Corporate Identity | Lena Wingen https://lenawingen.de Mit derPR, Content Marketing und Social Media zu mehr Sichtbarkeit Thu, 14 May 2020 13:18:50 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 https://lenawingen.de/wp-content/uploads/2019/09/cropped-lena-wingen-favicon-32x32.jpg Corporate Identity | Lena Wingen https://lenawingen.de 32 32 Corporate Behaviour: Wie dein Verhalten dein Image beeinflusst https://lenawingen.de/corporate-behaviour/ https://lenawingen.de/corporate-behaviour/#respond Thu, 07 Feb 2019 05:30:27 +0000 https://lenawingen.de/?p=969 Der Beitrag Corporate Behaviour: Wie dein Verhalten dein Image beeinflusst erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Kennst du das Baumarkt-Syndrom? Du kommst in ein Geschäft und fühlst dich direkt unerwünscht. Die Mitarbeiter sind nicht zuvorkommend und geben dir sogar das Gefühl sie zu belästigen. Der typische Stereotyp für dieses Verhalten ist der Einkauf im Baumarkt.

Aber was stimmt hier eigentlich nicht? Warum fühlen wir uns unwohl und was kann man machen, um den eigenen Kunden dieses Gefühl zu ersparen? Dein Ziel als Solopreneur sollte es schließlich sein, dass sich deine Kunden bei dir pudelwohl fühlen.

Corporate Behaviour ist ein Thema für Solopreneure

Was im Falle des Baumarkts nicht stimmt, ist das Corporate Behaviour, also das „Unternehmensverhalten“. Wer jetzt denkt, dass das nur ein Thema für den Einzelhandel oder die Personalabteilung ist, der irrt. Denn besonders online spielt das Verhalten von Unternehmern für den Erfolg eine entscheidende Rolle.

Bei Corporate Behaviour geht es weniger um Mitarbeiterführung als um Fokussierung. Und hier schließt sich der Kreis für Solopreneure: Wer geschäftlich als Einzelkämpfer unterwegs ist, der versinkt auch gerne mal im Stress. Damit darunter keine Kundenbeziehung leidet, müssen der Fokus und die Prioritäten stimmen.

Zudem spielt das Thema Refektion eine große Rolle, wenn man vom Corporate Behaviour spricht. Denn meist fallen Fehler in diesem Bereich erst dann auf, wenn es schon zu spät ist.

Corporate Behaviour wichtig für das Kundenvertrauen

Fehler im Verhalten sind keine Kleinigkeit. Ganz besonders für Unternehmen. Denn solche Fehler wirken auf der zwischenmenschlichen Ebene und zerstören das hart erarbeitete Vertrauen des Kunden. Ein irreparabler Schaden. Negative Meinungen bei (ehemaligen) Kunden können sogar zu großer Skepsis von Neukunden führen. Man denke nur daran, an wie viel Stellen es heutzutage die Möglichkeit gibt, Bewertungen abzugeben.

Fehler im Verhalten werden sich schnell zu einem Schneeballsystem aus Kundenverlust und starken Einsatzbußen entwickeln.

Umso wichtiger ist es das Corporate Behaviour aktiv zu gestalten, anstatt den Bereich einfach dahin plätschern zu lassen. Denn wie sagte Paul Watzlawick so schön: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Verhalten ist auch eine Facette von Kommunikation.

Nicht alles was glänzt, ist auch wirklich Gold

Corporate Behaviour ist ein Bereich der Corporate Identity, der bisher verhältnismäßig wenig diskutiert wurde. Dabei spielt er für den Unternehmenserfolg eine große Rolle. Denn Ziel des Corporate Behaviour ist es, dem Kunden gegenüber authentisch und anziehend zu agieren. Auch das zahlt auf das Gesamtbild, die Corporate Identity, des Unternehmens ein.

Authentizität spielt beim Verhalten eine große Rolle. Denn wenn wir mal ehrlich sind, ist nicht alles Gold was glänzt. Besonders in der Social-Media-Welt steckt oft viel mehr heiße Luft hinter Accounts als man vermuten würde.

So ist man von Zeit zu Zeit regelrecht erstaunt, wenn man die Person hinter dem Account sieht. Ein Unternehmen, das mit bunten, verrückten Sprüchen und einer sehr jugendlichen Sprache wirbt und im Geschäft selber mit schlecht gelaunten, fast schon grimmigen Angestellten aufwartet, ist nicht authentisch. Der Kunde wird sich wohlmöglich mehrfach versichern, dass er im richtigen Laden gelandet ist. Ein Kauf wird aber ausbleiben.

Anziehend zu wirken, hat keine verruchte Note, sondern bezieht sich darauf, dass der Kunden idealerweise auf einer Wellenlänge mit dir, deinem authentischen Ich, ist. Denn Menschen kaufen bei Menschen und nicht bei Unternehmen oder Marken. Daher ist deine ideale Zielgruppe auch immer die, die dich mag.

Welche Faktoren beeinflussen das Corporate Behaviour?

Wenn du dein Verhalten beeinflussen und anpassen möchtest, musst du zunächst einmal wissen, welche Faktoren Einfluss darauf nehmen. Denn Verhalten hat weit mehr Aspekte als man im ersten Moment denkt.

Im ersten Moment denk wohl jeder von uns an das Kommunikationsverhalten. Denn das ist die Ebene des Verhaltens die wir von klein auf gewohnt sind. Und ja, dieses hat einen starken Einfluss auf dein Corporate Behaviour, denn es ist der Bereich der auf der zwischenmenschlichen Ebene wirkt. Durch dein Kommunikationsverhalten baust du Vertrauen und eine Bindung zu deinem Kunden auf. Dein Verhalten ist letztendlich der Faktor der zum Verkauf führt.

Wenn wir von Corporate Behaviour sprechen, sprechen wir aber nicht nur vom Kommunikationsverhalten des einzelnen, sondern müssen weitere Verhaltensebenen betrachten:

Auch das Angebotsverhalten, also auf welchen Märken das Unternehmen agiert, spielt eine Rolle. Ein Beispiel hilft dabei sich diese Ebene besser vorzustellen: Wenn ein Unternehmen sich auf der einen Seite im Markt für erneuerbare Energien und zeitgleich im Markt für die Produktion von Chemikalien bewegt, wird das das Vertrauen der Kunden nicht erhöhen. Denn auch wenn es ganz logische, interne Gründe für dieses Verhalten gibt, sind diese für den Konsumenten nicht ersichtlich. Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens sinkt. Das Image erleidet einen Schaden.

Auch der Preis hat Einfluss auf das Corporate Behaviour. Denn auch hier muss das Verhältnis stimmen. Vielleicht kennst du das, wenn du bei Produkten oder Dienstleistungen, die viel versprechen, ein komisches Gefühl bekommst, weil der Preis eigentlich viel zu niedrig ist. Unser Instinkt sagt uns, dass hier etwas nicht stimmt. Denn schließlich wollen wir für unser Geld etwas Ordentliches haben, oder?

Ähnlich steht es mit dem Vertriebsverhalten, also wie ich ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufe. Dabei ist es wichtig, die richtigen Formate für die Vermarktung zu finden. Das kann man aus vielen Ebenen betrachten. Printwerbung für ein Onlineprodukt macht selten Sinn. Ähnlich verhält es sich mit Werbung auf Instagram für ein Produkt, dass für die Zielgruppe 65+ gedacht ist.

Zusätzlich sollte man aber auch auf die Art, wie man wirbt achten. Möchte man als seriös oder unaufdringlich gelten, machen Bot-Kommentare und Marktschreierei keinen Sinn. Im Vertrieb gibt es nicht den einen Weg, der zum Ziel führt. Jeder Solopreneur muss hier seine ganz eigene Art entwickeln und diese sollte zu einem selbst und zu den Dienstleistungen oder Produkten passen.

Zu guter Letzt hat auch das Investitions- bzw. Finanzierungsverhalten Einfluss auf dein Unternehmensverhalten. Unternehmen, die als modern und zukunftsorientiert gelten wollen, aber keine Investitionen in neue Techniken machen, sind nicht authentisch. Und Authentizität ist der Schlüssel zur Vertrauensbildung. Wer also sein Investitions- und Finanzierungsverhalten nicht an seine Werte, Mission und Vision anpasst, der verliert Kunden.

Tipps, um dein Corporate Behaviour zu verbessern

Nachdem du nun weißt, dass es bei deinem Verhalten nicht nur darum geht, wie du kommunizierst, sondern viel mehr Faktoren darauf einwirken, möchte ich dir ein paar Tipps geben, die dein Unternehmensverhalten im Handumdrehen verbessern werden:

Glaubwürdig bleiben

Authentizität ist der Schlüssel für die Vertrauensbildung zwischen dir und deinem Kunden. Frage dich also bei jeder Handlung, ob das wirklich du bist, ob es zu deinem Unternehmen, deinem Produkt oder deiner Dienstleistung passt. Denn oft lassen wir uns von anderen blenden. Wir vergleichen uns und wollen es genauso machen. Aber ist dieser Schritt auch wirklich Glaubwürdig? Oder ist es eine überstürzte Handlung aus dem Gefühl heraus, es so wie die anderen machen zu wollen? Stell dir immer diese Frage und mit der Zeit wirst du ein gutes Bauchgefühl dafür bekommen, was dein Weg ist.

