trends 2020 | Lena Wingen https://lenawingen.de Mit derPR, Content Marketing und Social Media zu mehr Sichtbarkeit Sat, 01 Feb 2020 12:17:36 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5 https://lenawingen.de/wp-content/uploads/2019/09/cropped-lena-wingen-favicon-32x32.jpg trends 2020 | Lena Wingen https://lenawingen.de 32 32 Ausblick auf mein Jahr 2020 https://lenawingen.de/ausblick-2020/ https://lenawingen.de/ausblick-2020/#respond Thu, 09 Jan 2020 05:30:00 +0000 https://lenawingen.de/?p=36804 Der Beitrag Ausblick auf mein Jahr 2020 erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Nachdem ich letzte Woche bereits darauf eingegangen bin, welche Trends uns 2020 in PR und im Marketing begleiten werden, möchte ich diese Woche etwas tiefer gehen. Statt meine Ziele im stillen Kämmerlein zu verfolgen, möchte ich dich gerne daran teilhaben lassen. Daher kommt hier mein kleiner Jahresrück und -ausblick und was ich mir vom kommenden Jahr erwarte und was 2019 bei mir los war: 

Der Blick zurück

2019 war mein Trial-and-Error-Jahr. Ich konnte eine Menge ausprobieren, habe viele Ideen verworfen, mich stark mit meiner Zielgruppe auseinandergesetzt und letztendlich mein Branding überarbeitet. 

Nachdem ich mich gut ein halbes Jahr im Kreis gedreht hatte, beschloss ich im Januar 2019 das es an der Zeit war, etwas zu verändern. Nach vielen Recherchen und meinem Bauchgefühl war es aber nicht mit ein paar Anpassungen getan, sondern es musste eine komplette Neupositionierung sein. 

Kern der Neupositionierung: Weg vom reinen Dienstleister hin zum Online-Unternehmer. Ich konzipierte verschiedene Beratungsangebote, überarbeitete meine Website und schraubte an meinem Namen herum. Irgendwas mit Image sollte es ein, weg von PR, die für so viele meiner Kunden doch recht vage war. Ich landete dann bei dem nicht sonderlich kreativen Titel “Imageberaterin“. Mit neuer Website, Logo und gleich sechs (!) Beratungsangeboten ging ich dann im März an den Start. Ganze zwei Monate hatte ich im stillen Kämmerlein herumgewerkelt und meine Neupositionierung aufgestellt. 

Die ersten Reaktionen waren sehr positiv und ich freute mich, dass mein Plan aufzugehen schien. Doch nach der ersten Aufregung legte sich alles auch schon wieder. Kunden, die mir vor der Neupositionierung schon gefolgt waren, fragten nach klassischer PR-Beratung und auch die Anfragen zu Mentorings zur Pressearbeit stieg. Schade nur, dass ich das eigentlich gar nicht anbot. Ich konzipierte nun also wieder individuelle Angebote, statt eines meiner sechs feststehenden Pakete zu verkaufen. 

Im Sommer 2019 kam es dann zum Stillstand. Und das lag weder an Kunden noch an mir. Wir zogen von Berlin wieder zurück ins Rheinland. Den zeitlichen Aufwand für den Umzug hatte ich auf etwa drei Wochen geschätzt bis alles wieder an seinem gewohnten Platz liegen würde und ich einfach weiterarbeiten könnte. Eine größere Fehleinschätzung hätte ich wohl nicht treffen können. Unsere neue Wohnung stellte sich unerwarteterweise als Bruchbude heraus, an der wir ganze sechs Monate mit Vollgas schraubten und hämmerten. Mein Business lag in dieser Zeit so gut wie brach. Ich arbeitete für meine Bestandskunden und tat das Nötige um mein Geschäft am Leben zu erhalten, während ich an anderer Stelle zu hundert Prozent gefragt war. 

Irgendwann in dieser Zeit traf ich dann eine Entscheidung: Weg mit dem Image! Meine neue Website lief bereits unter meinem Namen und im Grunde war es genau das, was eh schon da war: die Verknüpfung zwischen mir als Person und meinem Thema Public Relations. Ich schmiss also das Image wieder raus und stelle hingegen alles unter meinen Namen, entfernte meine Beratungsangebote, überarbeitete zum zweiten Mal meine Website und ließ mir das nun bereits dritte Logo erstellen. 

