Neben der richtigen Hashtag-Strategie ist die Instagram Bio, wohl einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg in dem sozialen Netzwerk. Denn Interessenten, die über die Suche, über Hashtags oder über ein Bild auf das Profil kommen, sehen als erstes die Instagram Bio. Diese muss überzeugen, damit man einen neuen Follower gewinnt.
Auf den ersten Blick sollte erkenntlich sein, worum es bei dem Instagram-Profil geht. Hierfür steht einem jedoch recht wenig Platz zur Verfügung. Ein langes Unternehmensprofil findet keinen Platz. Viel mehr gelten hier eigene Regeln, wie man eine perfekte Instagram Biografie aufbaut.

Was ist die Instagram Bio?

Die Instagram Biografie ist der erste Absatz des eigenen Feeds. Dort gibt es eine kompakte Übersicht über den Inhalt und Nutzer. Potenziellen Followern gibt das Profil einen schnellen Überblick was er im Feed findet und wer es postet.

Die Bio setzt sich aus einem Profilbild, Benutzer- und Profilnamen, Kategorie, Beschreibung, Link und einem Call-to-Action zusammen (gilt nur für Businessprofile). Die Beschreibung, die den größten Platz in der gesamten Bio bietet, besteht aus maximal 150 Zeichen. Nicht viel Platz für eine aussagekräftige Unternehmensbeschreibung. Daher sollte man wissen, wie man eine perfekte Instagram Biografie anlegt und worauf es bei den einzelnen Bestandteilen ankommt.

Benutzername

Der Benutzername ist einer der wichtigsten Bestandteile des Profils. Denn er ist durchsuchbar. Und das ist ziemlich bedeutsam. Denn neben dem Benutzernamen ist lediglich der Profilname durch die Suche auffindbar. Die restlichen Bestandteile des Profils werden nicht durchsucht. Es empfiehlt sich daher im Benutzernamen gleich die relevantesten Keywords zu benutzen.

Ich verwende bei Instagram den Benutzernamen @lenawingen.de. Somit werde ich in der Suche unter meinem Namen gefunden (sinnvoll bei Personal Brands). Den Benutzernamen sollte man möglichst präzise und kurzhalten. Wer eine Unternehmens- oder Produktmarke auf Instagram darstellt, sollte auch das im Benutzernamen wiederspiegeln.

Profilbild

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Instagram Profils ist das Profilbild. Dieses befindet sich oben links und wird in kreisförmig dargestellt.  Das verwendete Bild sollte jedoch quadratisch sein. Die Mindestanforderung beträgt 110x110px, empfehlen würde ich jedoch eine Größe von 400x400px, um eine hochwertige Optik zu gewährleisten. Das Skalierung beim Hochladen sollte man möglichst vermeiden, da dies zu Qualitätsverlusten führen kann.

Foto oder Logo?

Immer wieder entbrennen Diskussionen darüber, was als Profilbild genutzt werden sollte. In der Regel sind zwei Formate geeignet: Ein Foto oder das Unternehmenslogo.

Meiner Meinung nach sind beide Varianten vollkommen ok. Was man verwendet sollte in erster Linie von der Unternehmensaufstellung (Einzelunternehmen oder großer Konzern) und der Unternehmenspersönlichkeit abhängen. Für Einzelunternehmer empfiehlt sich ganz klar ein persönliches Foto. Ob es sich dabei um ein klassisches Businessportrait oder eine etwas lockere Variante handelt, ist vom eigenen Auftritt abhängig. In jedem Fall sollte es sich jedoch um eine professionelle Aufnahme und nicht um einen Handyschnappschuss handeln.

Bei kleinen, mittelständischen Unternehmen oder auch Großkonzernen ist auch die Nutzung des Unternehmenslogos sinnvoll, es sei denn es gibt einen der breiten Masse bekannten Unternehmens-Kopf, dann kann natürlich auch hier ein Foto genutzt werden.