Prioritäten festlegen und konsequent bleiben

In deiner Corporate Culture, deiner Unternehmenskultur, hast du dein Warum, deine Werte, deine Vision definiert. Das hilft dir nun dabei deine Prioritäten festzulegen. Egal, was auf dich zukommt, du kannst immer anhand deiner Corporate Culture entscheiden, wie dein Verhalten, dein Auftreten auszusehen hat.

Aufmerksam und Höflich sein

Dies ist einer der Grundsätze, die sich jeder Unternehmer auf die Fahne schreiben sollte. In vielen Unternehmen gilt Aufmerksamkeit und Höflichkeit als einer der Unternehmenswerte. Ich finde, dass das Quatsch ist. Diese zwei Werte sind keine unternehmensspezifischen Werte, sondern gesellschaftliche Grundwerte. Basics sozusagen. Und als Basics sollten sie jeder kennen und auch beachten. Vielleicht fragst du dich, warum ich etwas so Banales als Tipp erwähne? Schau dich doch mal um. Im Alltag werden die Werte mehr oder weniger beachtet, aber gerade im Netz vergisst sich der ein oder andere schon mal gerne. Natürlich kann man sich ärgern, wütend werden oder jemanden mal auf den Arm nehmen. Aber der nötige Respekt darf dabei niemals fehlen.

Lächele doch mal wieder

Ein ebenso banaler Hinweis, der aber immer wieder unterschätzt wird, ist Lächeln. Lächele, wenn du auf Kunden, Kollegen oder auch die Wettbewerber zugehst. Du darfst ruhig zeigen, dass du dich über einen Verkaufsabschluss freust, alles andere wirkt deplatziert. Lächeln ist nicht nur ansteckend, wenn man sich direkt gegenübersteht, sondern wirkt sogar auf audiovisueller Ebene. Wer beim Telefonieren lächelt, wirkt gleich viel freundlicher. Die Stimme verrät das Lächeln unweigerlich. Das kann man auch nicht faken. Also lächle doch mal beim nächsten Telefonat anstatt in den Hörer zu grummeln und du wirst es hören, dein Gesprächspartner wird auch lächeln. Denn Lächeln ist ansteckend.

Kritik entgegennehmen

Kritik ist ein leidiges Thema, denn auch wenn uns eingebläut wird, dass konstruktive Kritik etwas Positives sei, so würde jeder von uns lieber einfach nur Lob hören. Dennoch ist Kritik für die Entwicklung unverzichtbar. Daher solltest du konstruktive Kritik immer respektvoll entgegennehmen, darüber nachdenken und dir deine Meinung darüber bilden und erst dann handeln. Denn auch wenn ein Kunde Kritik an dir übt, heißt das nicht immer, dass er Recht hat. Nimm dir also Zeit die Kritik zu überdenken. Bei unangemessener Kritik darfst du aber auch sagen, dass du für dieses Gespräch nicht zur Verfügung stehst. Das ist respektvoll und höflich und spart dir trotzdem deine kostbare Lebenszeit vor sinnlosen und verletzenden Gesprächen.

Fairer Peis

Natürlich wollen wir als Solopreneure mit unseren Produkten oder Dienstleistungen Geld verdienen. Möglichst viel sogar. Aber wie viel ist das eigentlich? Nun ja, meiner Meinung nach richtet sich die Höhe des Preises nach der Leistung, die du lieferst. Damit meine ich nicht nur das Endergebnis, dass du deinem Kunden anbietest, sondern auch wie viel du dafür getan hast.

Wenn du mit einem Blick erkennst, wo der Schuh bei deinem Kunden drückt, dann heißt das nicht, dass das günstig sein muss, weil es dich nur ein paar Minuten gekostet hat. Denn du hast für deinen Kunden ein wirklich schwerwiegendes Problem gelöst. Darauf kommt es an. Und das du das Problem lösen konntest, zeigt, dass du vorher eine deine Expertise aufbauen musstest. Davon profitiert dein Kunde nun. Dafür zahlt er.

Daher frage dich immer, ob dein Preis auch wirklich fair ist – deinem Kunden, aber vor allem dir gegenüber. Zurück zur Frage, wie viel denn möglichst viel Geld ist. Es ist immer so viel, wie der Kunde bereit ist zu zahlen und wie du dir wert bist. Ein fairer Preis also. Dein Kunde bekommt die Problemlösung und du behandelst auch dich fair.

Wenn ein Preis nicht fair ist, weil du beispielsweise das Problem nicht lösen konntest, der Preis nicht annährend deinen Wert transportiert oder weil du deinen Preis zu hoch ansetzt, obwohl du nicht über die notwenige Expertise verfügst, wird sich das immer auf dein Corporate Behaviour auswirken. Entweder indem du Kunden verlierst oder du deine Positionierung untergräbst.

Auf die Corporate Behaviour wirken weit mehr Dinge, als man auf den ersten Blick denken mag. Es beeinflusst dein Image und deine Positionierung in hohem Maßen. Daher überdenke dein Verhalten auf allen Bereichen gut. Wenn du mehr Informationen zu den anderen Bereichen der Corporate Identity möchtest, dann schau doch mal in die Artikel zu Corporate Design, Corporate Language, Corporate Communications und Corporate Culture.

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Corporate Culture: Das Rückgrat deines Unternehmes https://lenawingen.de/corporate-culture/ https://lenawingen.de/corporate-culture/#respond Thu, 31 Jan 2019 05:30:40 +0000 https://lenawingen.de/?p=978 Der Beitrag Corporate Culture: Das Rückgrat deines Unternehmes erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Immer wieder sprechen wir von unseren Unternehmenswerten. Dass sie so wichtig seien für unser Unternehmen. Wer ein Corporate Design, eine eigene unverkennbare Unternehmenssprache und Kommunikation kreieren will, sollte sich über sie im Klaren sein. Denn nur wer seine Werte kennt, kann diese in Form eines Designs visualisieren (lassen) oder sich im Sinne seiner Werte kommunizieren. Aber woher kommen diese Werte und Normen eigentlich?

Corporate Culture heißt das Zauberwort. Gemeint ist damit die Unternehmenskultur. Diese ist Grundlage für alle weiteren Elemente der Corporate Identity, wie Corporate Design, Unternehmenssprache, Unternehmenskommunikation oder auch Corporate Behaviour, dass Verhalten des Unternehmens. Denn in der Unternehmenskultur werden die Werte, Normen und Überzeugungen definiert.

Corporate Culture ist ein Thema für Solopreneure

Corporate Culture kennt man aus großen Unternehmen. Denn dort dient die Unternehmenskommunikation als Arbeitsgrundlage für die Personalabteilung. Aber auch für Solounternehmer macht es Sinn sich mit den der eigenen Unternehmenskultur auseinanderzusetzen.

Schließlich wirken Werte nicht nur im Inneren eines Unternehmens, sondern fließen auch zu einem erheblichen Teil in die Außenwirkung dessen ein. Sie sind Indikatoren für unsere potenziellen Kunden. Ausgehend von unserer Corporate Culture entscheiden Kunden, ob sie sich eine Zusammenarbeit mit uns vorstellen können und auch, wie sie unser Unternehmen auf emotionaler Ebene bewerten.

Alle Elemente der Corporate Identity basieren auf der Grundlage von den in der Corporate Culture festgelegten Normen. Daher führt auch für Ein-Mann-Betriebe kein Weg daran vorbei sich mit seinen Werten auseinander zu setzen.

Schließlich geht es darum eine einheitliche, wiedererkennbare, begeisternde, kontinuierliche und in sich geschlossene Unternehmensidentität zu erzielen, die unsere Kunden in ihrer Meinung über uns (unserem Image) wiederspiegeln. Und das funktioniert nur, wenn wir uns über unsere Unternehmenskultur bewusst sind.

Vorteile der Corporate Culture

Neben der Grundlage für die Elemente der Corporate Identity bietet eine in sich stimmige Unternehmenskultur weitere Vorteile für uns Unternehmer:

Weniger Stress

Beim nächsten Designentwurf für deine Visitenkarten kannst du ganz entspannt an die Auswahl gehen. Denn hier zählt nicht mehr der Geschmack, sondern viel mehr, welches Design am besten zu deinen Unternehmenswerten passt. Noch einfacher wird es nur durch ein konsistentes Corporate Design, zu welchem ich dir nur raten kann.