Im Herbst 2019 bündelte ich dann alle Informationen, die ich innerhalb des Jahres sammeln könnte – aus Fehlschläge, sowie aus Erfolgen, aus der Kommunikation mit meiner Community und aus Kundenanfragen. Aus den Informationen formte ich dann mein erstes Mentoring Programm, welches ich gleich mit einer kleinen Beta-Gruppe getestet habe. 

Auf das Jahr 2019 kann ich zurückblicken und sagen, dass es das Jahr der Erfolge und Verfehlungen war. War es ungeplant, chaotisch und sprunghaft? Natürlich. Abschließend haben mich aber all diese Wirrungen vor allem zu eins geführt: Klarheit. Klarheit darüber, was ich möchte, wer ich bin, was ich bieten kann und möchte und vor allem auch, was ich nicht will. 

Aus 2019 gehe ich mit einer klaren Vision und der Mission so vielen Selbstständigen und Einzelunternehmern dabei zu helfen durch die Power der PR sichtbar zu werden. Ich fühle mich wohl mit meinem Angebot, weiß genau wohin die Reise gehen soll und habe obendrein auch noch mein Branding gefunden. In 2020 wird es also Zeit für Neues. 

Alle Zeichen stehen auf Wachstum

Mein Jahr 2020 steht klar im Zeichen des Wachstums: Ich möchte mehr Kunden unterstützen, mein Angebot optimieren, mein Online-Business ausbauen, neue Projekte ausrollen, meine Community weiter ausbauen und letztendlich auch sichtbarer werden. 

Vor allem die Community steht im Vordergrund. Denn als Einzelunternehmer schätze ich den Austausch innerhalb des Netzwerks sehr. Daher möchte ich an dieser Stelle wachsen. Menschen miteinander verbinden, Möglichkeiten schaffen, die es ohne mein Netzwerk nicht gegeben hätte. 

Aber ich freue mich natürlich am meisten darauf mit vielen neuen Kunden innerhalb des Mentorings arbeiten zu dürfen, tiefe Kontakte zu knüpfen und neue Erfahrungen machen zu dürfen. 

Nachdem das Jahr 2019 alles in allem sehr instabil war, aber mit einem wunderbaren Ergebnis endete, wünsche ich mir für 2020 soliden Wachstum auf allen Ebenen und das ich mit ebenso wundervollen Kunden arbeiten darf, wie es im vergangenen Jahr der Fall war. 

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PR und Marketing: Trends 2020 https://lenawingen.de/pr-und-marketingtrends-2020/ https://lenawingen.de/pr-und-marketingtrends-2020/#respond Thu, 02 Jan 2020 05:30:28 +0000 https://lenawingen.de/?p=36642 Der Beitrag PR und Marketing: Trends 2020 erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Die Medienbranche ist in ständiger Bewegung. Und das nicht nur im Jahr 2019. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Branche mehr als die meisten anderen entwickelt. Dabei spielte vor allem die Digitalisierung in Form von sozialen Netzwerken, Blogs und weiteren neuen Medien, wie Podcasts und Vlogs eine bedeutende Rolle. 

Trotz der vielen Veränderungen oder vielleicht auch gerade deshalb ist die Medienbranche nicht immer unbedingt up-to-date und hinkt der Zeit oft ein wenig hinterher. Veränderungen bedeuten auch immer eine gewisse Unsicherheit und Unannehmlichkeiten. Gerade die großen etablierten Agenturen scheinen damit nicht unbedingt gut umgehen zu können oder zu wollen. 

Wer jedoch auch in den kommenden 20er Jahren mithalten möchte, der sollte schon jetzt einmal einen Blick in die Zukunft wagen. 

Ein Grund für dich schon frühzeitig auf die kommenden Trends 2020 zu schauen, um immer einen Schritt voraus zu sein. Denn nur so kann Veränderung funktionieren: Voran schreiten, statt hinterherlaufen. 

Damit du weißt, was im neuen Jahr auf dich zukommt, habe ich im Folgenden eine Prognose getroffen, welche Trends 2020 kommen werden, was sich verändern wird und welche Auswirkungen das auf die Medienbranche haben wird: 

Digitale Kommunikation inklusive Medien 2.0 ist Normalität

Das Internet hat sich etabliert. Dessen dürften wir uns mittlerweile sicher sein. Bei digitalen Medien gehen die Ansichten jedoch immer noch etwas auseinander. Viele PR-Berater sehen immer noch wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Wertigkeit zu klassischen Medien. Dabei bieten Online-Medien klare Vorteile, wie Schnelligkeit, erleichterter Zugang zur Zielgruppe, Austausch und Interaktion und Möglichkeit zur Vervielfältigung. 

