B. über YouTube. Hier legt man sich bekanntermaßen einfach einen Kanal an und los geht die Sause. Wer keine Lust auf Video hat, dem bleibt die Wahl zum 2019 sehr beliebten Podcast. Hier kann über diverse Plattformen, wie iTunes oder Spotify, veröffentlicht werden.

Ähnlich sieht es in den sozialen Netzwerken aus. Bei Instagram, Facebook, LinkedIn oder Xing braucht es nur wenige Klicks bis zu einem eingerichteten Profil und schon kann man seine Inhalte verbreiten. Bei LinkedIn gibt es für diesen Fall sogar eine Sonderform. Statt der bekannten, relativ kurzen Posts, wahlweise mit Bild, Video oder in reiner Textform, lassen sich direkt in der Plattform ganze Artikel erstellen.

Warum also Zeit, Geld und Nerven (ja, an den Punkt kommt jeder Blogger mal) ind die Erstellung einer Website stecken, wenn die Verbreitung von Content doch auch ohne Website so einfach funktioniert?

5 Gründe, warum du trotzdem eine Website brauchst

Vielleicht hast du dich bis dato auch schon mal gefragt, warum man dann überhaupt eine Website braucht. Denn Content Marketing, also das verbreiten von Inhalten, die deine Expertise zeigen und dich online Sichtbar machen, müsste aufgrund der vielen bereits bestehenden Plattformen auch ohne eigene Website funktionieren.

Ich kann dir nur davon abraten und dir 5 Gründe verraten, warum eine Website das A und O des Content Marketing und daher absolut notwendig ist:

Soziale Medien sind keine eigenständigen Kommunikationskanäle

Das sich Content Marketing nicht nur auf die eigene Website bezieht, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Vor allem um im Wirrwarr der sozialen Netzwerke nicht unter zu gehen, kommt es auf hochwertige, einmalige und zielgruppenrelevante Inhalte an. Dennoch handelt es sich bei diesen Plattformen lediglich um Distributionskanäle, also Wege über die du deinen eigentlichen Inhalt streust.

Du postest einen Beitrag der Appetit auf mehr macht und ziehst deine Leser damit auf deine Website. Soziale Medien können diesen Kommunikationskanal nicht ersetzen. Sie verbreitern dein Sprachrohr und deine Präsenz, aber diese musst du an irgendeiner Stelle bündeln (mehr dazu unter Punkt 5).

Social Media Plattformen sind im einzelnen daher auch nicht sonderlich aussagekräftig. Wer beispielsweise viele Instagram-Abonnenten hat, der kann bei Facebook eine kleine Nummer sein. Fake-Follower und Bot-Kommentare erübrigen den Rest, um auf Social Media zu glänzen. Wie relevant man wirklich für die Branche ist, zeigt sich daher erst bei einem Blick auf die Trafficzahlen.

Auf deiner Website hast du das Sagen

Was, wann, wo und wie passieren soll, das bestimmst du auf deiner Website ganz alleine. Auch über das Aussehen und die damit einhergehende Ausstrahlung deiner Seite hast du voll und ganz im Griff. Auf deiner Website sind so gut wie keine (höchstens rechtliche oder technische) Einschränkungen gegeben.

Auf den angesprochenen Plattformen sieht das anders aus. Von den Plattformen wird ein Rahmen vorgegeben, an den du dich anpassen musst. Oft sind hier Grenzen in der Gestaltung deiner Inhalte gegeben. Auch dein Branding lässt sich nur in bestimmten Bereichen der Plattform wiedergeben.

Das mag sich zwar zunächst nicht schlimm anhören, aber was ist, wenn du daran denkst, wie wenig Platz (150 Zeichen) dir Instagram lässt um dich in der Insta Bio vorzustellen.

Für eine ausgefeilte “Über mich”-Seite oder weiterführende Informationen zu deinen Angeboten ist hier kein Platz. Auf deiner Website gibst du selbst den Rahmen vor, welche Informationen du in welchem Umfang zu Verfügung stellst.

Niemand schreibt dir etwas vor

Naja, da war ich in der Überschrift wohl etwas großzügig. Das Netz ist auch in Deutschland kein rechtsfreier Raum und daher hast du dich natürlich an die geltenden Gesetze und Vorschriften zu halten. Ansonsten bist du aber frei in den was du schreibst, sagst oder zeigst.

Jede Plattform hat hingegen ganz eigene, zum teil strenge vorgaben an die du dich halten musst. Auf deiner Website entscheidest du.

Du hast den vollen Einblick

Deine Website – deine Statistiken. Klar, mittlerweile hat so gut wie jedes Soziale Medium ein eigenes Analyse-Tool und das ist auch gut so. So kannst du tracken, was dort passiert, wie die Leute mit deinen Postings interagieren oder auch herausfiltern, was nicht so gut klappt.

Die wirklich relevanten Kennzahlen siehst du aber nur in den Statistiken deiner Website. Denn dort spielt sich alles Relevante ab. Potenzielle Kunden können sich beispielsweise für einen Newsletter eintragen und so mit dir in Verbindung bleiben. Oder du trackst, welche Seiten bevorzugt gelesen werden. Vielleicht hilft dir das dabei weniger gute Performances zu optimieren.

Social Media Analytics geben dir lediglich aufschluss darüber was passiert bevor potenzielle Kunden deine Website betreten. Was wirklich zählt, ist aber ob sie auf deiner Website das finden was sie suchen. Und das kannst du anhand deiner Websitedaten, z.B. mit Google Analytics tracken.

Die Website ist deine Online-Heimat

Vielleicht kannst du es schon erahnen: Alle Wege führen online – nicht nach Rom – sondern zu deiner Website. In allem was du online tust, sollte dein Ziel sein, die Menschen auf deine Website zu führen. Wie ein Knotenpunkt treffen sich dort alle Zweige des Online-Marketings und der Online-PR.

Du siehst an einer Website führt kein Weg vorbei. Sie ist essentiell und das Herzstück deiner Onlinepräsenz. Eine Ausnahme gibt es dann aber doch: Wenn du gerade dabei bist, deine Website aufzubauen und bereits auf den Social Media Plattformen präsent sein möchtest, dann kannst du ohne Website beginnen. Aber hier ist es sinnvoll, eine Landingpage zu implementieren, bei der sich Interessenten für deine Mailliste eintragen können.

Wie sieht es bei dir aus: Hast du schon eine Website und wenn ja, wie wichtig hältst du sie für dein Online-Marketing?

Wenn dir der Artikel gefallen und/oder geholfen hat, dann teile diesen doch gerne, damit ihn noch mehr Menschen finden. 

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Wie aktualisiert man einen Blogartikel? https://lenawingen.de/wie-aktualisiert-man-einen-blogartikel/ https://lenawingen.de/wie-aktualisiert-man-einen-blogartikel/#respond Thu, 23 May 2019 04:30:11 +0000 https://lenawingen.de/?p=35802 Der Beitrag Wie aktualisiert man einen Blogartikel? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Warum sollte man Content überarbeiten?

Das man im Content Marketing kontinuierlich neue Inhalte erstellen sollte, ist den meisten bekannt. Das mit der Zeit jedoch die Pflege des bestehenden Contents an die erste Stelle rücken sollte, weiß dagegen nicht jeder.

Warum ist das so? Zum einen ist es eine Frage der Zeit. Wirklich hochwertige Inhalte zu erstellen, braucht einfach eine Menge Zeit. Content Marketing ist keine Eintagsfliege sondern muss kontinuierlich und mit Strategie praktiziert werden. Dabei braucht man am Anfang gar nicht so viel um zu starten.

Wer bereits eine gewisse Anzahl an Artikel geschrieben hat, der kann sich ein wenig zurücklegen und die Anzahl an neuen Inhalten zurückschrauben. Die Überarbeitung von Inhalten kann sich dann und wann auch mal ein wenig hinziehen – so zeitfressend wie ein neuer Artikel ist das Ganze jedoch nicht.

Aber warum sollte man das eigentlich tun? Hier treffen wir auf das klassische Pareto-Prinzip, das besagt, dass 80 Prozent aller Ergebnisse mit nur 20 Prozent des Aufwands erreicht werden können. Übertragen auf unsere Fragestellung bedeutet das, dass rund 20 Prozent deiner Inhalte den größten Teil deines Traffics – nämlich rund 80 Prozent – ausmachen. Den meisten Traffic bringen dir langfristig also nicht neue Inhalte sondern alte.

Ein Problem mit “alten” Inhalten ist aber, dass diese nicht immer aktuell sind. Die meisten Menschen suchen nach einer Problemlösung. Wenn sie diese dann gefunden haben, möchten sie natürlich den neuesten Stand erfahren und nicht das was irgendwann einmal aktuell war. Daher solltest du deine Inhalte kontinuierlich überarbeiten.

Das unterstreicht nicht nur deinen Expertenstatus, sondern hält dich zudem konkurrenzfähig. Ganz nebenbei mag es auch die Suchmaschine, wenn du deine Inhalte regelmäßig auf dem neuesten Stand hältst. Denn diese möchte ihren Nutzern natürlich immer die besten und aktuellsten Beiträge zu einem Thema vorstellen.

Wann sollte man Inhalte überarbeiten?

Nachdem ich dir verdeutlicht habe, warum es so wichtig ist, deinen Inhalte regelmäßig ein Update zu verpassen, fragst du dich vielleicht wann genau man Inhalte überarbeiten sollte oder ab wann das Ganze überhaupt sinnvoll ist?

Starten wir mit der zweiten Frage: Ab wann ist es sinnvoll Content zu aktualisieren, um ihn neu zu veröffentlichen? Natürlich solltest du von Anfang an darauf achten, möglichst zeitlose Inhalte zu schreiben (ausgenommen sind natürlich News-Magazine und Ähnliches – hier gelten andere Regeln). Allerdings braucht es einen gewissen Grundstock an Inhalten, damit man mit dem Content Recycling beginnen kann.

Für eine gute Content Recycling Strategie brauchst du nämlich gewisse Erfahrungswerte und ein Auswertung, welche Artikel wirklich gut funktionieren, damit du deine Inhalte am Interesse deiner Zielgruppe ausrichten kannst.

Nun zur ersten Frage: Wann solltest du deine Inhalte überarbeiten? Hier gibt es zwei mögliche Szenarien:

  • Es gibt eine grundlegende Neuerung und du passt deine Inhalte daraufhin an
  • Du hast einen Plan, wann welcher Inhalt überarbeitet wirst und überprüft bei der Überarbeitung, welche Neuerungen es gibt

Bei grundlegenden Neuerungen ist es von Vorteil, wenn du noch nicht so viele Artikel geschrieben hast. Denn bei 50 Artikeln weißt du wahrscheinlich noch genau, welche Inhalte du aktualisieren musst. Bei 1.000 oder mehr wird es dann schon schwieriger.

Daher ist es sinnvoll, dass du dir von Anfang an eine Übersicht machst, welche Inhalte du hast und wann diese aktualisiert werden sollen. Durch eine regelmäßige Überprüfung vermeidest du, dass gute Inhalte durch veraltete Daten zu Traffic-Wüsten verkommen. Gleichzeitig weißt du wann welche Inhalte dran sind und sorgst damit wieder für die fürs Content Marketing so wichtige Kontinuität. Denn statt alle Artikel auf einen Schlag zu überarbeiten, solltest du ähnlich wie bei neuen Veröffentlichungen einen festen Turnus implementieren.

Im Idealfall kombinierst du beide Szenarien miteinander. Sind die Neuigkeiten so groß, dass dein Artikel grundsätzlich nicht mehr interessant ist, dann solltest du direkt handeln. Ansonsten geh nach deinem Aktualisierungsplan vor.

Wie solltest du bei der Überarbeitung vorgehen?