Ein persönliches Bild bietet den Vorteil, dass Follower erkennen können, wer hinter dem Profil steckt. Dadurch wird Vertrauen und emotionale Nähe aufgebaut – es wirkt halt persönlicher. Ein Logo hingegen deutet auf Distanz und Unnahbarkeit hin. Bei einem bekannten, großen Unternehmen zeigt es aber auch Professionalität. So würde beispielsweise eine Instagram Profil eines großen Autokonzerns mit einem Profilbild des CEOs lächerlich wirken.

Profilname

Der Profilname – nicht zu verwechseln mit dem Benutzernamen – ist die erste Angabe unterhalb des Profilbildes und der Follower- und Beitragsübersicht. Hier kann nochmal spezifischer auf den Nutzer eingegangen werden. Bei mir steht hier mein Name und meine Berufsbezeichnung. Sollte jedoch bereits im Benutzernamen alle Angaben gegeben sein, bietet sich hier auch der Platz für einen Slogan oder weitere Erläuterungen. Diese Zeile kann auch immer wieder verändert werden. Beim Benutzernamen werden alle Verlinkungen gelöscht, beim Profilnamen ist das nicht der Fall. Daher kann hier auch gezielt auf Aktionen oder ähnliches aufmerksam gemacht werden. Der Profilname wird ebenso wie der Benutzername in der Suche berücksichtig.

Kategorie

Die Kategorie gibt eine Einordung darüber, in welcher Branche man sich befindet. Sie wird über die Verknüpfung zur Facebook-Seite gesteuert. Mittlerweile kann sie jedoch auch manuell über Instagram geändert werden.

Beschreibung

Der wohl wichtigste Teil der Instagram Bio ist die Profilbeschreibung. Hier stehen genau 150 Zeichen zur Verfügung. Daher ist es sinnvoll, kurz, konkret und möglichst übersichtlich zu schreiben. Klassischerweise sieht der Aufbau wie folgt aus:

  • Wer?
  • Was?
  • Für wen?
  • CtA (z.B. Link: Read the Blog, o.Ä.)

Besonders die drei Fragen Wer?, Was? und Für Wen? sollten in der Beschreibung genannt werden. Pro Antwort sollte man einen Absatz setzen. Das unterstützt den Profilbesucher beim schnellen Scannen des Profils. Häufig werden auch Emojis am Anfang der Zeilen verwendet. Hier muss jedoch entschieden werden, ob dies zum jeweiligen Unternehmen passt.

Instagram-Experte Trajan Tosev stellt neben der klassischen Variante noch weitere Möglichkeiten vor, die man verwenden kann, wenn man ein spezielles Ziel mit dem Instagram Profil erreichen möchte.

Link

Instagram bietet so gut wie keine Möglichkeiten Links zu setzten. Eine der wenigen ist der Link, der innerhalb der Instagram Bio gesetzt werden kann. Daher sollte man diese Möglichkeit natürlich nutzten.

In Deutschland muss das Impressum direkt vom Sozialen Netzwerk erreichbar sein. Das bedeutet, dass man in den Link in jedem Fall den Verweis zum Impressum setzten muss.

Dadurch verschwindet jedoch die Möglichkeit das eigene Produkt oder den neusten Blogartikel zu verlinken. Für dieses Problem empfiehlt sich einen Linktree einzusetzen. Also einen Link, der auf eine Seite führt mit weiteren Links. Hierfür gibt es vorgefertigte Lösungen, die man kostenpflichtig nutzen kann oder man bastelt sich so eine Seite auch einfach selber. (Hinweis: Auch in diesem Fall muss der Link direkt zur Impressumsseite führen. Man kann dieses Problem lösen, indem man die Links oben auf der Seite einfügt und darunter die Impressumsangaben einfügt.)

Kontaktdaten

In Business-Profilen kann man auch direkte Kontaktmöglichkeiten angeben. So kann man beispielsweise seine Telefonnummer und/oder Email hinterlegen. Im Profil erscheint dann ein Call-to-Action, der die Funktion (Email schreiben / Anrufen) direkt ausführt. Besonders die Emailadresse sollte in jedem Fall angeben werden, da man dem Interessenten so die Kontaktaufnahme erleichtert.

Wer also erfolgreich auf Instagram sein möchte, sollte seine Instagram Bio dementsprechend optimieren. Das ist gar nicht so schwer. Viel Spaß dabei!

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