Ab 2020 wird diese unterschiedliche Bewertung von klassischen und “neuen“ Medien immer unwesentlicher. Die Relevanz von Medien 2.0 wird deutlich und zur Normalität im Medienmix von etablierten Unternehmen, aber vor allem bei Einzelunternehmern. Denn gerade die kleinen Unternehmen verstehen den Wert der neuen Medien und die Nutzung ohne großes Budget. 

Von wegen Tot: Lang lebe Print!

Totgesagte leben länger. Diese Weisheit trifft wohl kaum auf etwas so zu, wie auf Printmedien. Schon Anfang des letzten Jahrzehnts wurde der Tod der Printprodukte prognostiziert. Und tatsächlich sind die Auflagenzahlen der meisten Printmedien stark zurückgegangen. Am stärksten davon betroffen sind die etablierten Tageszeitungen. Denn gerade die Generation Y konsumiert das Tagesgeschehen nicht mehr durch die tägliche Zeitung im Briefkasten, sondern über deren Online-Ausgaben. 

Print ist trotzdem noch lange nicht tot, sondern erlebt sogar eine kleine Revolution, die auch in 2020 weitergeführt werden wird. Zwischen dem ganzen Konsum via Screen (Laptop, Smartphone oder TV) zieht es viele zu Aktivitäten, die ohne Internet und Screen auskommen. Printmedien werden somit zu einem Offline-Erlebnis, welches mit besonderer Intensität und Aufmerksamkeit genossen wird. Ein klarer Vorteil der Printprodukte, die 2020 an Wertigkeit gewinnen werden. 

Der Konsument wird anspruchsvoller

Mehrwert heißt das Zauberwort – auch in 2020. In den letzten Jahren steigt die Anzahl des kostenfrei verfügbaren Contents. Um in diesem Wirrwarr überhaupt noch wahrgenommen zu werden, braucht es Inhalte mit starkem Mehrwert. Und das nicht nur einmal, sondern konstant. Dabei sollten die Inhalte anhand der Customer Journey bewegen, um den potenziellen Kunden auch wirklich hilfreiche Inhalte zu liefern. 

Denn aufgrund des großen Content-Angebots müssen deine Inhalte herausstechen um überhaupt die Aufmerksamkeit des Kunden und letztendlich auch dessen Vertrauen zu gewinnen. 

Community statt Einzelkämpfer

Das Interesse einzelnen Konsumenten wird sich 2020 nicht ausschließlich auf ein Unternehmen oder Produkt fokussieren. Auch die damit einhergehende Community wird zu einem Wertschöpfungsfaktor für Unternehmen und zu einem Mehrwert für Kunden. Vor allem Interaktion auf Augenhöhe wird ein wichtiges Thema bei der Content Erstellung für Blog, Podcast und Vlogs. 

Offline statt Online

Online-Kommunikation wird weiterhin stark wachsen und sich entwickeln. Jedoch wird vor allem der Offline-Bereich wachsen. Wir befinden uns in einem Online-Overload. Konsumenten suchen gezielt nach Auszeiten ohne Social Media und ständige Erreichbarkeit. Daher haben vor allem Offline-Angebote, wie Events oder Retreats ein großes Wachstumspotenzial und zählen damit zu den Trends 2020.

Mikro statt Makro

Influencer sind die neuen Multiplikatoren. Auf Instagram und YouTube tummeln sich eine Vielzahl von Influencern, die Millionen von Followern daherkommen. Für die meisten Konsumenten und damit auch Unternehmen wird deren Bedeutung jedoch wesentlich zurückgehen. Denn statt die Zielgruppe über die ganz großen der Szene zu erreichen, werden “Microinfluencer“ immer wichtiger. 

Microinfluencer verfügen nicht über ein Millionenpublikum, sondern weisen meist nur ein paar Tausend Abonnenten auf. Diese Abonnenten interessieren sich jedoch stark für das Nischenthema des Microinfluencers und haben eine hohe Bindung zu diesem. Mikro-Influencer lohnen sich also, um hohe Streuverluste zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil von Microinfluencern ist, dass diese sich häufig in einer thematisch engen Nische bewegen, in welcher sie sich extrem gut auskennen. Daher haben diese Influencer die Möglichkeit ihre Inhalte wesentlich glaubwürdiger und vertrauenswürdiger zu gestalten. Der Einfluss auf die Abonnenten ist exponentiell hoch. Die Nachfrage an Microinfluencern wird daher in 2020 steigen. 

Video oder Podcast? 