Der nächste Social-Media-Beitrag wird dir auch um eines leichter von den Lippen gehen, denn auch du weißt, was deine Prioritätsthemen sind.

Bei jeder deiner Tätigkeiten hast du eine Grundlage mit der du deine Vorstellungen und Ergebnisse abgleichen kannst. Frag dich einfach, ob das Vorhaben im Sinne deiner Unternehmenswerte steht und du wirst an viele Aufgaben mit weniger Stress, dafür aber mit mehr Kontext angehen.

Arbeitsperformance

Neben weniger Stress werden deine Ergebnisse auch hochwertiger werden. Alleine dadurch, dass sie nun in einer Verbindung mit deinen Werten und Normen stehen, wird sich die Kontinuität und Wiedererkennbarkeit wie ein roter Faden durch all deine Arbeiten ziehen.

Prioritätsprobleme? Wirst du nicht mehr kennen, wenn du dich an deine definierte Unternehmenskultur hältst. Denn von dieser kannst du einfach Ableiten, was welche Dringlichkeit für dein Unternehmen hat.

Kollaboration

Du bist nicht im Stress und du weißt wo deine Prioritäten liegen, das sind zwei tolle Kriterien für andere um mit dir arbeiten zu wollen. Zudem können sich diese Personen, deine potenziellen Kunden, auch mit deinen Werten identifizieren und sind hierdurch emotional an dich gebunden. Sie wissen exakt was sie bekommen und danach richten sich ihre Erwartungen. Eine gute Grundlage für eine gesunde Geschäftsbeziehung, oder?

Weitere Vorteile

Für Unternehmen mit Mitarbeitern gibt es auch noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile, die ich hier am Rande erwähnen möchte.

Corporate Culture bildet die Arbeitsgrundlage für ein gutes Recruitment. Denn nur wenn die Personalabteilung weiß, welche Werte und Normen für das Unternehmen wichtig sind, kann sie effizient nach passenden Mitarbeitern suchen.

Arbeitnehmer, die bei Unternehmen arbeiten, die ihre eigenen Überzeugungen wiederspiegeln, sind wesentlich loyaler und haben eine weitaus tiefergehende Arbeitsmoral, denn sie ziehen eine Befriedigung aus ihrer Arbeit. Daher verwundert es nicht, dass das Forbes Magazin Corporate Culture als „backbone of a happy workforce“ – das Rückgrat einer glücklichen Belegschaft – bezeichnete.

Dabei kann man sogar noch einen Schritt weitergehen: Corporate Culture ist das Rückgrat deines Warums, dein Antrieb jeden Tag das zu tun, was du tust und deine Ziele zu verfolgen.

Corporate Culture formen und planen

Die Unternehmenskultur ist etwas, dass organisch wächst und nur bedingt geplant werden kann. Den Wachstumsprozess formen und lenken kann man aber schon.

Etablierte Unternehmen ziehen ihre Unternehmenskultur meist aus ihrer Unternehmensgeschichte. Hier bleibt oft wenig Raum für Gestaltung. Harte Brüche führen häufig zu Unternehmenskrisen und sind nur in speziellen Fällen sinnvoll.

Junge Unternehmen haben hier einige Vorteile. Die Unternehmenskultur kann noch auf einfache Art und Weise gestaltet werden. Der Aufbau benötigt Zeit und sollte möglichst früh bedacht werden. Brüche sind auch in der Anfangsphase nicht förderlich. Daher sollte jeder Unternehmer seine Corporate Culture und die einhergehenden Maßnahmen um diese in allen Elementen des Unternehmens zu etablieren, schriftlich festhalten.

Grundstein für eine solide Unternehmenskultur sind festgelegte Werte und Normen

Wer an seiner Corporate Culture arbeiten möchte, sollte einen kurzen, mehrstufigen Prozess durchlaufen. In diesen werden die eigenen Werte und Norme erarbeitet und der Grundstein zu einer soliden, wachsenden Unternehmenskultur gesetzt.

Schritt 1: Definiere deine einzigartige Vision

Als du dein Unternehmen gegründet hast, hattest du sicherlich ein Ziel vor Augen. Nicht irgendeins deiner Businessziele, sondern ein Ziel das darüber hinausgeht. Ich nenne es auch gerne, dass ultimative Endziel. Einen Zustand, der beschreibt, was du mit deinem Unternehmen, deiner Arbeit bewegen möchtest. Wenn dieses Ziel erreicht wird, hat dein Unternehmen seine Aufgabe erfüllt.

Dieses ultimative Endziel ist deine Vision. Diese solltest du zunächst, in allen Dimensionen definieren, bevor es an Schritt 2 geht.

Schritt 2: Kenne dein Warum

Das Warum ist der Treiber, der Grund, warum du tust was du tust. Es treibt dich an, immer weiter zu machen und dein Endziel zu verfolgen.

Meist liegt das Warum auf der emotionalen Ebene. Natürlich kannst du auch sagen dein Warum sein „Dass du dir irgendwann alles kaufen kannst, was du möchtest“. Realistisch gesehen ist ein monetärer Anreiz, also Geld, aber nicht stark genug um dein Warum langfristig aufrecht zu erhalten. Daher scheitern Gründer die einzig und alleine Geld machen wollen viel leichter als jene mit einem wirklichen Warum.

Dein Warum ist intrinsisch. Es kommt also aus dir. Warum ist es dir so wichtig dein ultimatives Endziel zu erreichen? Das ist dein Warum!

Schritt 3: Extrahiere deine Werte

Nachdem du nun deine Vision schwarz auf weiß vor dir hast und auch deinen inneren Treiber, dein Warum kennst, kannst du deine Werte definieren.

Das ist im Grunde ganz einfach. Denn deine Werte kannst du aus deiner Vision und deinem Warum ableiten.

Angenommen du bist ein kleines Hotel auf dem Land, ohne Sterne und das ganzen Brimborium und deine Vision ist es, zu zeigen, dass auch kleine Hotels in ländlicher Umgebung eine Reise wert sind. Dein Warum liegt tief in deinen Wurzeln verankert, da du deine Heimat liebst und dazu beitragen möchtest, die Region zu stärken. Deine Werte werden sich um Gastfreundschaft, Individualität und Heimatbewusstsein drehen.

Natürlich lassen sich eine ganze Menge verschiedener Werte aus deiner Vision ziehen. Daher liegt es bei dir die wichtigsten zu priorisieren. Für wie viele Werte ein Unternehmen stehen sollte, ist nicht festgelegt, jedoch sollte die Anzahl überschaubar bleiben.

Schritt 4: Was bist du bereit zu zahlen?

Nein, hier geht es nicht darum einen Finanzplan zu entwerfen, sondern darum aus der eigenen Komfortzone herauszutreten. Vielleicht musst du zur Erreichung deiner Vision noch viel lernen, dann solltest du dich fragen, ob du bereit dazu bist oder dir der Aufwand zu groß ist. Etwas zu bewegen, bedeutet auch immer viel Zeit zu investieren. Auch hierzu musst du bereit sein. Wahrscheinlich fallen dir noch weitere Barrieren ein, die du aus dem Weg räumen musst um dein Endziel zu erreichen. Frage dich, ob du bereit bist, jede einzelne zu überwinden. Und ja, auch Geld kann eine Barriere sein.

Schritt 5: Was zählt wirklich für dich?

Stell dir vor du bist Wissenschaftler und hast entdeckt, dass eine lange angenommene wissenschaftliche Erkenntnis nicht richtig ist. Du hast bahnbrechende Neuigkeiten und möchtest diese nun an die Öffentlichkeit geben und diesen wissenschaftlichen Irrtum ein für alle Mal ausräumen. Endlich, denkst du dir, denn deine Vision war es schon immer eine wichtige wissenschaftliche Enddeckung zu machen. Schon immer hattest du das Bedürfnis in dir, etwas zu tun, was deinen Namen für alle Zeit unvergessen machen wird (dein Warum). Du gehst also an die Presse und was musst du feststellen? Deine Kollegen verleugnen deine Entdeckung und – schlimmer noch –  sie zweifeln sogar in aller Öffentlichkeit an deinen Fähigkeiten als Wissenschaftler. Das ist natürlich hart und du überlegst ob du dich mit deinen Veröffentlichungen zurückziehen solltest. Aber zum Glück hast du vor deiner steilen Karriere einmal aufgeschrieben was wirklich für dich zählt und diese Gründe bewegen dich dazu weiter zu machen und deine Vision zu verfolgen.

Es gibt immer wieder Gründe, die dazu führen können, deine Vision ins Wanken zu bringen. Da deine Vision auf deinem emotionalen Warum fußt, kann das eigene Handeln kurz ins Stocken geraten. Aber du solltest nie vergessen, was für dich wirklich zählt. Deshalb schreib es auf!