Den ersten Schritt zur Aktualisierungsstrategie innerhalb deines Content Marketing beginnt mit dem Erstellen eines Aktualisierungsplans. Denn nicht jeder Inhalt kann oder sollte überarbeitet werden. Bei manchen lohnt sich der Aufwand einfach nicht, da deine Zielgruppe – so hart es klingt – einfach kein Interesse an diesem Content hat.

Auswertung deiner Inhalte und Content-Aktualisierungsplan mit Präferenzampel

Du musst also herausfinden, welche deine gefragtesten Artikel sind, bei welchen eine etwas größere Überarbeitung ansteht, welche Artikel das Potenzial haben zu den absoluten Trafficgaranten zu werden und welche Artikel du besser einfach löschen solltest.

Dazu brauchst du die Auswertung deiner Websitedaten. Du kannst sehen, welche Inhalte den meisten Traffic bringen, wie die Absprungquote ist, welche Conversions die einzelnen Seiten haben und wie sich die Besucher verhalten.

Anhand von Traffic- und Conversionraten kannst du deine Artikel anhand der folgenden Matrix einteilen und in deinen Plan eintragen:

Artikel mit viel Traffic und hervorragenden Conversionraten musst du in der Regel nicht bearbeiten. In deinem Überarbeitungsplan kannst du solche Artikel nach dem Ampelprinzip grün markieren. Eine Aktualisierung ist nur notwendig, wenn es eine grundlegende Neuerung gibt, die die Basis deines Contents verändert. Da diese Artikel bei deiner Zielgruppe gefragt sind, kannst du auch über weitere Möglichkeiten des Content Recyclings nachdenken. Wie wäre es etwa mit einer Zusammenfassung deiner besten Artikel zu einem Thema zu einem PDF oder E-Book?

Artikel, die nur viel Traffic oder ausschließlich gute Conversions haben, stehen im Aktualisierungsplan auf Orange. Das sind die Artikel die du in deiner Überarbeitung angehen solltest. Inhalte mit viel Traffic solltest du überarbeiten, damit diese besser convertieren. Gut convertierende Inhalte sollten mehr Traffic bringen.

Content, der weder viel Traffic noch gute Conversions hat, steht in deinem Plan auf rot. Solche Inhalte sollten gelöscht werden. Ich weiß, dass das hart klingt, aber solcher Content beschwert nur deine Seite. Durch entfernen von diesem Ballast bietest du viel mehr Raum für deine wirklich relevanten Inhalte. Dein ganzer Auftritt wird davon profitieren – versprochen! In Ausnahmefällen kann auch darüber nachgedacht werden, den Inhalt neu zu konzipieren.

Diese Auswertung für deinen Aktualsierungsplan solltest du regelmäßig vornehmen. Bei Bloggern mit einem “normalen” Content-Output, wie bei mir (ein Beitrag pro Woche) reicht es, einmal pro Jahr eine solche Auswertung vorzunehmen. Du darfst nämlich auch nicht vergessen, dass es ein wenig dauert bis deine Optimierung überhaupt greift. Wenn du dir die Werte aus dem ersten Jahr notierst und mit denen des zweiten Jahres vergleichst, kannst du deine Verbesserungen auch schwarz auf weiß messen.

Zusammenfassen oder Löschen

Ein wichtiger Schritt vor der Überarbeitung ist es auch, zu überprüfen ob es zu einem Thema inhaltlich vergleichbaren Content gibt. Mit der Zeit verliert man den Überblick über alle erstellten Inhalte. Vor allem wenn mehr als eine Person an der Contenterstellung beteiligt ist, ist das ein häufiges Problem.

Zum einen ist die Dopplung von Inhalten für deine Zielgruppe nicht sinnvoll, da sie dadurch irritiert werden könnten. Zum anderen stehlen sich die Inhalte gegenseitig die Show. Man spricht hier auch von Keyword oder Content Kannibalismus. Im schlimmsten Fall sieht Google die Inhalte als Duplikate, also als sogenannten Duplicate Content und die Bewertung deiner Inhalte geht in den Keller.

Daher solltest du überprüfen, welche Inhalte du zusammenfassen oder löschen solltest.

Aktualisierungsplan in Redaktionsplanung implementieren

Nachdem du all deine Inhalte anhand der Matrix geprüft hast und genau weißt, welchen Content du überarbeiten solltest, ist es sinnvoll diese Aktualisierungen in deinen Redaktionsplan einzuplanen.

Wenn du beispielsweise, wie ich, jede Woche einen neuen Blogpost veröffentlichst, könntest du deinen Turnus so verändern, dass du nur noch jede zweite Woche etwas neues publizierst und dazwischen jeweils eine Neuveröffentlichung von bereits vorhandenen Inhalten planst. Oder du erhöhst dein wöchentliches Level und veröffentlichst neben dem neuen immer einen aktualisierten Inhalt. Diese Planung liegt ganz bei dir.

Neben dem Einplanen eines bestimmten Turnus solltest du dir auch überlegen, wie du deine Neuveröffentlichungen sichtbar machen möchtest. Du solltest also auch Social-Media-Posts in deinen Redaktionsplan einplanen.

Überarbeitung hat enorme Vorteile

Indem du deine Inhalte kontinuierlich aktualisierst, überarbeitest, prüfst und optimierst konzentrierst du dich auf die Erstellung von wirklich hochwertigem Content. Und du handelst extrem zielgruppenorientiert, da du deinen Content an den Interessen deiner Leser, Hörer oder Zuschauer ausrichtest.

Durch die regelmäßigen Updates schaffst du es deinen Expertenstatus auszubauen und mehr Social Media Shares für deinen Artikel zu erhalten (ist ja logisch, wenn er immer wieder was aktuelles beinhaltet). Dadurch vergrößert sich deine Sichtbarkeit online.

Durch die Überarbeitungen kannst du alte Artikel an deine heutigen Standards anpassen (war dein erster Artikel wirklich schon richtig gut?) und deine Linkstruktur verbessern. Denn in den älteren Artikel sind ganz bestimmt noch keine Verlinkungen auf neueres Material, oder? Durch eine optimierte Linkstruktur verbessert sich auch deine Absprungrate. Statt den Artikel gleich wieder zu verlassen, klickt der Leser auch gerne noch auf weiterführende Links zu dem Thema, dass ihn gerade beschäftigt.

Aus Lesern werden so auch gerne Abonnenten. Denn sie sehen, dass du nicht nur einen tollen Artikel zum Thema hast, sondern gleich eine ganze Menge. Also wo ist der Button um davon noch mehr zu erhalten? Und schwupps, hast du einen Abonnenten mehr. Für meinen Newsletter kannst du dich übrigens in der Seitenleiste eintragen. 😉 

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5 Schritte, um als Solopreneur mit Content Marketing zu starten https://lenawingen.de/5-schritte-um-als-solopreneur-mit-content-marketing-zu-starten/ https://lenawingen.de/5-schritte-um-als-solopreneur-mit-content-marketing-zu-starten/#respond Thu, 16 May 2019 04:30:33 +0000 https://lenawingen.de/?p=31359 Der Beitrag 5 Schritte, um als Solopreneur mit Content Marketing zu starten erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Content Marketing ist ein riesiger Bereich, der Einsteiger anfangs schnell überfordert. Zu viele Informationen finden sich dazu und jeder neue Artikel sagt dir, was du alles brauchst, damit Content Marketing überhaupt funktionieren kann.

Die gute Nachricht zuerst: Du kannst auch mit Content Marketing beginnen, wenn du wenig Zeit und Ressourcen hast. Du musst auch nicht gleich alles umsetzen. Content Marketing bietet unendlich viele Möglichkeiten. Nicht alle davon sind grundsätzlich für dich sinnvoll. Aber vor allem musst du nicht gleich alles in deine Strategie packen bevor du anfangen kannst.

Diese schlanke Art des Content Marketings nennt sich auch genauso: Lean Content Marketing. Tanja Josche und Sascha Tobias von Hirschfeld, die auch das gleichnamige Buch geschrieben haben, haben in einem Artikel bei Chimpfy zusammengefasst worum es bei dem Prinzip geht:

Demnach sollte Content nicht nach der gesamten Marketingstrategie entwickelt, sondern als Möglichkeit zum Dialog mit der eigenen Zielgruppe verstanden werden. Nach dieser richtet sich dann natürlich auch dein Content. Der Inhalt muss bei der Veröffentlichung auch nicht unbedingt perfekt sein, aber er sollte deine Kunden “aktivieren”, also ihnen Mehrwert geben, zum nachdenken oder zu einer Diskussion anregen. Nach den Vorstellungen des Lean Managements sollte man Content immer weiterentwickeln, überarbeiten und recyceln.

Aber was braucht man um auch ohne großes Budget, Content-Ressourcen und mit wenig Zeit (wie es bei jedem Solopreneur der Fall ist) das eigene Content Marketing zu starten?

Contentplattform

Text, Audio oder Video? Grundsätzlich gibt es diese drei Contentformate. Wenn du mit Content Marketing starten möchtest, hast du sicherlich schon eine Idee, ob du es ein Blog, Podcast oder ein Vlog werden soll.

Egal für welches Format du dich entscheidest, brauchst du eine Plattform auf der du diese Inhalte veröffentlichen kannst.

Für jedes Format gibt es bereits “fertige” Plattformen auf denen du veröffentlichen kannst, z.B. YouTube für Videos oder Spotify für Podcasts. Wenn du dort veröffentlichen möchtest, musst du dich zunächst registrieren und dein Profil einrichten. Wie du einen Youtube-Kanal erstellst und einrichtest, erfährst du in dieser Anleitung. Eine Anleitung, wie man einen Podcast z.B. über Spotify hochlädt, hat Podcast-Gott Gordon Schönwälder.

Meiner Meinung nach ist es aber besser sich seine eigene Contentplattform zu schaffen. Ein Raum, in dem du dein eigener Herr bist und dich kreativ austoben kannst. Was sich zunächst stark nach eigentümlich-kreativem Freiheitsdrang anhört, hat ganz solide und pragmatische Gründe: Mit deiner eigenen Plattform bist du unabhängig!

Wenn Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest oder eine andere von dir genutzte Contentplattform von heute auf morgen den Dienst einstellt, ist deine Arbeit umsonst gewesen. Das ist nicht nur für uns Solopreneure ärgerlich. Die sozialen Medien eignen sich hervorragend zur Distribution, ersetzen aber nicht deinen eigenen Kanal.

Daher sollte dein erster Schritt als Solopreneur ins Content Marketing sein, dir eine eigene Plattform zu schaffen. Es spricht nichts dagegen schon mal über Social Media Kontakte zu knüpfen. Dein Ziel sollte es aber sein, deine Inhalte so fix es geht auf einen eigenen Kanal, also deine Website, zu bringen.

Dort kannst du dann, je nach deinem Contentformat einen Blog angliedern, deine Videos einbetten oder deinen Podcast zum Hören anbieten. Wie man eine Website mit Worpress aufsetzt und was du dafür brauchst, verrät dir Daniela von Miss Webdesign.

Trackingtool

Wenn dir die Abhängigkeit von Drittanbietern noch nicht genug Grund dafür war, deine eigene Website anzulegen, dann kommt hier ein weiterer: Du brauchst eine solide Analyse, was auf deiner Website passiert.

Zwar bieten YouTube und Co. auch Statistiken an, meist sind diese aber nicht so umfangreich, wie die einer eigenen Website. Denn hier hast du auf (fast) alles Einsicht: Du kannst verfolgen, wie sich Websitebesucher verhalten, kannst daraus schließen, was sie mögen und wo du nachbessern musst. All das bekommst nur bei deiner eigenen Website.

Und das sogar kostenlos. Denn Google bietet sein Statistikprogramm Google Analytics kostenfrei an. Es gibt zwar auch einige andere Programme mit denen du deine Website tracken kannst, Google Analytics ist aber absoluter Standard.

