Marketing | Lena Wingen https://lenawingen.de Mit der Power der PR zu mehr Sichtbarkeit Tue, 11 Feb 2020 10:36:56 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 https://lenawingen.de/wp-content/uploads/2019/09/cropped-lena-wingen-favicon-32x32.jpg Marketing | Lena Wingen https://lenawingen.de 32 32 PR und Marketing: Trends 2020 https://lenawingen.de/pr-und-marketingtrends-2020/ https://lenawingen.de/pr-und-marketingtrends-2020/#respond Thu, 02 Jan 2020 05:30:28 +0000 https://lenawingen.de/?p=36642 Der Beitrag PR und Marketing: Trends 2020 erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>
Die Medienbranche ist in ständiger Bewegung. Und das nicht nur im Jahr 2019. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Branche mehr als die meisten anderen entwickelt. Dabei spielte vor allem die Digitalisierung in Form von sozialen Netzwerken, Blogs und weiteren neuen Medien, wie Podcasts und Vlogs eine bedeutende Rolle. 

Trotz der vielen Veränderungen oder vielleicht auch gerade deshalb ist die Medienbranche nicht immer unbedingt up-to-date und hinkt der Zeit oft ein wenig hinterher. Veränderungen bedeuten auch immer eine gewisse Unsicherheit und Unannehmlichkeiten. Gerade die großen etablierten Agenturen scheinen damit nicht unbedingt gut umgehen zu können oder zu wollen. 

Wer jedoch auch in den kommenden 20er Jahren mithalten möchte, der sollte schon jetzt einmal einen Blick in die Zukunft wagen. 

Ein Grund für dich schon frühzeitig auf die kommenden Trends 2020 zu schauen, um immer einen Schritt voraus zu sein. Denn nur so kann Veränderung funktionieren: Voran schreiten, statt hinterherlaufen. 

Damit du weißt, was im neuen Jahr auf dich zukommt, habe ich im Folgenden eine Prognose getroffen, welche Trends 2020 kommen werden, was sich verändern wird und welche Auswirkungen das auf die Medienbranche haben wird: 

Digitale Kommunikation inklusive Medien 2.0 ist Normalität

Das Internet hat sich etabliert. Dessen dürften wir uns mittlerweile sicher sein. Bei digitalen Medien gehen die Ansichten jedoch immer noch etwas auseinander. Viele PR-Berater sehen immer noch wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Wertigkeit zu klassischen Medien. Dabei bieten Online-Medien klare Vorteile, wie Schnelligkeit, erleichterter Zugang zur Zielgruppe, Austausch und Interaktion und Möglichkeit zur Vervielfältigung. 

Ab 2020 wird diese unterschiedliche Bewertung von klassischen und “neuen“ Medien immer unwesentlicher. Die Relevanz von Medien 2.0 wird deutlich und zur Normalität im Medienmix von etablierten Unternehmen, aber vor allem bei Einzelunternehmern. Denn gerade die kleinen Unternehmen verstehen den Wert der neuen Medien und die Nutzung ohne großes Budget. 

Von wegen Tot: Lang lebe Print!

Totgesagte leben länger. Diese Weisheit trifft wohl kaum auf etwas so zu, wie auf Printmedien. Schon Anfang des letzten Jahrzehnts wurde der Tod der Printprodukte prognostiziert. Und tatsächlich sind die Auflagenzahlen der meisten Printmedien stark zurückgegangen. Am stärksten davon betroffen sind die etablierten Tageszeitungen. Denn gerade die Generation Y konsumiert das Tagesgeschehen nicht mehr durch die tägliche Zeitung im Briefkasten, sondern über deren Online-Ausgaben. 

Print ist trotzdem noch lange nicht tot, sondern erlebt sogar eine kleine Revolution, die auch in 2020 weitergeführt werden wird. Zwischen dem ganzen Konsum via Screen (Laptop, Smartphone oder TV) zieht es viele zu Aktivitäten, die ohne Internet und Screen auskommen. Printmedien werden somit zu einem Offline-Erlebnis, welches mit besonderer Intensität und Aufmerksamkeit genossen wird. Ein klarer Vorteil der Printprodukte, die 2020 an Wertigkeit gewinnen werden. 

Der Konsument wird anspruchsvoller

Mehrwert heißt das Zauberwort – auch in 2020. In den letzten Jahren steigt die Anzahl des kostenfrei verfügbaren Contents. Um in diesem Wirrwarr überhaupt noch wahrgenommen zu werden, braucht es Inhalte mit starkem Mehrwert. Und das nicht nur einmal, sondern konstant. Dabei sollten die Inhalte anhand der Customer Journey bewegen, um den potenziellen Kunden auch wirklich hilfreiche Inhalte zu liefern. 