Schritt 6: Kläre deine strategischen Maßnahmen

Alle deine Maßnahmen sind wichtig. Deshalb fällt es auch so schwer zu priorisieren, welche Maßnahme am wichtigsten ist.

Überdenkst du deine Maßnahmen jedoch im Sinne deiner bis hierher definierten Werte, Normen und Überzeugungen wirst du feststellen, dass einige doch wichtiger sind als andere. Vielleicht passen ein paar auch gar nicht mehr zu deinem Portfolio. Dann sortiere diese aus. Und bevor du neue Maßnahmen aufnimmst, prüfe ob diese wirklich zu dir und einen Unternehmenswerten passen.

Schritt 7: Überprüfe deine Corporate Culture

Wenn es dein Unternehmen schon ein Weilchen gibt, solltest du nachdem du nun die anderen Schritte bereits befolgt hast eine kurze Pause machen und darüber nachdenken, wie deine Unternehmenskultur bisher organisiert war. Wie haben deine Kunden die Unternehmenskultur empfunden? Schreibt dir diese Empfindungen auf ein separates Blatt und gleiche diese mit deinen bisherigen Ergebnissen ab.

Solltest du riesige Abweichungen feststellen, solltest du nochmal von vorne beginnen. Wenn sich auch nach der Wiederholung keine Verkleinerung der Diskrepanz zeigt, dann solltest du darüber nachdenken, ob eine grundsätzlich neue Ausrichtung deiner Kultur sinnvoll für dein Unternehmen ist und welche Gründe es dafür gibt. Denn ein harter Bruch deiner Corporate Culture wird deine gesamte Wahrnehmung bei deinen Kunden verändern.

Schritt 8: Erkunde dein Verhalten

Auch dein Verhalten spielt eine große Rolle bei der Außenwahrnehmung. Wie du dein Verhalten beeinflussen kannst, erfährst du im Artikel über Corporate Behaviour. Jedoch solltest du dein bisheriges Verhalten beobachten. Corporate Culture sieht zwar auf einem Zettel, einer Wandtafel oder sonst wo schick aus, aber erst durch das aktive Leben deiner Unternehmenswerte werden sie real.

Schritt 9: Sei transparent

So nun hast du deine Unternehmenskultur endlich schriftlich festgehalten und nun? Deine Kunden sollten nicht nur davon erfahren indem du deine Werte authentisch nach außen kommunizierst, sondern auch sehen können, dass du genau das was du kommuniziert, kommunizieren möchtest.

Du zeigst transparent nach außen, für welche Werte dein Unternehmen steht. Durch die Übereinstimmung in den anderen Elementen der Corporate Identity (Design, Verhalten, Kommunikation, Sprache) erreichst du eine hohe Glaubwürdigkeit, die bei deinen Kunden Vertrauen weckt.

Die Unternehmenskultur ist das Herzstück, wenn es darum geht, dir ein langfristiges und nachhaltiges Unternehmensimage zu erarbeiten.

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Corporate Communications: 5 Tipps für ein besseres Image https://lenawingen.de/corporate-communications/ https://lenawingen.de/corporate-communications/#respond Thu, 24 Jan 2019 05:30:49 +0000 https://lenawingen.de/?p=984 Der Beitrag Corporate Communications: 5 Tipps für ein besseres Image erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Die Unternehmenskommunikation, auch Corporate Communications genannt, hat einen erheblichen Einfluss auf das Unternehmensimage. Dabei sind es weniger die großen als die kleinen Dinge auf die es ankommt, wenn es darum geht mit der Kommunikation bei Kunden zu überzeugen.

Im Rahmen des Themenmonats Corporate Identity konntest du bereits hilfreiche Einblick in die Themenkomplexe Corporate Language und Corporate Design erlagen. Heute zeige ich dir, wie du durch kleine Veränderungen der Corporate Communications das Gesamtbild deiner Kommunikation positiv verändern kannst.

Was ist Corporate Communications?

Wenn man von Corporate Communications spricht muss unterschieden werden, ob man von der Unternehmenskommunikation redet oder von der Abteilung, die diese in Unternehmen übernimmt. Diese Abteilunge steuern in aller Regel die Bereiche interne Kommunikation, Marketing und Public Relations. Oft beschäftigen sie sich auch mit Themen, wie Public Affairs und Sponsoring.

In diesem Fall sprechen wir aber ganz klar von der Unternehmenskommunikation an sich. Aufgabe von Corporate Communications ist es die Werte und Normen eines Unternehmens zu präsentieren und nach außen zu kommunizieren.

Die Unternehmenskommunikation ist das zentrale Mittel, um die Unternehmensidentität zu vermitteln. Und das nicht nur an Kunden, sondern auch an die Mitarbeiter. Denn nur wenn ein einheitlicher Konsens über die Werte und Philosophie des Unternehmens besteht, kann diese auch vom Kunden verstanden werden.

Auch Solopreneure, die keine interne Kommunikation haben, müssen darauf achten ihre Unternehmenswerte kontinuierlich und authentisch nach außen zu kommunizieren. Nur so schafft man es langfristig ein gutes Image aufzubauen.

Am Ende zählt der Gesamteindruck

Wer sich ein solides Image erarbeiten möchte, der muss sich eine Strategie überlegen, die mit verschiedenen Maßnahmen, die die Unternehmenswerte transportieren und den Kunden emotional binden. Daher ist eine Kommunikationsstrategie unersetzlich.

Eine einheitliche Kommunikation schafft Wiederkennungswerte

Stell dir vor dein Unternehmen würde einfach durch ein simples Element, wie einen Slogan, ein Geräusch oder eine Farbe wiedererkannt. Genau das kann die strategische Unternehmenskommunikation erreichen.

Corporate Communications ist stark mit dem Corporate Design, Corporate Behaviour und der Corporate Language verknüpft und fungiert als Knotenpunkt, der prüft, ob das Design, Text und so weiter die Unternehmenswerte in richtiger Weise wiederspiegelt.

Wie wertvoll ein Wiedererkennungswert ist, lässt sich an vielen Beispielen belegen. Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

  • „Ich liebe es!“ – Jeder kennt den Slogan des Fast-Food-Giganten McDonald´s. Der Wiedererkennungswert ist hierbei so groß, dass er einem wortwörtlich zu den Ohren raushängt. Dennoch wurde das Ziel der Wiedererkennbarkeit damit erfüllt. Und auf die verkürzte Art und Weise eines Slogans, drück dieser genau das aus, wofür McDonald´s stehen möchte: Einen Ort, den man immer wieder aufsucht, der einem das gibt was man möchte, an dem man immer willkommen ist. Einen Ort den man einfach „liebt“.
  • Subtiler als McDonald´s „Ich liebe es!“ ist da der Autokonzern Audi. Denn selbst wenn du den neuen Werbespot noch nie gesehen hast, auch nicht wirklich auf den Spot achtest und mit etwas anderen beschäftigt bist, wird sich doch das Geräusch eines schlagenden Pulses in dein Ohr verirren und irgendetwas sagt dir dann, dass dort gerade ein Audi-Werbespot laufen muss. Genial, oder? Audi hat sich damit einer Soundmarke bedient. Der schlagende Puls steht auch hier wieder für die Identität der Marke (Leidenschaft, Adrenalin, Aufregung, Liebe (zum Detail)).
  • Eine Marke, die gleich mit mehreren Elementen der Wiedererkennbarkeit spielt, ist die deutsche Telekom. Das Unternehmen hat es geschafft, gleich eine ganze Farbe, nämlich Magenta, als Symbol einzusetzen. Auch bei Soundmarken hat die Telekom früh ein gutes Gespür bewiesen. „DaDaDaDiDu“ ist so bekannt, wie sonst nur Tophits.

Durch die Unternehmenskommunikation werden die Werte des Unternehmens durch verschiedene Maßnahmen nach außen transportiert.

Kundenzufriedenheit und Kundenbindung

Wenn du einem Kunden dein Produkt oder deine Dienstleistung verkaufst, dann möchtest du natürlich, dass dieser zufrieden damit ist. Denn zufriedene Kunden werden immer wieder zu dir zurückkommen und dich vielleicht sogar ihren Bekannten und Freunden empfehlen.

Ob deine Kunden zufrieden sind, hängt jedoch stark von deiner geleisteten Kommunikation ab. Denn richtig Kommunizieren beginnt bereits weit vor dem Kauf und endent nicht mit der Vertragsabschluss.

Alleine die Beschreibung einer Dienstleistung oder eines Produkts trägt dazu bei, welche Erwartungen dein Kunden hat. Kannst du diese nicht erfüllen, wird der Kunden wahrscheinlich nicht sehr zufrieden sein.