Für die Einrichtung von Google Analytics kannst du dich nach dieser umfassenden Anleitung richten. Vergiss aber auf keinen Fall, dass keine IP-Adressen getrackt werden dürfen. Wie man das einstellst, findest du hier.

Newsletteranbieter

Die Emailliste ist der Schatz eines jeden Content Marketers und vor allem für Solopreneure sinnvoll. Daher kannst du auch nicht früh genug damit beginnen, Abonnenten dafür zu gewinnen. Das funktioniert am Besten durch einen Leadmagneten. Da du aber ganz am Anfang stehst und nach dem Lean-Prinzip startest, solltest du dir darüber noch keine Gedanken machen.

Die Einbindung eines Feldes indem sich Interessenten eintragen können, erfordert aber nicht viel Arbeit. Daher empfehle ich dir, dies von Beginn an auf deiner Website oder es sogar bereits vor dem Launch deiner Website anzubieten. Dabei muss dein Feld auf nichts Spezifisches hinweisen. Es reicht, wenn du sagst, dass du Abonnenten über Neuigkeiten informiert. So werden sich bereits die ersten für deinen Newsletter eintragen, bevor du diesen überhaupt konzipiert hast.

Was du dafür brauchst, ist ein Newsletteranbieter. Für Einsteiger empfiehlt sich Mailchimp, da du bis zu 2.500 Kontakte kostenfrei verwalten kannst. Wenn du bereits so viele Kontakte mitbringst oder geplant hast, viel mit Freebies und Newslettermarketing zu arbeiten, dann ist Active Campaign einen Blick wert.

Social Media

Wer Content produziert, der braucht auch die Möglichkeit diese zu zeigen. Das geht heutzutage ganz einfach über Social Media.

Daher solltest du dir ein (!) soziales Netzwerk aussuchen über das du deine Inhalte distribuieren kannst. Social Media ist nicht dazu da, einfach deine Inhalte zu bewerben, sondern um sich auszutauschen (deshalb auch SOCIAL Media ;)) und eine Community aufzubauen. Daher funktioniert stumpfes Posten deiner Inhalte auch nicht.

Social Media beansprucht – ganz besonders am Anfang – eine Menge Zeit und da wir hier von lean, also von einem schlanken und einfachen Konstrukt sprechen, solltest du dich hier nicht zu breit aufstellen. Ein soziales Netzwerk reicht erstmal. Allerdings sollte es das Richtige sein.

Redaktionsplan und Planungstools

Nachdem die technische Grundlage für den Start ins Content Marketing geschaffen wurde, kann es dann auch an die eigentliche Sache gehen: deine Inhalte!

Als Solopreneur kenne ich es selbst, man hat wenig Zeit und auch nicht das Budget die Erstellung von Content auszulagern (oder möchte das auch gar nicht). Daher ist es essentiell, dass du deine Inhalte gut planst, damit du nicht direkt am Anfang in Stress verfällst und das Content Marketing gleich wieder an den Nagel hängst.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, keine Termine zu vergessen und deine Inhalte organisiert und sinnvoll zu erstellen, lohnt es sich einen Redaktionsplan anzulegen.

Je nachdem welches soziale Netzwerk du dir für den Anfang ausgesucht hast, kannst du dir hier die Arbeit auch ein wenig vereinfachen indem du zu Planungstools greifst. Zwar kannst du hier einstellen, welche Beiträge wann und wo veröffentlicht werden sollen, aber die eigentliche Arbeit – nämlich die Interaktion mit anderen – nimmt dir das Tool (zum Glück) nicht ab.

Zusammenfassung

Content Management ist komplex, aber du kannst auch ganz easy starten. Was du dafür brauchst sind fünf einfach Schritte:

  1. Eine eigene Plattform über die du deine Inhalte veröffentlichst. Du bleibst autark, egal was Facebook & Co. gerade so machen. Deine eigene Seite ist und wird mit der Zeit immer Zeit immer stärker das Herzstück deines Online-Business.
  2. Wie deine Inhalte ankommen und was auf deiner Seite passiert, solltest du genaustens auswerten können. Daher solltest du deine Website mit einem Trackingtool analysieren.
  3. Mit einem Newslettertool kannst du bereits vor dem Launch deiner Website damit starten, Abonnenten zu sammeln. Auch auf deiner Website solltest du damit so fix es geht starten. Dafür brauchst du (noch) kein Freebie oder Leadmagneten.
  4. Such dir einen Social-Media-Kanal aus über den du deine Community aufbaust und auch deinen Content teilen kannst.
  5. Damit die Arbeit des Content Marketings nicht gleich zu Beginn in Stress ausartet, erstell einen Redaktionsplan und spare Zeit indem du Planungstools nutzt.

Du hast jetzt total Lust mit Content Marketing zu starten, aber hast noch keine konkreten Ideen, was du überhaupt zu Inhalte erstellen könntest?  Dann hol dir meine “100 Contentideen für dein Business” als kostenlosen Download.

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Wie man Content strategisch mehrfach benutzt – 20 Ideen für Content Recycling https://lenawingen.de/content-mehrfach-benutzen/ https://lenawingen.de/content-mehrfach-benutzen/#respond Thu, 09 May 2019 04:30:37 +0000 https://lenawingen.de/?p=25905 Der Beitrag Wie man Content strategisch mehrfach benutzt – 20 Ideen für Content Recycling erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Kann man Content eigentlich mehrfach verwenden? Diese Frage wird sich wohl jeder, der Content Marketing bereits nutzt, gestellt haben. Denn es ist gar nicht so leicht, ständig etwas Neues zu produzieren.

Manchmal fehlt schlicht die Idee, manchmal auch die Zeit. Und dann wären da ja noch die eigenen und die Ansprüche der Leser: Content braucht Mehrwert und muss einmalig sein. Sonst kann man sich die Arbeit auch sparen.

Da ist der Gedanke Inhalte einfach zu recyceln doch sehr verlockend. Aber ist das sinnvoll und wie kann man Content wiederverwenden?

Darf und sollte man Content wiederverwenden?

Immer wieder passiert es, dass ich ein und denselben Content auf zwei Plattformen, beispielsweise auf Facebook und auf LinkedIn, sehe. Das ist nicht die Art von “Wiederverwendung” von der ich hier spreche. Dieses Vorgehen nennt sich Crossposting oder Multiposting. Hanna Stockhaus, Director Online Marketing bei morefire erklärt bündig, warum diese Methode weder Zeit spart oder effektiv ist. Als seriöser Unternehmer mit einem qualitativen Anspruch, sollte man von der Strategie die Finger lassen.

Content wieder zu nutzen, man spricht hier auch von Content Recycling, zielt darauf ab, dass bereits vorhandene Inhalte genutzt werden um daraus etwas Neues zu kreieren. Das kann auf mehreren Wegen geschehen. Dazu aber später mehr.

Es spricht nichts dagegen Inhalte mehrfach zu werden. Natürlich braucht es immer wieder frischen Wind und man darf Content Recycling nicht als Ersatz für die Produktion von neuen Inhalten sehen. Aber ältere Beiträge sind das Kernstück einer jeden Content Strategie und machen (meist) den Großteil des Traffic aus.

Neue Publikationen bringen mit der Zeit immer weniger Traffic. Das liegt am “Content Shock”. Einem Phänomen, das beschreibt, dass neue Inhalte im Durchschnitt immer weniger Aufmerksamkeit erhalten. Es werden mehr Inhalte produziert, als Menschen konsumieren und verarbeiten können. Daher ist es sinnvoll, ältere Inhalte mehrfach zu nutzen.

Welche Vorteile bringt die Wiederverwendung von Content?

Ältere Inhalte sind der Kern deines Content Marketings. Durch Recycling pflegst du diesen strategisch. Dadurch optimierst du deinen Content und richtest ihn an deiner Zielgruppe aus. Die Qualität deiner Inhalte nimmt zu.

Zwangsläufig hilft die die erneute Nutzung von Inhalten aber auch dabei mehr Traffic zu generieren. Zum einen, da ein überarbeiteter Inhalt neu veröffentlicht werden kann und alleine damit bereits einige neue Leser anziehen wird, aber auch weil du durch Content Recycling einen Inhalt nicht nur einmal zur Vermarktung nutzen kannst, sondern vielfach.

Das spart Zeit. Neue Inhalte zu erschaffen, ist immer mit viel Aufwand verbunden. Meist steht eine eingehende Recherche an erster Stelle. Dann muss der Inhalt auch erstmal produziert werden. Nicht zu vergessen der letzte Feinschliff vor der Veröffentlichung. Bei bereits bestehenden Inhalten sind diese Dinge bereits erledigt. Daher ist Content Recycling mit wesentlich weniger Aufwand verbunden als die Neuproduktion.

Ein Vorteil, der auf den ersten Blick vielleicht sehr technisch scheint, aber vor allem für die Nutzerfreundlichkeit deiner Inhalte sorgt, ist eine verbesserte Linkstruktur. Indem du Inhalte wiederverwendest und optimierst, hast du die Möglichkeit neuere Artikel zu verlinken. Das mag nicht nur die Suchmaschine, sondern vor allem der Leser. Denn eine gute Linkstruktur hilft dabei Themen komplexer verstehen zu können. (Das ist ja auch das tolle an Wikipedia Hier kann man einfach auf den Link klicken um mehr zu einem Thema zu erfahren.)

Welche Inhalte kann man recyceln?

Du siehst, dass es sehr empfehlenswert ist, Inhalte mehrfach zu benutzen. Aber vielleicht stellst du dir die Frage, welche Inhalte man recyceln sollte und wie das Ganze überhaupt funktioniert?

Bevor du damit beginnen kannst, Inhalte wiederzuverwerten, musst du erst einmal ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen:

  • Wer Recyceln möchte, sollte bereits eine gewisse Anzahl an (Evergreen) Inhalten erstellt haben. Zum einen weil die Frequenz der Wiederholungen sonst zu häufig wird. Zum anderen weil man gewisse Erfahrungswerte und auch KPIs braucht, damit man Inhalte überhaupt zielorientiert verbessern kann.
  • Der vorhandene Inhalt existiert bereits eine Weile. Wenn Content noch zu neu ist, ist es schwierig Kennzahlen auszuwerten. Denn eine wirkliche Tendenz zeigt sich erst mit der Zeit. Auch ist nicht messbar, ob eine Optimierung überhaupt eine Wirkung hat, wenn der Inhalt noch zu frisch ist.
  • Du trackst deine Inhalte und hast vollen Zugriff auf die Auswertung, z.B. über Google Analytics.

Wer diese drei Voraussetzungen erfüllt, der kann Content Recycling für sich nutzen. Allerdings funktioniert auch diese Methode nicht ohne Strategie. Einfach alle jemals erstellten Inhalte wieder aus zu buddeln, ist keine gute Idee. Zum einen wäre es wohl recht ineffizent, zum anderen verbessert sich so auch nicht die Gesamtqualität deines Content Managements. Bevor du starten kannst, musst du daher analysieren, welche Inhalte das Potenzial für Content Recycling haben und wie du diese verbessern kannst.

Content analysieren und optimieren

Nicht jeder Inhalt hat das Potenzial wieder verwendet zu werden. Mit einer einfachen Analyse kannst du jedoch herausfinden, welche Inhalte sich eignen. Ein weiterer Vorteil der Analyse ist, dass du herausfinden kannst, wie genau du deine Inhalte optimieren solltest. Denn bevor es an die erneute Nutzung geht, solltest du das deinen Inhalt auf jeden Fall nochmal optimieren. Wie stark eine solche Überarbeitung ausfällt, hängt von dem Ergebnis der Analyse ab. Je nachdem, wo der Inhalt Schwächen hat, wird optimiert.

