Vor rund einem Monat habe ich angefangen Pinterest für mein Unternehmen zu nutzen. Ausschlaggebend dafür waren einige Artikel, die ich tatsächlich über Pinterest gefunden habe, in denen erklärt wurde, wie Pinterest eigentlich funktioniert und wie man mit Strategie pinnt. Denn als Unternehmerin stand ich vor der Frage, wie meine Kunden und Leser mich eigentlich finden sollten.

Ich habe Pinterest schon vor meiner Selbstständigkeit genutzt. Aber das es sich dabei um die reinste Traffic-Maschine handelt, war mir nicht mal im Ansatz bewusst. Denn Pinterest ist keine Social-Media-Plattform, sondern eine Suchmaschine, wie Google.

Auf meinem ehemaligen Account habe ich nie eigene Pins erstellt, sondern lediglich auf verschiedenen Boards interessante Dinge gesammelt. Ein ziemlich großes Board war beispielsweise über das Gründen eines Unternehmens. Daher wusste ich bereits, dass es viele business-bezogene Themen auf Pinterest gibt, was man beim ersten Eindruck vielleicht gar nicht denken mag. Da kommt eher der Gedanke an Rezepte und DIY-Anleitungen auf.

Nachdem ich die Artikel gelesen und ein wenig recherchiert hatte, kristallisierte sich für mich schnell heraus, dass der Schlüssel zum Erfolg regelmäßiges Pinnen heißt. Damit man das nicht von Hand erledigen muss, gab es zwei Schedueling-Tools, die in den Artikeln immer wieder Erwähnung fanden: Tailwind und BoardBooster.

Einige der Artikel lieferten genau wie dieser hier Screenshots und Zahlen zu den Statistiken. Das fand ich besonders hilfreich, da ich mir ein Bild davon machen konnte, was ich mit Pinterest erwarten konnte. Jedoch handelte es sich dabei meist um erfahrene Blogger, die Pinterest seit längerem nutzen. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel zeigen, wie sich Pinterest bei mir im ersten Monat entwickelt hat.

Profil

Zunächst habe ich mich mehr mit BoardBooster beschäftigt und schließlich auch angemeldet. Hier konnte ich zunächst einmal 500 Pins kostenlos pinnen. Da diese Anzahl an Pins jedoch relativ zügig aufgebraucht war, habe ich mich dazu entschieden, einen der kostenpflichtigen Pläne zu kaufen.

Bei BoardBooster lief alles über geheime Boards auf denen man die Pins erstmal pinnt und damit quasi speichert. Von dort wurden die Pins dann in einem von mir eingestellten Zeitplan auf die öffentlichen Boards gepinnt. Neben dieser Funktion hat BoardBooster noch weitere Funktionen, wie das Looping, bei dem Pins immer wieder automatisch gelöscht und neu gepinnt wurden.

Ich habe also meine Boards für BoardBooster angelegt und fleißig angefangen Pins zu meinen verschiedenen Themen zu sammeln und auf die geheimen Pinnwände gepinnt.

Bereits am ersten Tag konnte ich über 400 Impressions generieren. In der gesamten Nutzungsphase von BoardBooster waren es sogar über 700 Impressions und durchschnittlich rund 20 Betrachter pro Tag.

Mit diesem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Natürlich gibt es viele Pinterest-Akteure, die sicherlich am Anfang weitaus mehr erreichen konnten. Aber dabei gilt zu beachten, dass es sich bei mir um ein Nischen-Thema handelt und nicht zu reichweitenstarken Themen, wie DIY oder Food zählt.

Nach einigen Diskussionen, die ich durch verschiedene Facebook-Gruppen mitbekommen habe, wurde BoardBooster am 27.06.2018 eingestellt. BoardBooster war im Gegensatz zu Tailwind kein offizieller Partner von Pinterest. Die Bekanntmachung und Schließung des Tools erfolgte sehr kurzfristig – was meinen Zeitplan stark strapazierte.

Von einem Tag auf den anderen, habe ich meine Strategie also auf Tailwind umgestellt. Tailwind bietet die Möglichkeit Pins zu planen und das in einer recht übersichtlichen Art und Weise. Die Zeiten können dabei leicht individuell eingestellt werden. Mittlerweile verfügt Tailwind auch über eine Looping-Funktion. 

Wie zu erwarten brachen meine Statistiken zunächst immens ein. Wie ich bei einigen Blogger-Kollegen lesen konnte, schien dies jedoch der Regelfall zu sein.