Erfüllst du die Erwartungen und gibst dem Kunden sogar noch etwas mehr, dann wirst du auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben. Und mit mehr meine ich nicht, dass du dem Kunden deine Zeit oder ein Produkt schenken solltest, auch freundliches Auftreten, Erreichbarkeit in problematischen Phasen oder ähnliches haben einen großen Mehrwert für Kunden und stärken dein Image nachhaltig.

Ein positives Image und Wiedererkennungswerte lassen sich nur durch eine einheitliche Kommunikation erreichen. 

5 Tipps, die viel verändern

Wer jetzt denkt, er müssen seinen Slogan so bekannt machen, wie McDonald´s, den kann ich beruhigen. In der Unternehmenskommunikation lässt sich viel durch kleine Dinge bewegen, ein riesiges Marketingbudget ist gar nicht notwendig. Und das Beste, diese „Kleinigkeiten“ lassen sich ohne Umschweife in deinen Unternehmensalltag integrieren:

  1. Wie es in den Wald ruft, so….

Die erste Regel, die deine Wahrnehmung stark beeinflussen wird, ist eigentlich ganz simpel: Sei immer höflich und zuvorkommend. Sicherlich möchtest du auch so behandelt werden. Also mach das auch bei deinen Kunden. Wahrscheinlich bist du immer freundlich, wenn du mit deinem Kunden sprichst, aber wie wird dein Ton, wenn du dich aufregst oder im Netz unterwegs bist?

Manche Emails oder Kommentare sind einfach so scharfzüngig oder ungerecht, dass man darauf gleich gerne eine passende Antwort verfassen möchte. Tu das nicht. Natürlich musst du dir nicht alles gefallen lassen, aber lass ein wenig Dampf ab, bevor du darauf reagierst. Schreib dir eine Notiz in einer separaten Datei und lass diese dort über Nacht liegen. Du wirst sehen, dass du deine Antwort am nächsten Tag mit ganz anderen Augen betrachten wirst.

  1. Auch das Auge isst mit

Kleidung ist ein heikles Thema, da wir uns immer ein wenig persönlich angegriffen fühlen, wenn es um das eigene Äußere geht. Dennoch hat Kleidung einen großen Einfluss darauf, wie wir wahrgenommen werden. Das kann natürlich effektiv genutzt werden. Jedoch sollte die Kleidung immer zu dir und deinem Business passen. Wenn du als Solopreneur unterwegs bist, solltest du dich auch in der Öffentlichkeit nicht anders zeigen, als in offiziellen Bildern, Videos oder ähnlichem. Natürlich darf das Freizeitoutfit legere ausfallen und du musst nicht im Auzug oder mit Highheels den nächsten Wocheneinkauf erledigen, dennoch solltest darauf achten, dass die Diskrepanz zwischen deinem beruflichen Äußeren und deinem persönlichen Auftreten nicht allzu groß ist.

Treffst du nämlich durch Zufall doch mal einen Kunden beim Stadtbummel oder bist als regionaler Unternehmer eh überall bekannt, könnte ein vollkommen anderer Stil deine Authentizität in Frage stellen.

Auch absichtlich genutzte Stilmittel bilden hier keine Ausnahme. Trägst du beispielsweise einen gewagten Haarschnitt, um dich im Job unverkennbar zu machen, sollte sich bei der zufälligen Begegnung nicht herausstellen, dass es sich dabei nur um eine Perücke handelt.

  1. Prioritäten ordnen

„Dafür habe ich jetzt keine Zeit. Ich bin mitten in der Abrechnung!“ wurde ich mal am Telefon angeschimpft. Dabei war ich in diesem Fall der Kunde. Mein Auftrag hätte dem Unternehmen also eigentlich am Herzen liegen müssen. Nach der Ansage habe ich mir aber schleunigst ein anderes Unternehmen gesucht.

Natürlich kann es mal stressig werden, aber auch hier macht der Ton die Musik. Wenn du deinem Kunden sagst, dass du eine Anfrage zeitlich nicht schaffst, ist das etwas ganz Anderes, als wenn du ihm sagst, dass er gerade nicht so wichtig sei.

Daher solltest du deine Prioritäten ordnen und in Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern sollte jeder diese Prioritäten kennen und einhalten.

  1. Keine 0815-Emailsignatur – Sei individuell, wie dein Unternehmen

Mit freundlichen Grüßen… Diese Grußformel ist nicht sehr originell. Zeig ein bisschen mehr Individualität und überleg dir eine nette Grußformel, die deinen Kunden bis zum letzten Wort bei dir hält. Denn „Mit freundlichen Grüßen“ liest wohl niemand mehr aufrichtig. Ein deinem Unternehmen entsprechender Gruß wirkt da viel besser. Auch tagesabhängige Grüße, wie „Herzliche Grüße aus dem regnerischen Berlin“ setzen charmant einen aktuellen Bezug. Und ich versprechen dir, du wirst auf eine durchdachte Grußformel viel positives Feedback bekommen.

  1. Zeit ist Geld

Kennst du das? Du schreibst eine E-Mail und erhaltst erst Tage oder Wochen später eine Antwort? Möchtest du mit so jemanden wirklich zusammenarbeiten? Es gibt Menschen, die durch das lange Warten auf eine Antwort zeigen wollen, wie knapp die Ressource, also die Arbeitszeit, ist um diese dann möglichst teuer zu verkaufen. Eine Mail oder einen Rückruf jedoch nicht zeitnah zu erledigen, zeigt lediglich, dass jemand nicht verlässlich und vor allem nicht kunden- oder teamorientiert arbeitet.

Warte also nicht ewig darauf deine Korrespondenz zu beantworten. Hast du mal wirklich keine Zeit, dann antworte, dass du die Anfrage bis zu einem bestimmten Termin bearbeiten wirst. Und halte dieses Versprechen ein. Dann ist dein Kunde sogar beindruckt, wie zuverlässig du bist. Gleiches gilt, wenn dir noch Informationen fehlen oder ähnliches. Lass dein Gegenüber nicht im Regen stehen, sondern gib auch darüber Auskunft.

Wenn du diese fünf einfachen Tipps konsequent umsetzest, hast du bereits eine gute Basis für eine funktionierende Unternehmenskommunikation geschaffen. Welche Aspekte du in Zukunft weiter betonen möchtest, wie beispielsweise eine besondere Kundenbindung durch einen Willkommensgruß oder auch einfach das sofortige Beantworten von Anfragen (z.B. als Support-Dienstleistung), solltest du anhand deiner Branche und der Notwendigkeit bestimmen und in einem Kommunikationskonzept festhalten.

Auf jedem Fall wirst du hierdurch dein Image positiv beeinflussen.

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Corporate Design als Teil der Markenidentität https://lenawingen.de/corporate-design/ https://lenawingen.de/corporate-design/#respond Mon, 14 Jan 2019 05:30:50 +0000 https://lenawingen.de/?p=4900 Der Beitrag Corporate Design als Teil der Markenidentität erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Gastartikel von Sabine Stärker-Bross, wirkraum Design & Konzept

Corporate Design als Teil der Markenidentität

In der heutigen Zeit, ist es nicht einfach, sich als Unternehmen auf dem Markt unter vielen anderen zu behaupten. Besonders als Gründer hat man es häufig schwer, seine individuelle Positionierung zu finden. Online ist es inzwischen unverzichtbar geworden, mit einer starken Markenidentität prägnant aufzutreten und sich durch Individualität und Einzigartigkeit von anderen Anbietern abzugrenzen. Immer mehr Unternehmer erkennen diese Notwendigkeit und investieren in ihren nachhaltigen Unternehmenserfolg durch eine gute Markenstrategie und ein erfolgreiches Branding.

Ist die Positionierung eines Unternehmens und seine Markenidentität einmal festgelegt, besteht der nächste Schritt darin, diese auch nach außen für potenzielle Kunden und Interessenten sichtbar zu machen und sie nach außen zu kommunizieren. Diese Aufgabe des Sichtbarmachens für andere übernimmt das Corporate Design.

Was ist ein Corporate Design?

In meiner Tätigkeit als Grafikdesignerin habe ich es schon häufig erlebt, dass Kunden zu mir kommen, die den Wunsch nach einer Corporate Identity (CI) äußern, aber eigentlich das visuelle Erscheinungsbild meinen.

Es ist zunächst wichtig, zu verstehen, dass ein Corporate Design (CD) nur einen Ausschnitt, ein Teilbereich deines Branding ist. Beide Bereiche beeinflussen sich zwar gegenseitig und bauen aufeinander auf, sind aber grundlegend voneinander zu unterscheiden.

Das Branding oder die Markenidentität umfasst die gesamte Unternehmenskultur, einschließlich der Werte, Philosophie und Kommunikation. Alles Dinge, die so ohne Weiteres nicht sichtbar sind. Hier spielt mit hinein, wie das Unternehmen mit Mitarbeitern umgeht, wie es intern und extern kommuniziert, welcher Führungsstil vorherrscht: Kurz, welche Werte es lebt.