Eine grundsätzliche Überarbeitung sollte aber bei jedem Artikel, der wiederverwendet werden soll, gemacht werden. Zahlen, Daten und Fakten sollten auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch Gesetzesänderung oder neue Regelungen bei Fristen, neue Erkenntnisse und Studien können aktualisiert und eingebracht werden. Zudem sollten alle Links in einem Artikel vor der Wiederverwendung geprüft werden. Weitere Veränderungen hängen davon ab, wie der Inhalt in der Analyse eingestuft wurde.

Wie funktioniert die Analyse und wie optimiere ich Content?

Das Ziel sollte immer sein mit einem Inhalt möglichst viel Traffic und eine hohe Conversion zu erzielen. Daher solltest du dir genau diese Kennzahlen zu jedem einzelnen Artikel ansehen.

Natürlich ist “viel” immer relativ. Am besten beginnst du daher mit den Artikeln, die die höchsten Zugriffszahlen haben und/oder am besten convertieren. Wenn du diese Kennwerte für jeden einzelnen Inhalt auswertest und in eine Matrix einträgst, erhältst du eine sehr genaue Übersicht, welche Inhalte Potenzial haben und wie du diese optimieren kannst:

Goldstücke

Goldstücke sind deine besten Inhalte. Sie bringen viel Traffic, haben aber auch eine hohe Conversions-Rate. An diesen Inhalten solltest du nichts mehr verändern, außer einer grundsätzlichen Überarbeitung. Da der Inhalt aber so beliebt ist, wie wäre es mit einer Fortsetzung? Ziel der Optimierung ist es, auch andere Artikel zu solchen Goldstücken zu transformieren.

Traffic-Giants

Traffic-Giants sind die Artikel, die viele Besucher anziehen, aber (noch) nicht gut convertieren. Diese Artikel eignen sich hervorragend für eine Optimierung. Zunächst solltest du eine grundlegende Überarbeitung vornehmen.

Danach suchst du nach Optimierungspotenzialen bei der Content-Struktur und gügst visuelle Inhalte hinzu (Wie wäre es mit einer Infografik?). Um deine Conversion zu steigern, sollte der Inhalt möglichst konkrete Handlungsaufforderungen enthalten. Wenn das noch nicht der Fall ist, füge diese hinzu. Wenn du bereits welche hast, dann optimiere diese.

Da der Inhalt dir bereits viel Traffic bringt, biete ein Content Update in Form eines Freebies an. Dadurch erzielst du dann auch die gewünschte Conversion.

Conversion-Giants

Wenig Traffic, aber viele Conversions – das sind Conversion-Giants. Hier geht es nicht um die Optimierung hin zu mehr Handlungen durch deinen Content, sondern darum diesen Inhalt sichtbarer zu machen. Nach der grundlegenden Überarbeitung solltest du bei solchen Inhalten nochmal an die Recherche gehen. Was kannst du ergänzen? Wie kannst du deinem Inhalt noch mehr Relevanz geben? Auch die Suchmaschinenoptimierung steht hier ganz klar im Vordergrund. Dein Inhalt ist gut, aber er wird nicht gefunden. Schau also, wie du dein Keyword optimieren kannst.

Da diesem Inhalt die Aufmerksamkeit fehlt, solltest du ihn nach der Optimierung auch aktiv, z.B. über Social Media streuen. Dadurch bekommt dein Content wieder mehr Sichtbarkeit.

Bummer

Vielleicht kennst du den Ausdruck “That’s a bummer” – “Das ist Mist.” Genauso kann es auch mit deinem Content gehen. Und das passiert jedem Mal. Egal, wie gut man seine Zielgruppe und deren Wünsche und Nöte kennt. Jeder hat solche Artikel. Denn manchmal funktioniert es einfach nicht. Vielleicht hast du an deiner Zielgruppe vorbei geschrieben, vielleicht ist das Thema einfach nach einer gewissen Zeit nicht mehr relevant, vielleicht gibt es auch einfach bessere Artikel hierzu. Bummer haben weder einen hohen Traffic, noch eine gute Conversions-Rate.

Solche Artikel eignen sich nicht für die Optimierung und damit auch nicht für die Wiederverwertung. Solche Inhalte können von Grund auf neu produziert werden (das wäre dann aber ein ganz neuer Inhalt) oder gelöscht werden. So hart es klingt, aber solche Inhalte haben keine Relevanz und werden von deiner Zielgruppe nicht konsumiert. Grundsätzlich belasten sie nur deine Website, sorgen für weniger Speicherkapazitäten und verschwenden im schlimmsten Fall deine Aufmerksamkeit.

Wie kann man Content recyceln?

Nachdem man den Content analysiert und optimiert hat, geht es an die eigentliche Wiederverwendung. Hier gibt es im Grunde fünf verschiedene Möglichkeiten:

1. Neuveröffentlichung

Der schnellste Weg um Inhalte zu recyceln, ist eine Neuveröffentlichung. Du überarbeitest deinen Inhalt und publiziert ihn neu. Er erscheint also in deinem Blog wieder ganz vorne. Da es einige Leser geben wird, die den Inhalt schon kennen, solltest du eine Neuveröffentlichung immer kennzeichnen.

Sonst fühlen sich deine Rezipienten schnell veräppelt. Schreib einfach hin, dass es sich um einen Artikel aus dem Archiv handelt oder wann der Artikel das erste erste Mal veröffentlicht wurde. Aber Achtung: Der Artikel behält seine ursprüngliche URL.

2. Verkleinern

Wenn du Content hast, der sehr umfangreich ist (z.B. ein Buch, ein E-Book oder eine Präsentation), kannst du diesen kleiner machen. Aus einem Buch kannst du ein E-Book machen, dass vielleicht nur einen Aspekt des Buchs beinhaltet. Aus einem E-Book eine Präsentation. Aus einer Präsentation ein Blogartikel usw. Diese Methode kannst du anwenden bis hin zu Micro-Content, also einzelnen Zitaten oder Bildern mit Headlines.

3. Zusammenfassen

Genau andersherum als beim Downsizen geht es bei der Zusammenfassung. Hier nimmt man einfache Content-Stücke und packt diese zusammen, so dass daraus ein größeres Content-Element wird. Mehrere Blogartikel kann man so zum Beispiel in einen Mini-Kurs verwandeln. Oder aus einem Artikel einen Vortrag entwickeln.

4. Micro-Content erstellen

Wenn du deinen Inhalt nicht Schritt für Schritt verkleinern möchtest, kannst du auch gleich mit Micro-Content arbeiten. Micro-Content ist die kleinste Einheit, in der dein Content bestehen kann. Zum Beispiel ein Bild, eine einzelne Überschrift oder ein Zitat. Micro-Content muss für sich alleine stehen können. Es muss zwar nicht gleich alles erklärt werden, aber man sollte anhand des Micro-Contents schon verstehen, worum es geht. Micro-Content muss also alleine stehen können.

5. Bestehendes Format ändern

Eine ebenfalls recht einfache, aber effektive Weise Content wiederzuverwenden, ist das bestehende Format zu ändern. Aus einem Text kann man so zum Beispiel einen Podcast oder ein Video machen. Dadurch können andere Kanäle genutzt und eine breitere Zielgruppe angesprochen werden.

20 Ideen, wie man Content recyceln kann:

Content kuratieren (Eigen, oder Fremden) z.B. in einer monatlichen Zusammenfassung / Newsletter

Eine beliebte Art Inhalte wiederzuverwenden, ist eine monatliche, wöchentliche oder jährliche Zusammenfassung. Das kann in Form eines Artikels, eines Newsletters oder auch einem Post auf Social Media sein. So kannst du deinen Content kuratieren, oder auch fremde Inhalte zusammenfassend darstellen.

Präsentation für SlideShare erstellen

Wenn du viele Informationen hast, dann kreiere doch eine Präsentation für SlideShare, die einen deiner Inhalte noch ein wenig ausführlicher darstellt. Über einen CtA kannst du dann auch die Personen, die die Präsentationen schauen auf deine Website holen.

Summary Posts

Eine fast schon vergessene Art des Content Recyclings sind Summary Posts. Meist enthalten Posts nur einen Link (zum neusten Blogartikel oder dem neuesten Produkt). In Summary Posts werden hingegen verschiedene Quellen verlinkt um dem Lesern ein möglichst umfassendes Bild zu bieten. Statt alle Quellen zu einem Thema zu recherchieren, bietest du ihnen diesen Service bereits an und kreierst damit selbst einen neuen Inhalt.

Micro Content aus Social Media Postings kreieren

Aus Social Media Posts lassen sich im Handumdrehen Micro-Posts erstellen. Nimm beispielsweise eine Headline und mach daraus eine kleine Grafik mit diesem Text.

Beste Beiträge zu einem E-Book oder Whitepaper machen

Fass deine besten Beiträge zusammen und biete so noch ein wenig mehr Mehrwert. Zum Beispiel in Form eines E-Books oder Whitepaper.

Gastartikel auf Basis von eigenem Content erstellen

Wenn du für einen Gastartikel angefragt wirst, solltest du mit hochwertigem Content glänzen. Aber keine Sorge, das Rad musst du nicht neu erfinden. Du kannst auch einen neuen Artikel auf Grundlage von bereits bei dir veröffentlichten Inhalten schreiben.

Bestehenden Content erweitern

Hast du Inhalte, die zwar gut, aber noch ein wenig besser werden könnten? Dann versuch diesen Content zu erweitern.

Vertone deinen Content

Aus einem Text oder Video lässt sich ohne großen Aufwand ein gutes Audio erstellen. Audio-Content ist besonders toll, denn der Hörer muss zwar immer mit einem Ohr bei dir bleiben – er ist aber nicht an einen Bildschirm gefesselt.

Verfilme deinen Content

Auch Videoinhalte sind sehr beliebt. So kannst du aus einem Text auch ein Video machen. Dabei gibt es viele kreative Möglichkeit. Klassischerweise kannst du etwas erklären und dabei in die Kamera sprechen. Effektiver ist es aber dein Gesprochenes auch visuell zu hinterlegen. Lass deine Kreativität einfach freien Lauf.

Gestalte eine Infografik

Infografiken fallen auf! Das belegen auch die Zahlen. Denn Infografiken werden mindestens 3x so häufig geklickt, wie jeder andere Inhalt. Zudem lassen sie sich vielfältig verwenden und gehen auf die Zeitknappheit der deiner Leser ein. Hier lässt sich viel Content auf einen Blick erfassen.

Mach einen Throwback-Day

Eine bewährte Art Inhalte zu recyceln, ist ein Throwback-Day zu machen. Du nimmst einfach Content aus vergangenen Tage und zeigst diesen mit dem Hinweis daraus, dass es sich um ein Throwback handelt. Besonders lustig, ist dies auf Instagram, wo man alte Bilder zu diesem Anlass teilen kann.

Gestalte Pinterest-Pin

Pinterest, ist eine großartige Möglichkeit für mehr Traffic. Dazu gestaltest du eigene Pins und teilst diese auf deinen Pinnwänden. Aus einem Inhalt lassen sich zig verschiedene Pins mit unterschiedlichen Designs, Inhalten, Bildern, Grafiken und Co. erstellen.

Verwandle deine Inhalte in ein “FAQ“

Umfangreiche Inhalte lassen sich auch super zu einem FAQ zusammenstellen. Viele Fragen, die deine Kunden haben, kann man vorab als Frequently Asked Quentions zusammenfassen. Die Antworten dazu finden sich bestimmt bereits in deinen Inhalten, oder? Das ist nicht nur kundenfreundlich, sondern auch effizient.

Erstell ein PDF

Wieso soll ich ein PDF erstellen, fragst du dich? Naja, ein Blogartikel ist online und jeder Zeit verfügbar. Ein PDF kann genutzt werden um Inhalte künstlich zu verknappen und als Leadmagnet eingesetzt zu werden. Aber der größte Vorteil liegt darin, dass der potenzielle Kunde sich etwas herunterlädt. Von deiner Website ist er in ein paar Sekunden verschwunden und kommt vielleicht auch nie mehr wieder. Aber dein PDF hat er wahrscheinlich noch eine ganze Weile auf seinem Laptop. So bleibst du in Erinnerung.