Nachdem ich direkt auf Tailwind umgestiegen bin, stabilisierten sich die Werte jedoch bereits wieder am Anfang Juli. Im Vergleich zu BoardBooster stieg mit Tailwind nun auch die Anzahl der Betrachter pro Tag. Innerhalb dieser Zeit ist der Wert sogar um unglaubliche 1.105% angestiegen.

Zielgruppenreichweite

Ganz anders hingegen sehen meine Werte bei der Zielgruppenreichweite aus. Am Anfang brauchte gerade dieser Bereich ein wenig Zeit bis sich etwas tat. Nach ca. einer Woche konnte ich erste merkliche Anstiege der Betrachter und Interaktionen feststellen. Danach explodierte die Anzahl der Betrachter nach oben. Die Anzahl der Interaktionen jedoch blieb weitestgehend unverändert. Nach dem Wechsel zu Tailwind zeigte sich bei mir kein Einbruch. Viel mehr hat sich die durchschnittliche Anzahl der Betrachter pro Monat um satte 3.505% und die durchschnittliche Anzahl der Interaktionen um rund 1.200% gesteigert. Derzeit habe ich bei dieser Statistik keinerlei Einbrüche zu verzeichnen.

Website

Anders sieht es da schon bei der Auswertung für die Statistiken von meiner Website aus. Nachdem sich in den ersten drei Tagen gar nichts tat, begann danach eine harte Berg- und Talfahrt. Betrachtet man jedoch die Daten an denen ich meine jeweiligen Blogbeiträge veröffentlicht habe, zeigt sich schnell, dass an diesen Tagen die Werte am höchsten waren. An den Tagen an denen nichts veröffentlicht wurde, vielen die Werte wieder ab.

Auch bei den Statistiken zu meiner Website zeigte sich die Auswirkung vom Wechsel von BoardBooster zu Tailwind in den ersten Tagen. Bis zum 30.06. vielen die Werte. Danach begannen Sie sich rasch zu stabilisieren. Auch scheinen die Werte in Abhängigkeit zu meinen Veröffentlichungen zu stehen. Jedoch ist die Differenz an Tagen mit Veröffentlichungen zu Tagen ohne Veröffentlichungen bei weitem nicht mehr zu groß.

Pinterest zeigt bereits seine Stärke!

Pinterest zeigt bereits nach einem Monat seinen Wert für den Traffic meiner Seite. Dabei erleichtert mir ganz besonders Tailwind das Leben und ist ein wahrer Zeitsparer. Denn mit Tailwind kann ich einen Pin mit nur einem Klick auf mehrere Boards pinnen.

Bevor ich begann mich durch einen zufälligen Artikel mit Pinterest auseinander zu setzen, hätte ich nicht gedacht, dass ein Thema, wie eine Imageberaterin bei Pinterest sinnvoll aufgehoben ist. Allerdings unterlag ich da wohl einem Fehler, denn wie bereits bei meinem vorherigen Account feststellen konnte, gibt es bei Pinterest neben Deko- und Food- auch viele Business-Pins.

Der Wechsel von BoardBooster auf Tailwind ist für die Auswertung des ersten Monats leider ein wenig hinderlich. Aber ich bin durchweg überzeugt davon, dass da noch viel mehr geht.

Tailwind ist bereits nach rund drei Wochen Nutzung unerlässlich für meine Pinterest-Nutzung geworden. Und ich kann dieses Tool jedem empfehlen, der mit Pinterest den Traffic seiner Seite erhöhen und mehr Leser oder Kunden erreichen möchte.

Pinterest ist ein wichtiger Teil meiner Marketing- bzw. Social-Media-Strategie und ein Traffic-Garant für meine Blogbeiträge geworden.

Pinterest-Expertin Alexandra Polunin betont in vielen ihrer Artikel und Interviews immer wieder, dass gerade Geduld und Zeit bei Pinterest ein entscheidender Faktor sei. Da Geduld aber nicht zu meinen Stärken zählt, bin ich sehr glücklich darüber, dass sich bereits nach einem Monat sichtbare Beweise für den Wert von Pinterest zeigen.

Da für die nächsten Monate viele weitere Blogartikel geplant sind und ich auch immer mehr in einem Pinterest-Rhythmus verfalle, hoffe ich auf eine weitere Steigerung der Reichweite und damit auch meines Traffics.

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