Ein Corporate Design dagegen ist das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens. Durch das CD wird die Corporate Identity des Unternehmens für die Außenwelt sichtbar und erlebbar gemacht. Es ist die Summe aller visuellen Informationen und Kommunikationsmittel eines Unternehmens, die sowohl intern als auch nach außen hin genutzt werden.

Woran erkennt man ein gutes Corporate Design?

Ein gutes Corporate Design zeichnet sich dadurch aus, dass alle Medien, die genutzt werden, wie z. B. Briefpapier, Broschüren, Plakate, Anzeigen, Internetauftritt, usw., konstante Merkmale aufweisen und zusammen ein stimmiges, einheitliches Bild ergeben. Jedes einzelne Element ist auf den ersten Blick eindeutig dem Unternehmen zuzuordnen.

Ein gelungenes Corporate Design besitzt sogenannte Basis-Elemente, wie das Logo, Farben und Schriften. Darüber hinaus umfasst es aber auch die konsequente, einheitliche Anwendung dieser Basiselemente innerhalb der verschiedenen Medien.

Alle Elemente eines CDs werden meist in einem intensiven Prozess Schritt für Schritt erarbeitet. Das Fundament und die Richtschnur bildet jedoch in jedem Falle die Markenidentität des jeweiligen Unternehmens.

Welches sind die Basis-Elemente eines CD?

Die Grundelemente oder Basis-Elemente eines CD sind folgende:

  • Logo (als Wortbildmarke, Signet, Schriftzug)
  • Unternehmensschriften (Corporate Fonts)
  • Unternehmensfarben (Corporate Colors)
  • Bildwelt/ Bildkonzept (Corporate Pictures)
  • Wiederkehrende Gestaltungselemente (z.B. Muster, Icons, etc.)
  • Festgelegte Gestaltungsraster

Je umfangreicher die Kommunikationsmittel und -kanäle eines Unternehmens sind, desto wichtiger ist es, verbindliche Richtlinien und Regeln für deren Gestaltung festzulegen. Hier kommen sogenannte Corporate Design Manuals ins Spiel. Hier wird genau beschrieben, wie zum Beispiel das Unternehmens-Logo eingesetzt werden darf (Mindestgrößen, Platzierung), welche Schriftarten verwendet werden und in welchen Schriftgrößen diese gesetzt werden. Darüber hinaus gibt es verbindliche Regeln zur einheitlichen Gestaltung durch festgelegte Gestaltungsraster für verschiedene Formate und Medien zum Beispiel für Briefpapier, Visitenkarten, Anzeigen, Flyer und Broschüren.

Ob so ein CD-Manual Sinn macht, hängt zum einen von der Unternehmensgröße und von der Anzahl der unterschiedlichen Kommunikationsmittel ab, die herausgegeben werden sollen. Auch wenn verschiedene Gestalter und Grafikdesigner für das Business arbeiten, machen Gestaltungsrichtlinien durchaus Sinn. Für Einzelunternehmer ist es jedoch auch sinnvoll, gewisse Eckdaten des Corporate Designs schriftlich festzuhalten, wie zum Beispiel die Farbwerte der Unternehmensfarben (in verschiedenen Farbsystemen wie CMYK, RGB, HEX) und unterschiedliche Logovarianten und deren Einsatzmöglichkeiten.

Welche Ziele hat ein Corporate Design?

Einheitliches Erscheinungsbild

Ein Corporate Design hat das Ziel, einem Business oder bestimmten Produkten ein einheitliches, professionelles und authentisches Auftreten zu geben. Hierbei geht es nicht darum, lediglich etwas Schönes fürs Auge zu kreieren. Das CD soll zielgerichtet die Werte einer Marke hervorheben und beim Kunden Vertrauen und Geneigtheit schaffen.
Ein einheitliches Erscheinungsbild hat den großen Vorteil, dass es den Kunden Professionalität und Seriosität signalisiert. Das Auftreten wirkt geplant und durchdacht und nicht zufällig zusammengewürfelt. Man sieht, dass jemand Kosten und Mühe in sein „Äußeres“ investiert hat, dass er Wert auf seine Erscheinung legt. Dies ist auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Kunden.

Wiedererkennung und Abgrenzung von Mitbewerbern

Darüber hinaus gewährleistet ein einheitliches Corporate Design, dass das Produkt oder das Unternehmen aus der Masse heraus problemlos wiedererkannt werden kann. Diese konsequente Abgrenzung ist wichtig, um sich von Mitbewerbern zu unterscheiden, die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Das CD stärkt so gezielt die USP, das Alleinstellungsmerkmal, auf visuelle Weise. Es unterstreicht die Einzigartigkeit, die das Unternehmen von anderen unterscheidbar macht.

Glaubwürdigkeit und Vertrauen

Ein durchdachtes, professionelles Corporate Design erhöht die Credibility am Markt. Es erzeugt Glaubwürdigkeit und im besten Fall Vertrauen bei den Kunden. Dies geschieht durch die konsequente, dauerhafte Verwendung bestimmter Gestaltungselemente, durch Kontinuität. Fatal kann es sein, ein CD oder auch nur das Logo allzu oft und weitgehend zu verändern. Die Verlässlichkeit, die der Kunde erwartet, geht dadurch verloren. Ein weiterer Punkt ist, dass das CD unbedingt auf dem Markenfundament fußen muss. Nur so kann sich ein stimmiges, glaubwürdiges Bild ergeben. Gerade bei Einzelunternehmern, die „über ihre Person“ verkaufen, ist es wichtig, dass Werte und äußeres Auftreten Hand in Hand gehen.

Bekanntheit steigern

Durch die durchgängige Verwendung der visuellen Elemente eines CDs verankert sich das Look and Feel der Marke auf Dauer fest im Gedächtnis der Kunden. Im besten Fall geht dies so weit, dass zum Beispiel eine bestimmte Farbekombination schon die Assoziation mit der Marke in uns auslöst. Man denke einmal an die Marke Ikea. Die Farben Blau und Gelb und Möbel lassen uns direkt an den schwedischen Möbelhersteller denken.

Verkaufsförderung

Ein Corporate Design dient auch der gezielten Verkaufsförderung und Absatzsteigerung. Ein einzigartiges Corporate Design, welches die Zielgruppe eines Unternehmens emotional anspricht, erzeugt gefühlt einen höheren Wert. Kunden werden bereit sein, mehr für das Produkt oder die Dienstleistung zu zahlen, selbst wenn sich diese im Inhalt nicht erheblich von anderen unterscheidet. Ein CD kann somit zur Wertsteigerung beitragen.

Kosten- und Zeitersparnis

Ist ein Corporate Design in seinen Grundzügen professionell ausgearbeitet, erspart das langfristig jede Menge Zeit und damit verbundene Kosten. Es muss nicht erneut bei jedem Flyer oder jeder Social Media Grafik überlegt werden, wie diese zu gestalten ist. Die bestehenden CD Richtlinien geben dies schon vor und können bei der Gestaltung berücksichtigt werden. Das spart Zeit und Nerven und vereinfacht die Abläufe im Business.

Wichtig ist, dass man sich auf einem einmal bestehenden CD nicht ausruht. Es ist unumgänglich, dass ein Corporate Design von Zeit zu Zeit überprüft, validiert und verbessert wird. Um mit Wachstumsprozessen des Unternehmens mitgehen zu können und diese nach außen zu tragen, muss das Design gepflegt werden und wenn nötig angepasst oder erweitert.

Über die Autorin

Sabine Stärker-Bross ist freiberufliche Grafikdesignerin. Als Expertin für visuelles Branding hilft sie Selbständigen, Gründern und kleinen Unternehmen durch ein authentisches Branding Design mehr Sichtbarkeit für ihr Business zu gewinnen. Ihre Leidenschaft liegt im Bereich des Corporate Design und der Gestaltung von neuen visuellen Auftritten, angefangen beim Logo, über Printmedien bis hin zum Design von Social Media Grafiken. Im Netz findest du sie hier: www.wirk-raum.de

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Gastartikel von Sonja Mahr

Sprachlich unverkennbar sein: 7 Schritte zur eigenen Corporate Language

Zur Identität einer Marke gehören der Angebotskern, das Design und Branding, aber auch der Bereich der Unternehmenssprache. Wer sich klar positionieren möchte, profitiert davon eine unverkennbare Corporate Language zu entwickeln und sich so unmittelbar ins Gedächtnis potenzieller Kunden zu bringen. Wie das in sieben einfachen Schritten gelingt, erklärt Texterin und Schreibcoach Sonja Mahr in diesem Artikel.

Kommunikation ist Basis guter Markenarbeit

Als Paul Watzlawick in seinem berühmten Kommunikationsmodell festhielt, was den Kommunikationsprozess zwischen Menschen ausmacht, hielt er folgende fünf Grundregeln fest:

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren.
  2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt.
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
  4. Kommunikation ist analog oder digital.
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.