Erstell eine Serie

Oft baut dein Content aufeinander auf. Nutze das und fasse die Inhalte zu einer Serie zusammen.

Gehe näher ins Detail

Wenn du Content hast, der gut bei deiner Zielgruppe ankommt, dann schreib eine Fortsetzung, in der du spezifischer ins Detail gehst.

Erstell einen Listen-Post oder PillarPage

Das Wikipedia toll ist, weiß wohl jeder der in den letzten 20 Jahren zur Schule gegangen ist oder studiert hat. Aber was macht die Seite eigentlich so toll? Na klar – die vielen Verlinkungen. Übersichtlich findet man alles zu einem Thema und man kann immer tiefer darin eintauchen. Auch das kannst du beim Content Recycling machen. Erstell einen Beitrag der alle interessanten Artikel zu einem Thema übersichtlich darstellt

Erstell eine Mind-Map

Auch durch eine Mind-Map kannst du deinen Content recyceln. Mind-Maps sind übersichtlich und als Grafik kannst du diese auf vielen Plattformen teilen.

Gestalte ein Meme

Je nachdem was für Inhalte du hast, kannst auch ein lustiges Meme erstellen.

Erstelle einen EMail-Kurs

Anstelle einer Serie kannst du aus deinen Inhalten auch einen Email-Kurs machen.

Gehört Content Recycling bereits zu deiner Content Strategie oder ist das ganze neu für dich? Hast du Anregungen, wie man Content außerdem noch wiederverwenden kann? Dann lass einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag da.

Der Beitrag Wie man Content strategisch mehrfach benutzt – 20 Ideen für Content Recycling erschien zuerst auf Lena Wingen.

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Was ist Content Marketing? https://lenawingen.de/was-ist-content-marketing/ https://lenawingen.de/was-ist-content-marketing/#comments Thu, 02 May 2019 04:30:19 +0000 https://lenawingen.de/?p=14324 Der Beitrag Was ist Content Marketing? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Wenn es sowas wie einen Marketing-Trend gibt, dann würde es ganz sicher Content Marketing sein. “Content is King!” heißt es an dieser Stelle immer. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff Content Marketing? Warum ist die Methode sowohl bei Solopreneuren, Mittelständlern und auch internationalen Konzernen beliebt? Welche Chancen und Risiken bieten sich und für wen eignet sich Content Marketing besonders?

Content Marketing – Einfach erklärt

Content Marketing ist eine Methode zur Vermarktung bei der nützliche Inhalte (z.B. Blogartikel, wie dieser hier) bereit gestellt werden, um potenzielle Kunden anzuziehen. Anders als im klassischen Marketing wird beim Content Marketing nicht mit Werbebotschaften gearbeitet. Der Content bietet dem Kunden Informationen zu einem bestimmten Thema. Der potenzielle Kunde bekommt ein Gefühl von der Herangehensweise, der Expertise und der Art des Unternehmens. Er baut Vertrauen auf und ein Kauf beim Unternehmen wird wahrscheinlicher. Der zur Verfügung gestellte Content ist in der Regel kostenlos.

Ziele des Content Marketings

Content Marketing verfolgt vier Ziele:
  • Positionierung
  • Aufbau der Expertise
  • Kundengewinnung
  • Kundenbindung
Alle vier Ziele können durch den Einsatz von überzeugendem Content erzielt werden. Jedoch sind die Ziele wie eine Treppenleiter zu verstehen. Erst wer sich eine Positionierung mit einem echten Alleinstellungsmerkmal (USP) erarbeitet hat, kann damit beginnen, die eigene Expertise nach außen zu kommunizieren. Menschen kaufen bei Menschen von denen sie denken, dass sie ihnen helfen können. In aller Regel sind das Experten ihres Fachs. Denn natürlich möchte man nicht irgendwen sondern den Besten. Content Marketing hilft potenziellen Kunden dabei sich ein eigenes Bild von der Expertise zu machen. Sie bekommen Einblicke in die Herangehensweise und die Aufarbeitung eines Themas. Wer durch seine Expertise überzeugt und mit seinen Inhalten zeigt, dass er die Probleme des Kunden verstanden hat, der gewinnt durch Content Marketing Kunden. Die Methode Content Marketing ist nämlich viel mehr als nur der Ruf nach Aufmerksamkeit. Die erstellten Inhalte begleiten den Kunden idealerweise von Anfang bis zum Ende seines Kaufentscheidungsprozesses. Dass heißt von der ersten Suche nach einer Problemlösung bis hin zum Kauf (Customer Journey). “Wer einmal kauft und zu Frieden ist, der kauft immer wieder”, heißt es im Volksmund. Content Marketing sorgt dafür, dass der Kunde dich auch nicht vergisst, nachdem er bei dir gekauft hat. Denn die größte Schwierigkeit besteht darin, dem Kunden auch nach dem Kauf im Gedächtnis zu bleiben. Durch immer frische Inhalte kann die Kundenbindung jedoch gewährleistet werden. Auch ein Upselling ist durch Content Marketing möglich.

Content Marketing kostet Zeit

Wo es viele Vorteile gibt, da gibt es auch immer ein paar Nachteile. Content Marketing beispielsweise erfordert viel Zeit. Denn gute Inhalte lassen sich nicht einfach in kurzer Zeit produzieren. Zudem ist es erforderlich (zunächst) kontinuierlich frische Inhalte bereitzustellen. Man investiert also nicht nur einmalig Zeit, sondern kontinuierlich. Pro Woche kommen hier locker mehrere Arbeitsstunden zusammen. Neben der reinen Produktion von Content darf aber auch der Aufwand für die einzelne Vermarktung und die zwischenzeitliche Pflege und Überarbeitung (man will schließlich up to Date sein) nicht vergessen werden.

Die Erstellung von Content bedarf einer gewissen Expertise

Neben dem hohen Zeitaufwand bedarf die Contenterstellung auch einer gewissen Expertise. Nicht jeder Mensch kann guten Content von Haus aus erstellen. Schreiben, Sprechen oder vor der Kamera zu agieren, ist schließlich nicht jedermanns Sache und muss im Zweifel auch erst einmal gelernt werden. Hier sind Kosten für einen guten Coach und ein Zeitpuffer einzukalkulieren.

Durchdringbarkeit durch digitalen Overkill geht zunehmend zurück

Wir befinden uns in einer Zeit des digitalen Overkills. Das Angebot an Informationen, Produkten, Entertainment und Dienstleistungen ist schier unerschöpflich. Was auf der einen Seite positiv klingt, ist auf der anderen Seite ein großes Problem für die Aufmerksamkeitsspanne der Leser, Hörer und Zuschauer. Das Überangebot macht es gerade Solopreneuren zusehends schwerer bis zum Kunden durch zu dringen. Auch die Anwendbarkeit von Content Marketing wird immer schwerer. Inhalte müssen, damit sie überhaupt beachtet werden, von extrem guter Qualität sein und zudem spezifische Problemstellungen lösen (Positionierung). Nur gute Inhalte zu produzieren, reicht nicht mehr aus. Content muss sich – auch alleinstehend – von dem anderer Anbieter absetzen. Nur so kann Content Marketing heute noch funktionieren.

Content Vermarktung ist komplex

Neben der reinen Erstellung von Content darf natürlich auch die Vermarktung dieser nicht fehlen. Wer mit dem Bereich des Content Marketings noch nicht so vertraut ist, der wird zunächst von einer Vielzahl von Möglichkeiten erschlagen. Die zur Auswahl stehenden Möglichkeiten können nicht einfach frei gewählt werden, sondern sollten so ausgesucht werden, dass die Zielgruppe am besten erreicht wird. Zusätzlich müssen auch alle ausgewählten Maßnahmen perfekt zusammen spielen. Dadurch entsteht ein komplexes Netz, indem sich Neueinsteiger erst einmal zurechtfinden müssen.

Content Marketing hat minimale Streuverluste

Neben all den genannten “negativen” oder zu beachtenden Faktoren, bietet das Content Marketing aber auch viele Vorteile. Aufgrund der hohen Orientierung an den Problemen, Sorgen und Nöten der Zielgruppe, sind die erstellten Inhalte sehr nutzerorientiert. Man erreicht dadurch die zuvor definierte Zielgruppe. Im Gegensatz zu werblichen Inhalten werden mit Content nur eine ganz klare Gruppe von Menschen angesprochen. Hohe Streuverluste, wie bei Werbung, hat man so nicht. Selbst extrem gutes Zielgruppen-Targeting, wie beispielsweise bei der Erstellung einer Facebook Anzeige, hat größere Streuverluste. Das Phänomen ist leicht zu erklären: Bei geschalteten Werbeanzeigen werden diese dem potenziellen Kunden, der sich für das Thema interessieren könnte, angezeigt. Bei Content Marketing werden die Inhalte so platziert, dass nur Personen, die das Thema wirklich interessiert, auch darauf landen.

Viel Reichweite mit geringen Kosten

Content Marketing ist erst einmal kostenlos. Es muss kein großes Werbebudget zur Verfügung stehen und auch die Inhalte selbst können (bis zu einem gewissen Punkt), ohne Anzeigenschaltungen vermarktet werden. Content Marketing bietet viel Reichweite für geringe Kosten. Nicht zu vergessen ist aber, dass Content Marketing Zeit braucht. Man benötigt Zeit zur Planung, Erstellung, anschließender Vermarktung und Pflege. Bei uns Solopreneuren geht diese Zeit von unserer zur Verfügung stehenden Arbeitszeit ab. Wir investieren also statt Geld unsere Zeit. In Unternehmen kostet es den Arbeitgeber den anteiligen Mitarbeiterlohn, den dieser benötigt um die Inhalte zu erstellen. Dennoch ist Content Marketing alternativlos. Zu diesen geringen Kosten erhält man (guten Content vorausgesetzt) eine große Reichweite, die ansonsten nur durch Anzeigenschaltung und damit unter Einsatz eines großen Budgets möglich wäre.

Hohe Aufmerksamkeit der Konsumenten

Wie bereits vorab angemerkt, befinden wir uns im digitalen Overkill. Das bedeutet es wird immer schwieriger durch Content Marketing bis zum potenziellen Kunden durch zu dringen. Sollte das aber gelungen sein, wird der Inhalte mit einer viel höheren Aufmerksamkeit konsumiert, als beispielsweise eine Werbeanzeige. Denn anders als eine Werbebotschaft vermittelt Content eine spezifische Lösung für ein Problem. Das kann eine bestimmte Information sein (zum Beispiel “Was ist Content Marketing eigentlich?”), eine Schritt für Schritt für Schritt Anleitung oder auch einfach ein Inhalt der unterhält. Egal welche Art der Inhalt entspricht, der Konsument schenkt ihm Aufmerksamkeit. Und genau das ist die große Chance. Wer an dieser Stelle mit guten Inhalten punktet, der wird im Gedächtnis bleiben und hat den ersten Schritt zum Verkauf gemacht.