Das Rennen der wichtigsten Kanäle lieferten sich 2018/19 Podcasts, die als Underdog aus dem Boden geschossen kamen und Videos, die laut Studien und Algorithmus-Updates der großen Social Media Plattformen ganz gezielt als neue Stars im Content-Himmel gehandelt wurden. 

Das Rennen dieser Content-Formate wird sich auch im kommenden Jahr fortführen. Wobei ich bei Podcasts den klaren Vorteil des No-Screen, also dem Konsumieren ohne einen Bildschirm vor der Nase zu haben, sehe. Videos bleiben zwar weiterhin stark, werden jedoch wesentlich ausgesuchter, evtl. sogar als nachgelagerte Content-Form konsumiert. Statt sich einfach mal ein Video von ein paar Minuten anzuziehen, wird der Konsument vorab stärker sondieren, welche Videos sich tatsächlich eignen könnten. 

Was ich mir wünsche

Das war meine kleine Prognose für die Trends des Jahres 2020. Aber neben diesen Annahmen gibt es auch noch ein paar Wünsche, die ich mir für die Medienwelt wünsche. Einige davon sind lange überfällig. Andere sollte man in meinen Augen gar nicht erst überfällig werden lassen. 

Kein Clickbaiting mehr

Der Anspruch an Content steigt und zeitgleich auch die Verwendung von Clickbait-Überschriften. Das nervt und sollte im kommenden Jahr auch als das erkannt werden, was es ist: eine faule Sache. Das Clickbaiting auf lange Sicht nichts bringt, darf gerne 2020 die Runde machen und das den schlechten Überschriften den Garaus Machen.

Mehr qualitativer Content

Wir produzieren immer schneller und immer mehr. Content Marketing hat eine riesige Bedeutung für Unternehmer gewonnen. Statt jedoch immer mehr zu produzieren, wünsche ich mir mehr Qualität. Im Notfall auch auf Kosten der Quantität. Statt mehr zu produzieren, sollten wir alle bessere Inhalte erstellen – und das kontinuierlich. 

Kundennutzen im Vordergrund

Statt immer von uns selber auszugehen, wünsche ich mir 2020 mehr Orientierung am Kundennutzen. Viel zu selten steht dieser konsequent im Vordergrund. Durch mehr Orientierung an der eigenen Zielgruppe steigt zugleich die Qualität der Inhalte. 

Positionieren und Polarisieren

Werte und klare Positionierung sollten auch in 2020 fokussiert werden. Die Zeit der aalglatten Ansichten und diplomatischen Drum-Herum-Reederei sollte vorbei sein. Die Welt braucht mehr Charakterköpfe mit liebenswürdigen Ecken und Kanten. Denn jemand der nicht aneckt, für seine Meinungen einsteht und sowieso immer nur dem Einheitsbrei folgt, ist einfach nicht interessant. Daher zeige in diesem Jahr auch mal deine Ecken und Kanten. 

Preisbewusstsein und Umgang mit Dienstleistern

Einer meiner größten Wünsche ist, dass sich das Preisbewusstsein und der Umgang mit Dienstleistern in 2020 wesentlich verändert. Preisdrückerei bei gestiegenen Qualitätsanforderungen sind nämlich ein grundsätzliches Problem, welches wohl jeder Dienstleister kennt. Kunden verlangen immer mehr für immer weniger Geld. Natürlich möchte jeder Unternehmer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei sollte es jedoch auch bleiben. Die Wertschätzung für die Arbeiten des Dienstleisters sollte niemals fehlen. 

Zur Wertschätzung zählt aber nicht nur die Akzeptanz von Preisen, sondern vor allem ein wertschätzender Umgang. Das bedeutet Pünktlichkeit und die Einhaltung von Deadlines auf beiden Seiten, sowie Akzeptanz von Verfügbarkeit und ein guter Umgang mit Druck.

Weniger Bullshit-PR

Mein größter Wunsch für das kommende Jahr ist jedoch dieser: weniger Bullshit-PR. Viele Dienstleister, tatsächlich auch viele großen Agenturen, betreiben PR aus Vertriebssicht mit garantierten Quoten und riesigen Verteilern. So funktioniert PR und insbesondere Pressearbeit schon lange nicht mehr. Ich wünsche mir, dass weniger Kunden auf diese Angebote hereinfallen und letztendlich alle PR-Maßnahmen einstellen. Ich wünsche mir, dass sich die Einstellung innerhalb der Agenturen ändert und das sich die “PR“, die eigentlich nur ein anderes Wort für Verkauf ist, vollständig vom Markt verabschiedet. 

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