Ohne zu tief in die Wissenschaft einsteigen zu müssen, zeigt Watzlawicks Modell eine entscheidende Erkenntnis: Kommunikation ist allgegenwärtig und spielt zwischen Menschen eine enorm große Rolle. Das gilt für jede Form der Kommunikation, also sowohl für das Tür-und-Angel-Gespräch im Büro als auch für die Kommunikation von Marke zu Markt. Denn hinter jeder Marke stecken Menschen und auch der Markt besteht am Ende aus vielen einzelnen Personen, von denen einige potenzielle Kundinnen und Kunden sind. Wenn wir also davon sprechen, wie Marken kommunizieren, sprechen wir im Grunde immer von einer zwischenmenschlichen Kommunikation. Das nimmt dem Begriff Corporate Language ein wenig den Schrecken und die Komplexität und erleichtert es, an die Basis dahinter zu gelangen. Denn im Grunde meint eine Corporate Language schlichtweg ein klar erkennbares Kommunikationsmuster einer Marke mit wiederkehrenden Formulierungen, einer eigenständigen Sprachwelt und einer festgelegten Tonalität. Ob Einzelunternehmer oder Großkonzern: die eigene Corporate Language gehört zur Basis guter Markenarbeit. Jeder, der sich sprachlich unverkennbar zeigen möchte, kann sie für sich erarbeiten.

Vorteile einer Corporate Language

Wenn ein Unternehmen gegründet wird, steht meist das Corporate Design an erster Stelle des Brandings. Ein Logo muss her, ein Farbkonzept und natürlich das Schild an der Tür der Büroräume. Tatsächlich erkennen Menschen Marken unter anderem an ihrem visuellen Erscheinungsbild. Grafik und Design kommunizieren. Doch Sprache tut es eben auch, wird aber manchmal eher stiefmütterlich behandelt. Dabei bringt eine einheitliche Unternehmenssprache große Vorteile mit sich:

  • Eine Corporate Language macht Marken wiedererkennbar.
  • Eine Corporate Language vermittelt Werte und Unternehmensphilosophie.
  • Eine Corporate Language erreicht die Zielgruppe präzise.
  • Eine Corporate Language schafft Vertrauen.
  • Eine Corporate Language macht Marken nahbar und menschlich.
  • Eine Corporate Language erleichtert das Auslagern von Kommunikationsaufgaben.
  • Eine Corporate Language spart Zeit.

Wenn ein Unternehmen, sei es ein Einzelunternehmen oder eines mit mehreren Mitarbeitern, einmal Zeit investiert, um die eigene Corporate Language zu entwickeln, zahlt sich dies mehrfach aus. Es spart Zeit bei wiederkehrenden Formulierungen, die wesentlich schneller und müheloser gefunden werden können. Und es schafft Vertrauen, weil wiederkehrende Formulierungen Sicherheit und Verlässlichkeit vermitteln. Wie aber findet man nun zur eigenen Markensprache?

Schritt für Schritt zur Corporate Language

Im Wesentlichen sind es sieben Schritte, die Unternehmen gehen können, um sich sprachlich klar und unverwechselbar aufzustellen.

1. Schritt: Persönliche Stärken notieren

Dass Marken niemals losgelöst von den Menschen hinter der Brand betrachtet werden können, wissen Sie nun bereits. Ein erster Schritt auf dem Weg zur eigenen Corporate Language ist es deshalb, die persönlichen Stärken zu erfassen. Denn diese fließen direkt auf das Stärkenkonto einer Marke mit ein. Ist es also meine persönliche Stärke sehr gute Konzepte schreiben zu können, profitieren auch die Marke und letztlich der Kunde von dieser Konzeptionsstärke. Im ersten Schritt werden alle persönlichen Stärken notiert. Hierfür eignet sich ein Brainstorming gut. Aber auch Hinweise von Dritten können sehr aufschlussreich sein.

 2. Schritt: Stärken des Angebotes sammeln

Auch ein Angebot, also ein Produkt oder eine Dienstleistung, hat Stärken. Diese hängen meist mit den persönlichen Stärken der Person hinter dem Unternehmen zusammen, sind aber nicht mit diesen identisch. Schritt 2 ist es also, die Angebotsstärken aufzuschreiben. So kann ein geprüftes Kinderspielzeug zum Beispiel sehr sicher sein oder eine Marketingberatung sehr zeitsparend.

3. Schritt: Werte definieren

Werte bestimmen unsere Kommunikation, unser Handeln, Denken und Fühlen. Deshalb ist es unverzichtbar, die Werte einer Marke direkt in die Markenkommunikation einfließen zu lassen. Damit dies gelingt, sollten zunächst die wichtigsten drei bis sechs Werte definiert und dokumentiert werden. Sind meine Markenwerte beispielsweise Klarheit, Sicherheit und Ehrlichkeit, formuliere ich Texte ganz anders, als wenn die Werte Abenteuer, Spaß und Innovation wären.

 4. Schritt: Wortwolken bilden

Stehen Stärken und Werte fest, wird die Arbeit an der Corporate Language konkreter. Zu jeder Stärke und zu jedem Wert werden nun passende Begriffe gesucht, die gemeinsam in eine Wortwolke fließen. Für diese Wortwolken gibt es online kostenlose Generatoren, die den Prozess visualisieren. Gehen wir es anhand eines Beispiels einmal durch:

Für den Wert Sicherheit könnten passende Begriffe und Synonyme diese sein:

  • Substantive: Sicherheit, Schutz, Verlässlichkeit, Vertrauen
  • Verben: sichern, (darauf) verlassen, gewährleisten, beschützen, behüten, wärmen
  • Adjektive: bedenkenlos, verlässlich, gewissenhaft

Hilfe zum Brainstormen gibt es übrigens auch online, zum Beispiel beim Synonym-Wörterbuch woxikon.

 5. Schritt: Tonalität festlegen

Die Wortwolke fasst Begriffe zusammen, die zur Marke passen. Damit diese Begriffe nun vom Sender zum Empfänger transportiert werden, braucht es die passende Tonalität. Hier kommt die Zielgruppe ins Spiel: Wird diese eher gesiezt oder geduzt, ist der Umgangston eher distanziert oder locker? In diesem Artikel finden Sie einige Impulse, die bei der Auswahl der Tonalität helfen können.

 6. Schritt: Leitlinien ausarbeiten

Begriffe und Tonalität stehen fest? Dann gilt es nun das Erarbeitete in klaren Leitlinien festzuhalten.

Diese können zum Beispiel folgende Dinge festlegen:

  • Regeln für die Ansprache in Mails
  • Textaufbau von Blogbeiträgen
  • Anrede in Social-Media-Posts

Je klarer die Kommunikation für die verschiedenen Berührungspunkte zwischen Marke und Kunde definiert wird, umso einfacher fällt es schließlich, die jeweiligen Inhalte zu schreiben. Das spart vor allem bei einem großen Mitarbeiterstamm enorm viel Zeit, weil sich alle an gemeinsamen Leitlinien orientieren können.

7. Schritt: Wiederkehrende Elemente nutzen

Eine Corporate Language ist lebendig und bedeutet nicht, dass immer ein und derselbe Satz am Anfang jedes Textes steht. Dennoch lohnt es sich, einige sprachlich wiederkehrende Elemente zu verwenden. Bestes Beispiel hierfür ist der Claim: Wer seinen Claim regelmäßig in die Kommunikation einbaut, erhöht durch diese Regelmäßigkeit den sprachlichen Wiedererkennungswert. Konkret kann ein Claim zum Beispiel immer am Ende eines Newsletters stehen oder das wichtigste Wort des Claims als fester Orientierungspunkt in der Bezeichnung der Angebotspakete auf der Website verwendet werden.

Markensprache darf Spaß machen

Es lohnt sich, die eigene Kommunikationswelt zu erarbeiten, denn sie macht jede Marke sprachlich einzigartig und sorgt dafür, dass sie anders klingt als Mitbewerber mit einem möglicherweise ähnlichen Angebot. Vor allem darf die Corporate Language aber Spaß machen. Deshalb mein Tipp: Sehen Sie die Corporate Language als Rahmen, der viel Platz für ein wunderbares Bild gibt und nicht als Gefängniszelle, die einengt und jegliche Freiheiten nimmt. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei, Ihren sprachlichen Markenrahmen zu definieren und die eigene Marke einzigartig zu machen.

Über die Autorin

Sonja Mahr ist Sichtbarkeits- und Textmentorin und unterstützt Solo-Selbstständige dabei, online Kunden zu gewinnen, ohne dafür zum Marktschreier werden zu müssen. Der Fokus ihrer Arbeit liegt darauf, die eigene Kernaussage klar zu definieren und zu kommunizieren, authentische Texte für das eigene Business zu schreiben, online sichtbar zu werden und so die richtigen Menschen anzuziehen. Weitere Informationen zu ihr und ihrer Arbeit gibt es auf der Website https://www.sonjamahr.de.