Content Marketing schafft Vertrauen

Der größte Vorteil des Content Marketings liegt aber in der hohen Vertrauensbildung. Vertrauen ist der Grundstein für den Verkauf. Akquise, die versucht unmittelbar zum Abschluss zu kommen, ist das Onenightstand der Verkaufsstrategien. Content Marketing hingegen ist eine langjährige, glückliche Beziehung. Denn es geht nicht darum direkt zum Abschluss zu kommen, sondern langfristig eine vertrauensvolle Basis aufzubauen. Bis zum Kaufabschluss braucht es durchschnittlich sieben Touchpoints. Diese Touchpoints können durch die hohe Nutzerorientierung beim Content Marketing leicht gesteuert werden. Je mehr ein potenzieller Kunde konsumiert, umso näher bringt es ihn zur Kaufentscheidung. Denn die emotionale Bindung, also dass was den potenziellen Kunden mit dem Unternehmen verbindet, wird von Mal zu Mal gestärkt. Umso stärker die Bindung und das Vertrauen, umso wahrscheinlicher wird ein Kaufabschluss. Interessant ist, dass das Vertrauen der wichtigste Entscheidungsfaktor für den Kaufabschluss ist. Es kommt demnach nicht immer auf den Preis an. Wer sich ein hohes Vertrauen erarbeitet, der muss sich nicht dem Preiskampf stellen.

Für wen eignet sich Content Marketing?

Content Marketing wird von allen Branchen und von jeder Art von Unternehmen, egal ob klein oder groß, genutzt. Das ist verständlich, denn wer möchte nicht durch relativ wenig Budgeteinsatz eine hohe Reichweite? Dabei muss man aber unterscheiden, wie groß der Aufwand für die Produktion ist. Große Unternehmen haben meist ein ganzes Team (oder eine beauftragte Agentur), die mit der Contenterstellung und -entwicklung beschäftigt ist. Dennoch kann ich Content Marketing vor allem Solopreneuren empfehlen. Denn allen voran sollten Einzelunternehmer die Möglichkeit nutzen sich einen eigenen Kanal zu schaffen, um die eigenen Interessen zu kommunizieren – ohne ein großes Werbebudget im Hintergrund. Content Marketing muss nicht heißen, aufwendig zu produzieren, sondern mit den zur Verfügung stehenden Mitteln qualitative Inhalte zu erstellen. Alleine ein Blog, wie dieser, zeigt klar, welche Themenschwerpunkte man setzt, wo man Experte ist und wer die Zielgruppe ist. Einfacherer als über Content Marketing kann man nicht an seinem Image arbeiten, sich positionieren und (vor allem online) sichtbar werden. Dabei wird vor allem die eigene Zielgruppe ohne große Streuverluste angesprochen. Content Marketing dient auch als Referenz für das eigene Können, vor allem wenn man sich als Solopreneur nicht mit namenhaften Kundenreferenzen schmücken kann.

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Konzept schreiben – so geht es richtig https://lenawingen.de/konzept-schreiben/ https://lenawingen.de/konzept-schreiben/#respond Thu, 13 Dec 2018 05:30:33 +0000 https://lenawingen.de/?p=998 Der Beitrag Konzept schreiben – so geht es richtig erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Für jeden Unternehmer kommt der Tag an dem er das erste Konzept schreiben muss. Meist ist das erste zu erstellende Konzept der Businessplan, der jedem Gründer einen Plan von der eigenen Business-Idee gibt oder möglichen Geldgebern Einblicke in das Konzept.

Der Businessplan ist ein ganz spezielles Konzept. Dennoch beruht auch er auf einem ähnlichen Aufbau wie andere Konzepte. Wer glaubt, dass er nach dem Businessplan nie wieder ein Konzept erstellen muss, der irrt. Denn neben Konzepten für das eigene Business ist es in vielen Branchen üblich für Projekte ebenfalls ein Konzept zu erstellen.

Was ist ein Konzept?

Um ein gutes Konzept zu schreiben, muss man zunächst verstehen, was ein Konzept überhaupt ist. Konzept leitet sich vom lateinischen „conceptum“ ab, was so viel bedeutet, wie „das Zusammengefasste“. Und genau darum geht es bei einem Konzept auch: Alles Wesentliche sollte strukturiert und auf den Punkt gebracht in einem Dokument zusammengefasst werden.

Wozu sollte man ein Konzept schreiben?

In aller Regel möchtest du mit einem Konzept jemanden überzeugen und für deine Sache gewinnen. Das kann der Bankberater sein, ein möglicher Businesspartner oder auch einfach der eigene Chef, wenn du in einem Unternehmen etwas verändern möchten. Ein Konzept kann jedoch auch Sinn machen, wenn du eine größere Veränderung im eigenen Unternehmen planst. Für Konzepte gibt es viele Anlässe.

Grundsätzlich sollte ein Konzept an erste Stelle übersichtlich und kompakt alle relevanten Informationen enthalten. Denn so kann dein Gegenüber schnell nachvollziehen, was deine Idee ist und wie du diese umsetzen möchten. Schreibst du an einem Konzept für den Eigengebrauch, dient das Konzept als Leitfaden und bietet einen schnellen Überblick.

Denn ein gutes Konzept bietet bereits einen möglichen Ablauf des Projekts an. Dieser ist oft nur grob skizziert und dient als Grundlage zur Erstellung eines umfassenden Projektplans. Zudem sollte das Konzept auch erste organisatorische Hinweise enthalten. Diese sind vor allem für die Machbarkeitsanalyse wertvoll. Bei der Konzeption könntest du beispielsweise feststellen, dass der Zeitaufwand die geplante Zeitspanne überschreiten würde. Hier sollte dann ein Hinweis erfolgen, dass entweder der Zeitraum verlängert werden muss oder eine zusätzliche Arbeitskraft benötigt wird.

Das Schreiben eines Konzepts ist sinnvoll, wenn man übersichtlich und kompakt alle Informationen zu einem Projekt zusammenfassen, einen erste Übersicht über den Ablauf erhalten, organisatorische Hinweise frühzeitig erkennen, eine zeitliche Planung und eine Übersicht aller Maßnahmen und des Budgets erhalten möchte.

Was macht ein gutes Konzept aus?

Wodurch unterscheidet sich ein gutes von einem schlechten Konzept? Grundsätzlich gilt auch bei der Erstellung eines Konzepts „Content is King“. Denn nur mit hochwertigen Inhalten kann man überzeugen. Zudem sollte ein Konzept eine klare Struktur und somit einen roten Faden haben.

Dazu kann man durch den Gebrauch einer klugen Dramaturgie viel erreichen. So sollte ein Konzept nicht mit einer schlechten Einschätzung in einem bestimmten Punkt enden. Das wird keinen guten Eindruck bei deinem Gegenüber hinterlassen und auch für dich selber entsteht ein schaler Eindruck, obwohl das Konzept bis auf diesen Punkt vielleicht sogar sehr gelungen ist.

Nicht zuletzt entscheidet aber auch das Auge über ein gelungenes Konzept. Um zu überzeugen, sollte auch das Layout ansprechend sein und vor allem bei der Durchschicht der Unterlagen unterstützen. So kann man beispielsweise mit farblich abgesetzten Kapiteln arbeiten oder den Blick des Lesers durch klare Absatz und den Gebrauch anderer Elemente lenken.

Neben den bereits genannten Anforderungen an ein gelungenes Konzept, kann das ZEBRA-Prinzip bieten. Die dort enthaltenen Grundsätze sollte jedes Konzept erfüllen können.

Wie strukturiert man ein Konzept?

Nachdem nun klar ist, warum ein Konzept wichtig ist und welche Prinzipien ein gutes Konzept ausmachen, geht es an den Aufbau. Dieser ist in den meisten Fällen gleich. Sollte einer der Punkte jedoch nicht passen, kann er auch weggelassen werden. Das gleich gilt natürlich für zwingend notwendige zusätzliche Informationen.

Abstract

Jeder der einen akademischen Abschluss gemacht hat, kennt diese Art der Zusammenfassung, die auf (möglichst) einer Seite die wichtigsten Punkte rund um das Projekt wiedergibt. Der Abstract dient dazu dem Leser eine Möglichkeit zu geben, sich ohne das ganze Konzept durchstöbern zu müssen, das Thema anzusehen und einen groben Überblick über die Konzeption an sich zu bekommen.

Tipp: Den Abstract schreibt man als aller letztes. Denn hierfür benötigst du alle während der Konzeption analysierten Ergebnisse und Informationen.

Aufgabenstellung

Dieser Punkt ist vor allem Relevant, wenn du eine Konzeption für einen Kunden schreibst. Meistens beruht die Aufgabenstellung auf einem ausführlichen Briefing, welches man vom Kunden erhält. In der Aufgabenstellung gibst du wieder, welche Anforderungen der Kunden gestellt hat.

Tipp: Die Aufgabenstellung solltest du gleich nach dem Briefing verfassen. Da sind die Erinnerungen noch am frischesten und die Gefahr etwas zu vergessen oder falsch wiederzugeben sind am geringsten. Hilfreich sind dabei auch Notizen, die du dir während des Briefing-Gesprächs gemacht hast. Sobald du die Aufgabenstellung schriftlich festgehalten hast, kannst du sie auch nochmals vom Kunden checken lassen, damit Fehler möglich früh erkannt und ausgebessert werden können. So beruht dein Konzeption auf validen Angaben.

Situationsbeschreibung / Ausgangslage

Wer etwas verändern möchte, muss zunächst wissen wo er steht. Denn nur so lassen sich Veränderungen umsetzen und der Fortschritt abschließend evaluieren.

Immer wieder erlebe ich, dass ein ungesunder Aktionismus dazu führt, dass die Konzeption auf der Strecke bleibt und direkt mit der Umsetzung begonnen wird – da man die Problemlösung (vermeintlich) schon kennt. Der Erfolg solcher Hau-Ruck-Aktionen ist meist nicht sonderlich groß und zudem nicht nachzuverfolgen.

Denn dafür bedarf es eines IST-SOLL-Analyse. Dabei wird der derzeitige Zustand (IST) festgehalten. In der Zielformulierung kann dann der SOLL-Zustand formuliert werden. Durch den Abgleich der Zustände kann man dann bestimmen, an welchen Stellen die Ziele bereits erreicht wurden oder wo noch etwas nachgebessert werden sollte.

Um das Bild der derzeitigen Situation zu verdichten, kann auch auf die sogenannte PUMA-Analyse zurückgegriffen werden. Dabei handelt es sich um eine Projekt-Umfeld-Analyse bei der alle Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren betrachtet werden.

Wenn Sie die Situation in allen Dimensionen beschrieben haben, kannst du zum Strategie-Teil des Konzepts übergehen.

Zielsetzung

Der Strategie-Teil eines jeden Konzept startet mit der Zielsetzung. Und so einfach wie man denkt, ist es gar nicht ein gutes Ziel zu definieren. Dass Ziele SMART formuliert werden sollten, ist mittlerweile bekannt. Hält man sich daran, erhält man bereits sehr brauchbare Ziele, die sich vor allem gut für die abschließende Erfolgsmessung eignen.

Die Zielsetzung ist einer der wichtigsten Punkte innerhalb der Konzeption. Daher sollte man sich Zeit für die Formulierung nehmen. Denn laut der Unternehmensberaterin Katja Ischebeck scheitern rund 70% aller Konzepte an einer mangelhaften Zielsetzung. Schuld daran sei eine mangelhafte Kommunikation. Daher ist es wichtig neben der Aufgabenstellung auch die Zielsetzung nochmal mit dem Kunden abzugleichen.

Neben den Zielen gehört auch die anzusprechende Zielgruppe und die zu erwartenden Auswirkungen in diesen Abschnitt. Die Auswirkungen lassen sich sehr gut im SOLL-Zustand festhalten.

Abschließend sollte die Strategie an sich dargestellt werden. Hier stehen vor allem die inhaltlichen Ziele im Vordergrund. Bei sehr komplexen Konzepten sollten zudem Prioritäten der Ziele gesetzt werden. Auch ein Zeitrahmen für die Umsetzung darf an dieser Stelle nicht fehlen.

Maßnahmen

Nachdem die Struktur im vorherigen Absatz dargelegt wurde, geht es nun an die einzelnen Maßnahmen, die dazu dienen die Ziele zu erreichen. Die Maßnahmen können einzeln oder in einem Prozess dargestellt werden. Ich würde dir die zweite Methode empfehlen, da hier gleich ein zeitlich-detaillierter Ablauf abgebildet werden kann und dadurch die Übersichtlichkeit verbessert wird. Solltest du  dich für eine einzelne Auflistung aller Maßnahmen entscheiden, musst du einen separaten Zeitablauf erstellen.

Durch die detaillieret Aufstellung aller Maßnahmen können die benötigten Ressourcen und das Budget extrahiert werden. Hierfür solltest du in Excel jeweils eine eigenständige Aufstellung erstellen. Da sich die einzelnen Posten so leichter summieren lassen und ein schnellerer Überblick gegeben ist.

Bewertung

Der Punkt Bewertung wird in vielen Konzepten nicht genutzt. Besonders wenn es sich um Kundenprojekte handelt, wird nach der Strategieentwicklung gerne mal zur abschließenden Erfolgskontrolle oder Evaluierung gesprungen.

Das ist auf einer Seite verständlich, denn durch die Analysen der Bewertung könnte sich herausstellen, dass das bisher erstelle Konzept keine Zukunft hat. Andererseits sollten Dienstleister ihren Kunden gegenüber transparent darlegen können, welche Veränderungen aber auch Risiken die Umsetzung mit sich bringt. Zudem ist das Wissen über die Machbarkeit auch für die Reputation des Dienstleisters nicht unwichtig. Denn nur durch zufriedene Kunden entsteht eine langfristig positive Reputation.

Um das bisherige Konzept und die mit der Umsetzung vorhandenen Chancen und Risiken bewerten zu können, bedarf es verschiedener Analysen. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Nicht alle sind für jedes Projekt notwendig oder sinnvoll.

Wenn du in der Situationsbeschreibung und in der Zielsetzung den IST- bzw. den SOLL-Zustand beschrieben hast, dann ist es sinnvoll an dieser Stelle die beiden Zustände einführend gegeneinander zu stellen.

Darauf folgend sollte in jedem Konzept eine ausführliche SWOT-Analyse folgen. Hier werden Chancen und Risiken, sowie Schwächen und Stärken betrachtet.

Wahlweise kannst du zudem eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellen oder wenn du verschiedene Maßnahmenpakete hast auch eine Kostenvergleichsrechnung anstellen. Sinnvoll sind in einigen Fällen auch eine Wirkungsanalyse, Nutzwertanalyse, ein Entscheidungsbaum oder eine Argumentationsbilanz (Du weißt schon, eine Liste mit Vor- und Nachteilen 😉).

Erfolgskontrolle

Im letzten Punkt deines Konzepts solltest du eingehend erläutern, wie du die Auswirkung des gesamten Projekts messen wirst. Entscheidend ist aber auch, dass du darstellen, wie du den Fortschritt der Umsetzung kontrollierst.

Damit hast du es auch schon geschafft. Ein Konzept entsteht erst mit dem Schreiben der einzelnen Abschnitte. Daher ist es auch wichtig, dass du diese aufeinander aufbaust und nicht kreuz und quer beginnst. Konzepte stehen und fallen mit guten Analysen und den daraus gezogenen Schlüssen. Geh also nicht zu verkrampft und mit einem bereits festgelegten Ausgang an das Schreiben deiner nächsten Konzeption.

Die drei häufigsten Fehler beim Konzeption schreiben

Eine gute Konzeption zu schreiben, ist eigentlich nicht schwer, wenn man den Ablauf und die Struktur kennt. Ein bisschen Übung kann auch nicht schaden. Und du wirst sehen, dass es von Mal zu Mal einfacher wird.

Dennoch gibt es immer wieder Fehler, die beim Schreiben eines Konzeptes gemacht werden:

Lösung wurde bereits vor der Analyse gefunden – Das Problem wird letztendlich nicht gelöst.

Oft hat man schon eine Problemlösung parat ohne die Analyse abzuwarten oder diese richtig auszuwerten. Das ist ganz logisch, denn unser Gehirn arbeitet nun einmal problemorientiert und vor allem effizient. Da ist die Abkürzung direkt zur Problemlösung nur logisch. Oft ist es auch wirklich so, dass nach der Analyse die erste Eingebung auch die Problemlösung ist. Aber beachte bitte, gerade wenn du ein Unternehmen nicht in Gänze kennst (was außer bei Einzelunternehmen immer der Fall ist, egal in welcher Position), kann das Problem auch ganz woanders liegen. Bevor du also eine große Änderung planst, geh immer erstmal in die Analyse und finde heraus was das Problem ist. Erst danach und einer gründlichen Zieldefinition gehst du an die eigentliche Problemlösung. Ansonsten kann es zu unangenehmen Fehlinvestitionen kommen.

Um das Problem zu verbildlichen, habe ich hier ein Beispiel aus der Praxis für dich:

Stell dir mal vor ein Lebensmittelproduzent bemerkt, dass der Absatz eines seiner Produkte stagniert bzw. in kurzer Zeit sogar rückläufig ist. Er macht sich Gedanken darüber und kommt zu dem Schluss, dass er das Produkt anpassen muss, da die Kunden es so wohl nicht mehr mögen. In großangelegten Analysen wird dann im Marketing geforscht, welche Anpassungen die Zielgruppe wohl ansprechen würden. Nach einer langen, kostspieligen Analyse kommt nun auch das der Zielgruppe angepasste Produkt auf den Markt. Und was passiert? Nichts. Der Verkauf steigt nicht wie erwartet an.

Was war schiefgelaufen? Der Lebensmittelproduzent hat den Analyseschritt vergessen und ist direkt zur Problemlösung gesprungen: Wenn der Kunde nicht mehr kauft, dann muss das Produkt geändert werden. Das ist zwar ein logischer Schluss, jedoch in diesem Fall nicht der Richtige. Denn eine eingehende Analyse hätte gezeigt, dass der Absatz nicht bei Endkunden stagniert, sondern bei den Zwischenhändlern. Noch ein wenig genauer hingeschaut, hätte man erkannt, dass der personelle Wechsel der Einkäufer dafür verantwortlich ist. Die Produktanpassung war demnach eine reine Zeit- und Kostenverschwendung, die durch eine gute Analyse vermieden hätten können.

Zeitaufwand unterschätzen

„Machen Sie mal!“, das hört man immer wieder, wenn es darum geht, ein Konzept zu schreiben. Die mangelnde Aufgabenstellung mal dahingestellt, wird bei Konzepten dieser Art auch häufig der zeitliche Aufwand unterschätzt. Da soll ein Konzept innerhalb weniger Tage fertig sein (und möglichst nichts kosten). Dabei wird häufig vergessen, dass ein gutes Konzept nicht nur ein paar Stichpunkte über das Vorhaben beinhaltet, sondern auf fundierten Analysen fußt. Zudem sollten nicht nur ein paar Informationen zusammengetragen werden, sondern alle (wirklich alle für das Projekt relevanten!). Der bei der Konzeption investierte Zeitaufwand lohnt sich. Denn dieser ist kalkulierbar. Probleme bei der Umsetzung oder ein schlechtes Ergebnis hingegen nicht. Dieses wird mit Sicherheit zeit- und auch kostenaufwendiger als ein gutes Konzept.

Zu klein denken

Mit einem Konzept willst du ein Problem lösen. Oft reichen dafür nicht nur kleine Veränderungen aus. Versuch so groß zu denken, wie es in einem realistischen Maße denkbar ist. Das bedeutet nicht, dass du dich oder das Unternehmen vollkommen überschätzen solltest. Aber ambitionierte Ziele dürfen es schon sein. Wenn du zu klein denkst und Maßnahmen in einem geringen Umfang durchführst, werden auch die Erfolge klein ausfallen oder ausbleiben, weil die Veränderung nicht groß genug ist und dadurch nicht wahrgenommen wird.

In deinem Konzept solltest du dennoch darauf achten, dass deine Idee nicht als Utopie wahrgenommen wird. Das könnte deinen Auftraggeber abschrecken oder ihre Urteilskraft in Frage stellen. Da du das bestimmt nicht möchtest, nutze die bereits genannte Dramaturgie, um deine Ideen ideal zu platzieren.

Musstest du schon mal ein Konzept schreiben oder ist das absolutes Neuland für dich? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen, ob dir meine „Anleitung“ geholfen hat oder dir noch Punkte fehlen.

 

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Wie erstellt man einen Redaktionsplan? https://lenawingen.de/wie-erstellt-man-einen-redaktionsplan/ https://lenawingen.de/wie-erstellt-man-einen-redaktionsplan/#respond Fri, 06 Jul 2018 04:30:46 +0000 https://lenawingen.de/?p=4947 Der Beitrag Wie erstellt man einen Redaktionsplan? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

In meinem Blogartikel „5 Gründe, warum du deine Social-Media-Beiträge planen solltest“, habe ich bereits erklärt warum es entspannend und qualitätsfördernd ist, Beiträge für Social-Media zu planen.

Wie man seine Beiträge planen kann, wie man Themen findet und alles in einem Redaktionsplan festhält, erkläre ich in diesem Artikel.

Kanäle aussuchen

Bevor du dich an die inhaltliche Planung machst, musst du sich zunächst einmal überlegen, welche Social-Media-Kanäle sie überhaupt nutzen wollen. Auch wenn du bereits den einen oder anderen Kanal nutztst, solltest du zu Beginn einer neuen Planung darüber nachdenken, ob du die Kanäle weiter so nutzen willst, wie bisher oder etwas ändern.

Welche Kanäle du nutzen solltest, kommt auf deine Branche und deine Zielgruppe an. Die Nutzer der Kanäle müssen eine gewisse Schnittmenge mit der Zielgruppe deines Unternehmens aufweisen. Die Nutzergruppe von Facebook ist beispielsweise bei weitem älter als die Nutzer von Instagram oder Snapchat. Bei Instagram sind mehr Frauen aktiv als Männer. Solche und andere Grundzahlen können ausschlaggebend dafür sein, welchen Kanal du für dein Unternehmen nutzen solltest. Du solltest dich bei der Auswahl nicht von eigenen Präferenzen leiten lassen. Denn auch wenn du Instagram lieben, muss es nicht der richtige Kanal für dein Unternehmen sein.

Frequenz festlegen

Nachdem du dir darüber klar geworden bist, welche Kanäle du nutzen willst, solltest du festlegen, wie oft du auf den einzelnen Kanälen posten möchtest. Die Anzahl richtet sich an erster Stelle nach der üblichen Frequenz des Kanals. Bei Twitter ist die Frequenz beispielsweise deutlich höher als bei Facebook oder LinkedIn.

Wie hoch die Frequenz letztendlich ist, solltest du aber dem anpassen, was für dich machbar ist. Leg einen Rahmen fest, wie oft du minimal und maximal posten möchtest und kannst.

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, wie oft man auf den einzelnen Kanälen posten sollte. Meine Empfehlung ist folgende:

  • Xing: 1x täglich (7-10 und 17-18 Uhr)
  • Blog 4-16x pro Monat (7-11 Uhr)
  • LinkedIn 1x pro Werktag (8-10 oder 16-18 Uhr)
  • Google+ 2x pro Tag (Werktags 9-11)
  • Instagram 1-2x pro Tag (11-13 und 19-21 Uhr)
  • YouTube 1x pro Woche (12-15 Uhr)
  • Facebook bis 10.000 Follower 1-5x pro Monat / über 100.000 Fans 31-60x pro Monat (12 und 19 Uhr)
  • Twitter 1-3x pro Tag (17 Uhr)
  • Pinterest 5-30x pro Tag (Mo.-Fr. 20-23 Uhr)
  • Snapchat 1-5x pro Tag (22-1 Uhr)

Solltest du auch die Mindest-Anzahl nicht realisieren können, solltest du überlegen, ob der Kanal für dich trotzdem sinnvoll ist.