 

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Corporate Identity: Der erste Eindruck zählt https://lenawingen.de/corporate-identity/ https://lenawingen.de/corporate-identity/#respond Thu, 03 Jan 2019 05:30:26 +0000 https://lenawingen.de/?p=991 Der Beitrag Corporate Identity: Der erste Eindruck zählt erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Energiegeladen, laut, schnell, cool und immer mittendrin. Das sind Wörter, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an die Marke Red Bull denke. Nachhaltig, schützend und traditionell sind hingegen Begriffe, die mir beim Markenriesen Nivea einfallen.

Marken lassen sich wie einen menschlichen Charakter beschreiben. Dieses Bild, die Corporate Identity, einer Marke kann man gezielt steuern. Beim menschlichen Charakter ist das häufig schwieriger. Jedoch ist auch der Aufbau einer guten Corporate Identity ein lange, aber sich lohnender, strategischer Prozess.

Was ist die Corporate Identity?

Alle Merkmale, die ein Unternehmen zu dem machen, was ist es ist, ergeben zusammen das Herzstück des Unternehmens – dessen Identität. Die Corporate Identity ist das, was das Unternehmen ausmacht und gegenüber der Konkurrenz abgrenzt.

Sie ist planbar und strategisch einsetzbar. Aber Vorsicht: Die Corporate Identity ist das Selbstbildnis eines Unternehmens. Die Wahrnehmung von außen, das Image, kann ein anderes sein. Genau wie bei Menschen unterscheidet sich Fremd- und Selbstwahrnehmung dann und wann. Aufgabe der Unternehmenskommunikation oder eines externen Beraters ist es, solche Abweichungen (frühzeitig) zu erkennen und durch Anpassungen in der Corporate Identity das Image zu formen.

Besonders in Branchen, in denen der Markt bereits gesättigt ist, kommt es darauf an eine starke Markenidentität zu schaffen. Denn in einer großen Masse stechen vor allem die Unternehmen hervor, die für eine einzigartige Sache mit besonderen Werten stehen. Eine gelungene Corporate Identity ist notwendig um auf dem Markt sichtbar zu werden und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Mit Werten verbinden Konsumenten auch immer Emotionen. Das können positive als auch negative sein. Je nachdem, wie die persönliche Einstellung zu einem Wert ist. Rein plakativ: Bin ich konservativ, finde ich es richtig, dass Traditionen in Unternehmen gepflegt werden und kaufe eher bei einem traditionsbewussten Familienbetrieb. Bin ich jedoch von Innovationen getrieben, passt so ein Unternehmen wohl kaum in meine Denkstruktur.

Werte haben einen hohen Einfluss auf das Verhalten der Konsumenten. Deshalb muss die Corporate Identity diese auch richtig und verständlich ausdrücken. Denn auch die Positionierung ist abhängig von den Unternehmenswerten.

Corporate Identity hört sich zwar zunächst nach einem unscheinbaren, inflationär genutzten Schlagwort an, dahinter verbirgt sich jedoch der Schlüssel für Sichtbarkeit, Positionierung und Imageaufbau.

Die Bausteine der Corporate Identity

Gerade weil Corporate Identity ein eher schwammiges und nicht greifbares Konstrukt ist, dass durch die einzelnen Bereiche des Unternehmens und dessen Handlungen gebildet wird, unterteilt man die Corporate Identity in verschiedene Bereiche:

Alle einzelnen Bereiche bilden gemeinsam die Corporate Identity. In der Praxis lassen sich die Bereiche nicht immer ganz getrennt betrachten. Umso wichtiger ist es, dass alle Bereiche perfekt und den Unternehmenswerten nach angepasst sind.

Das Corporate Image gehört übrigens nicht in diesen Bereich. Denn dabei handelt es sich nicht um einen Baustein, der sich nicht von innen beeinflussen lässt, sondern durch die Wahrnehmung von außen gebildet wird.

Daher ist die Corporate Identity auch Aufgabe der Public Relations. Denn keine andere Disziplin versteht es besser, die Außenwirkung bei Kunden und Medien zu gestalten.

Vorteile einer gelungenen Corporate Identity

Neben den Zielen, die durch die Corporate Identity erreicht werden können, wie beispielsweise mehr Sichtbarkeit oder die emotionale Bindung von Kunden, bietet eine durchdachte und strategisch angewendete Corporate Identity auch einige weitere Vorteile.

Innerhalb großer Unternehmen vereinfacht eine klare Corporate Identity viele Prozesse. Denn diese werden durch die Unternehmensidentität bereits vorgegeben. So gibt es beim Design klare Richtlinien und auch der Umgangston untereinander und mit Kunden ist klar definiert. Jeder Mitarbeiter weiß, wo er dran ist, was von ihm gefordert wird und wie er sich im Sinne des Unternehmens zu verhalten hat.

Aber auch für kleine Unternehmen oder Solopreneure erleichtert die Corporate Identity viele Prozesse. Auch hier ist es oft das Design, welches lediglich dem Design Manuel entlockt werden muss. Aber auch das passende Wording für einen Instagram-Post zu finden, wird durch eine klare Corporate Language vereinfacht. Die gesamte Kommunikation wird durch die Corporate Identity leichter.

Ein einheitliches Erscheinungsbild sieht nicht nur ordentlich aus und ermöglicht Kunden die Zuordnung und Wiedererkennung ihres Unternehmens. Es dient auch dazu die interne Zusammengehörigkeit zu fördern. Das Corporate Design ist daher der wohl bekannteste, und am häufigsten genutzte Baustein um die Corporate Identity zu formen.

Die Corporate Identity ist immer auch ein Werteversprechen. Sie entscheiden damit darüber, was deine Kunden von dir erwarten dürfen und liefern so ein Qualitätsversprechen aus. Der große Vorteil hierbei ist jedoch, dass dieses Qualitätsversprechen auf emotionaler Basis funktioniert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde dein Produkt oder deine Dienstleistung kauft, weil er sich emotional an sie gebunden fühlt, erhöht die Verkaufserlöse und die Kundenbindung.

Ein Unternehmensimage aufzubauen ist eine zähe Aufgabe, die sich über Jahre ziehen kann. Dementsprechend langfristig ist auch eine Corporate-Identity-Strategie. Wie viel eine solide Reputation wert ist, zeigt sich meist erst, wenn der Imageverlust droht.

Corporate Identity als Retter in der Not

Man denke nur an den ADAC-Skandal vor ein paar Jahren. Im Magazin des Pannendienstes waren damals Autotests gekauft, jedoch nicht als Werbung gekennzeichnet worden. Für die Medien ein gefundenes Fressen. Denn gerade der Autoclub stand für absolute Seriosität. So wurden massenweise Mitgliederaustritte prognostiziert. Vom Ende des Clubs war schon die Rede. Aber was passierte: Nicht viel. Vereinzelt gab es wohl Austritte und geredet wurde auch viel. Mehr passierte nicht. Der ADAC ging weder pleite noch hatte er sturzbachartige Einbrüche der Mitgliederzahlen zu verzeichnen.

Gerettet hat den ADAC in dieser Zeit seine unglaublich solide Reputation. Denn in dem Skandal ging es nicht um das Kerngeschäft des Unternehmens. Bei der Autopannenhilfe sahen die Mitglieder immer noch die hohe Zuverlässigkeit und Seriosität des Unternehmens, welches dessen Corporate Identity seit Jahrzehnten ausdrückt. Die Corporate Identity erwies sich also als Retter in der Not, nachdem sie jahrelang im Verborgenen für Sichtbarkeit, Neukunden und Kundenzufriedenheit gesorgt hatte.

Ausblick: Corporate Identity im Detail

Da sich die Corporate Identity als vielen, einzelnen Bausteinen zusammensetzt, ist es sinnvoll, sich diese im Detail anzuschauen. Deshalb folgt auf diesen Artikel jede Woche ein Artikel zu einem Baustein.

Manche Bausteine, wie das Corporate Design gehen die meisten Unternehmer recht zügig und durchdacht an. Jedoch gibt es dabei eine Menge zu beachten. Andere Bereiche, wie die Corporate Language ist bei den meisten Unternehmen nicht von vorne herein durchdacht, sondern bildet sich mit der Zeit heraus. Dabei lohnt es sich mit der Sprache zu spielen und dabei das eigene Unternehmen unverwechselbar und einzigartig zu machen.

Zu einigen Bausteinen habe ich mir Spezialisten geholt, die einen Gastartikel zum Thema verfasst haben um Ihnen eine umfassende Übersicht zum Thema Corporate Identity – Baustein für Baustein – zu ermöglichen.

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