Formate kreieren

Nachdem du nun schon deine Kanäle und jeweils eine Frequenz ausgewählt hast, geht als an eine weitere Überlegung. Welche Inhaltsarten willst du produzieren? Blogartikel, Videos, Bilder, Podcasts? Es gibt verschiedene Medienformate, die sich gut oder weniger gut für die einzelnen Kanäle eignen.

Ein Blog ist eine hervorragende Plattform für Textbeiträge – auf Instagram bietet sich keine Möglichkeit diese zu veröffentlichen und ist daher nicht das geeignete Format. Instagram und Pinterest sind visuell aufgebaut und bieten Platz für Bilder. InstaStories, IGTV oder auch YouTube sind ebenfalls visuell – setzen jedoch auf das Medium Video.

Du solltest dir also überlegen welches Medium du primär nutzen willst. Denn das ist der Ausgangspunkt für die Vermarktung deiner Inhalte. Auf diesen Kanal solltest du im späteren Verlauf ein besonderes Auge haben.

Natürlich musst du dich nicht auf ein Medium beschränken, jedoch empfiehlt sich gerade am Anfang ein Medienformat zu etablieren und dieses konstant zu produzieren. So können sich deine Leser, Zuhörer oder Zuschauer daran gewöhnen. Dadurch entsteht eine Bindung zwischen dir und deinen Rezipienten.

Agenda Setting und Surfing

Agenda Setting oder auch Agendasetzung kommt eigentlich aus der Politikwissenschaft und bezeichnet das bewusste Setzen von Themenschwerpunkten zu bestimmten Zeiten. Beispielsweise könnte ich mir vornehmen im September meinen Schwerpunkt auf Online-PR zu richten.

Beim Agenda Surfing hingegen setztst nicht du den Schwerpunkt, sondern springen auf einen meist (etablierten) Schwerpunkt auf. Ein gutes Beispiel dafür ist Weihnachten. Dies ist ein fester Zeitpunkt im Jahr zu dem verschiedene Aktionen angeboten werden und auch die Inhalte sich nach diesem Schwerpunkt richten.

Bevor du also mit der detaillierten Planung anfängst, solltest du dir einen Kalender schnappen und alle für dich relevanten Termine eintragen. Neben gesetzlichen Feiertagen können das auch kommerzielle Feiertage, wie Muttertag, Sportereignisse, wie eine WM oder Olympia, sein.

Natürlich müssen es nicht immer so große Veranstaltungen sein. Wenn du lokal verankert bist und dort auch der primäre Markt für dich ist, dann schauen dich in der Umgebung um. Gibt es Stadt- oder Dorffeste? Sport- oder Kulturveranstaltungen, die du in irgendeiner Weise für sich nutzen könntest? Vielleicht um dich zu Positionieren oder auch um deine Sichtbarkeit zu erhöhen?

All diese Termine sind für dich wichtig und deshalb gehören sie auch in deinen Redaktionsplan. Auch Messen, Ausstellungen oder Aktionen, die in deiner Branche veranstaltet werden, solltest du dir notieren.

Wenn du dann beim Punkt Ideen sammeln oder auch Content erstellen angekommen bist und du entscheidest dich bei dem einen oder anderen Termin keine Inhalte zu erstellen, ist das natürlich okay. Aber so verpasst du auf keinen Fall einen Termin und ärgerst dich im nachhinein.

Beim Agenda Setting musst du anders vorgehen. Natürlich kannst du frei bestimmen, zu welchem Zeitpunkt du welche Themen fokussierst. Aber diese Entscheidung solltest du vorher gut überlegen. Und dazu gehört Recherche. Beispielsweise kannst du dein Thema bei Google Trends analysieren. Schau dir doch einfach mal an, wann das Thema am häufigsten gegoogelt wurde.

Alle Termine, die du durch Agenda Setting und Surfing recherchieren konntest, solltest du in deinem Redaktionsplan festhalten.  Ob und wie du die Themen letztendlich aufgreifst, musst du zu diesem Zeitpunkt noch nicht festlegen.

 

Ideen sammeln

Nun geht es auch schon ans Eingemachte. Wenn du Inhalte erstellen willst, musst du natürlich auch Ideen haben, worüber du schreiben oder sprechen willst. Oft sind natürlich die Einfälle, die du von alleine hast, die Besten. Diese solltest du immer direkt notieren. Denn oft sind diese Ideen schneller weg als man glaubt. Aber was kann man tun, wenn einem einfach nichts Neues einfallen will?

Man kann ähnlich vorgehen, wie bei einer Keyword-Recherche. Denn natürlich sollten sich die von dir angebotenen Inhalte mit den meist-gesuchten Begriffen überschneiden. Du kannst also Tools, wie kwfinder.com, ubersuggest.com oder answerthepublic.com nutzen um Themen zu recherchieren. Idealerweise optimierst du deinen Beitrag dann auch auf das jeweilige Keyword. In meinem Redaktionsplan habe ich deshalb eine separate Spalte, in der ich die Keywords eintrage.

Tipp: Bei der Recherche werden dir unglaublich viele Suchbegriffe begegnen, die sich im ersten Moment toll anhören. Notier jedoch nicht einfach blindlinks alles. Denn das erweitert deinen Themenkatalog unnötigerweise. Natürlich ist ein prall gefüllter Themenkatalog erstrebenswert – aber nicht, wenn dir bei der Hälfte der Themen nichts einfällt oder sogar der Kontext fehlt. Die Recherche über Suchbegriffe solltest du nicht als strikte Vorgabe, sondern als mögliche Ideen sehen.

Ein weiterer Weg Themen zu recherchieren, ist das genaue Beobachten seiner Zielgruppe, Diese Methode ist eine der besten Methoden, um hochwertigen und einmaligen Content zu erstellen. Du solltest Kommentare unter deinen Beiträgen also nicht nur lesen, um damit die Community zu stärken. Du solltest aktiv nach neuen Themen suchen. Probleme, die an dich herangetragen werden, kannst du auch immer auf deine Themenliste setzen und so dem nächsten Suchenden die Lösung vorab präsentieren.

Alle Themen solltest du in einem Themenkatalog festhalten. Da sich schnell viele unterschiedliche Themen ansammeln, sollten du dir eine Möglichkeit suchen, deine Themen zu organisieren. Ich katalogisiere Themen einfach nach meinen Dienstleistungsfeldern und gruppiere ähnliche Themen dann zusammen. Saisonale Themen gliedere ich direkt zu einem eigenen Punkt. So bleibt der Katalog übersichtlich und ich kann schnell die Themen herausgreifen, die ich im Redaktionsplan eintragen möchte.

Übrigens ist es sinnvoll, regelmäßig nach neuen Themen zu suchen – selbst wenn dein Themenkatalog schon prall gefüllt ist. Denn es tauchen immer wieder neue Themen auf, die du frühzeitig aufgreifen solltest, mit ausreichender Zeit zur Recherche.

Ein gutes Beispiel hierfür bietet die DS-GVO. Es gab einige Journalisten und Blogger, die das Thema schon länger auf dem Schirm hatten. Diese Artikel sind lange recherchiert und das merkt man auch. Als es dann näher an den Stichtag heranging, sind immer mehr Blogger auf den Trend aufgesprungen und haben etwas veröffentlicht. Darunter auch haarsträubende Artikel, die die DS-GVO-Panik nur noch angefacht haben.

Das Beispiel zeigt, dass man Themen, mit denen man sich platzieren möchte, gut recherchieren sollte. Und das geht nur, wenn man ausreichend Zeit hat. Was wiederum voraussetzt, dass man das Thema schon länger fokussiert hat.

Dazu musst du regelmäßige Themen-Recherche betreiben, um bald anstehende „Trend-Themen“ zu identifizieren.

Planung im Detail – Umfang und Format

Nachdem du nun einen Themenkatalog erstellt hast, kannst du die Themen rein theoretisch schon in deinen Redaktionsplan setzen. Aber halt! Es gibt noch ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Bei der Themenrecherche hast du das Thema erstmal grob erfasst, also zum Beispiel Online-PR. Jetzt musst du das Thema noch ein wenig genauer betrachten. Willst du über Online-PR für Unternehmen oder für Einzelunternehmer schreiben? Und worum soll es in dem Artikel überhaupt gehen?

Nehmen wir das Thema „5 Fehler, die du bei deinem Instagram-Profil vermeiden solltest“ und „Wie du ein Social-Media-Konzept“ erstellen“. Der erste Artikel wird bei weitem nicht so umfangreich sein, wie der Zweite.

In einem nächsten Schritt solltest du dann überlegen, welches Format das Thema bekommen soll. Du erinnerst dich noch an die Auswahl des richtigen Mediums? Habe ich beispielsweise einen Blog, dann stellt sich hier also die Frage, erstelle ich einen Artikel, eine Artikelserie, schreibe ich eine Kolumne oder ist der Umfang des Themas so groß, dass sich ein E-Book anbietet?

Natürlich kann man diese Überlegungen auch auf alle anderen Medien übertragen. Bei der Auswahl gilt immer, der Umfang eines Themas bestimmt das Format. Solltest du dich beispielsweise davor scheuen ein E-Book zu schreiben, dein Thema ist aber so groß, dass nur ein Buch es ausreichend beschreiben könnte, bearbeite einfach das Thema. Aus „Wie du ein Social-Media-Konzept erstellst“ kannst du „Wie du ein Konzept für Instagram entwickelst“ oder noch kleiner und spezifischer „Wie man als Einzelunternehmer ein Konzept für Social Media entwickelt“ machen. Aber der Umfang eines Themas gibt immer auch dessen Format vor.

Das Format solltest du dir neben dem Thema in deinem Redaktionsplan notieren. Denn so kannst du überprüfen, ob du eine gute Mischung anbietest oder ihre Formate zu einseitig sind. Einen sehr gelungenen Artikel darüber gibt es bei Chimpify (https://www.chimpify.de/marketing/blogartikel-typen/).

Inhalte planen

Nun ist es endlich so weit. Du kannst deine  Themen in deinen Redaktionsplan eintragen. Dabei solltest du darauf achten, dass sie die vorher festgelegte Frequenz einhälst. Und natürlich solltest du die Planung mit ein wenig Vorlaufzeit eintragen. Du sollest also nicht einen Tag nach der Planung bereits den ersten Beitrag veröffentlichen, sondern einen Puffer einbauen, der dir genügend Zeit zur Erstellung gibt.

Denk daran, dass es nicht mit der Erstellung deines Beitrags getan ist. Damit dieser im Netzt überhaupt gefunden wird, musst du ihn aktiv promoten. Daher plane auf jedenfall auch die Vermarktung und Reminder ein.

 Social-Media-Beiträge planen

Im letzten Schritt folgt nun die detaillierte Planung des Publizierens auf den einzelnen Kanälen. In meinem Fall ist mein Blog der Ankerpunkt von dem alle Beiträge ausgehen und zu dem alle Leser finden sollen. Ich muss meine Beiträge also hier erstmal veröffentlichen und dann den neuen Beitrag über meine Social-Media-Kanäle promoten.

Dazu sollte ich wissen, wann der optimale Zeitpunkt zum Posten auf den einzelnen Plattformen ist. Der kann nämlich sehr unterschiedlich sein. Zwar existieren im Netz eine Menge Listen, wann man wo am besten postet, aber davon kann ich nur abraten. Du solltest deine Zielgruppe am besten kennen – versetz dich mal in deren Lage. Wann hat deine Zielgruppe Zeit für Social Media? Wenn du eine grobe Vorstellung hast, probier es einfach aus.

Wichtig ist dabei, dass du ein Auge darauf hast und auswertest, ob die geschätzte Zeit passt oder nicht. Dann veränder den Zeitpunkt radikal und schau was sich ändert. Nur so findest du den perfekten Zeitpunkt zum Posten für deine Zielgruppe.

In diesen Schritten kannst du einen langfristigen Redaktionsplan erstellen.

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