Denn aufgrund des großen Content-Angebots müssen deine Inhalte herausstechen um überhaupt die Aufmerksamkeit des Kunden und letztendlich auch dessen Vertrauen zu gewinnen. 

Community statt Einzelkämpfer

Das Interesse einzelnen Konsumenten wird sich 2020 nicht ausschließlich auf ein Unternehmen oder Produkt fokussieren. Auch die damit einhergehende Community wird zu einem Wertschöpfungsfaktor für Unternehmen und zu einem Mehrwert für Kunden. Vor allem Interaktion auf Augenhöhe wird ein wichtiges Thema bei der Content Erstellung für Blog, Podcast und Vlogs. 

Offline statt Online

Online-Kommunikation wird weiterhin stark wachsen und sich entwickeln. Jedoch wird vor allem der Offline-Bereich wachsen. Wir befinden uns in einem Online-Overload. Konsumenten suchen gezielt nach Auszeiten ohne Social Media und ständige Erreichbarkeit. Daher haben vor allem Offline-Angebote, wie Events oder Retreats ein großes Wachstumspotenzial und zählen damit zu den Trends 2020.

Mikro statt Makro

Influencer sind die neuen Multiplikatoren. Auf Instagram und YouTube tummeln sich eine Vielzahl von Influencern, die Millionen von Followern daherkommen. Für die meisten Konsumenten und damit auch Unternehmen wird deren Bedeutung jedoch wesentlich zurückgehen. Denn statt die Zielgruppe über die ganz großen der Szene zu erreichen, werden “Microinfluencer“ immer wichtiger. 

Microinfluencer verfügen nicht über ein Millionenpublikum, sondern weisen meist nur ein paar Tausend Abonnenten auf. Diese Abonnenten interessieren sich jedoch stark für das Nischenthema des Microinfluencers und haben eine hohe Bindung zu diesem. Mikro-Influencer lohnen sich also, um hohe Streuverluste zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil von Microinfluencern ist, dass diese sich häufig in einer thematisch engen Nische bewegen, in welcher sie sich extrem gut auskennen. Daher haben diese Influencer die Möglichkeit ihre Inhalte wesentlich glaubwürdiger und vertrauenswürdiger zu gestalten. Der Einfluss auf die Abonnenten ist exponentiell hoch. Die Nachfrage an Microinfluencern wird daher in 2020 steigen. 

Video oder Podcast? 

Das Rennen der wichtigsten Kanäle lieferten sich 2018/19 Podcasts, die als Underdog aus dem Boden geschossen kamen und Videos, die laut Studien und Algorithmus-Updates der großen Social Media Plattformen ganz gezielt als neue Stars im Content-Himmel gehandelt wurden. 

Das Rennen dieser Content-Formate wird sich auch im kommenden Jahr fortführen. Wobei ich bei Podcasts den klaren Vorteil des No-Screen, also dem Konsumieren ohne einen Bildschirm vor der Nase zu haben, sehe. Videos bleiben zwar weiterhin stark, werden jedoch wesentlich ausgesuchter, evtl. sogar als nachgelagerte Content-Form konsumiert. Statt sich einfach mal ein Video von ein paar Minuten anzuziehen, wird der Konsument vorab stärker sondieren, welche Videos sich tatsächlich eignen könnten. 

Was ich mir wünsche

Das war meine kleine Prognose für die Trends des Jahres 2020. Aber neben diesen Annahmen gibt es auch noch ein paar Wünsche, die ich mir für die Medienwelt wünsche. Einige davon sind lange überfällig. Andere sollte man in meinen Augen gar nicht erst überfällig werden lassen. 

Kein Clickbaiting mehr

Der Anspruch an Content steigt und zeitgleich auch die Verwendung von Clickbait-Überschriften. Das nervt und sollte im kommenden Jahr auch als das erkannt werden, was es ist: eine faule Sache. Das Clickbaiting auf lange Sicht nichts bringt, darf gerne 2020 die Runde machen und das den schlechten Überschriften den Garaus Machen.

Mehr qualitativer Content

Wir produzieren immer schneller und immer mehr. Content Marketing hat eine riesige Bedeutung für Unternehmer gewonnen. Statt jedoch immer mehr zu produzieren, wünsche ich mir mehr Qualität. Im Notfall auch auf Kosten der Quantität. Statt mehr zu produzieren, sollten wir alle bessere Inhalte erstellen – und das kontinuierlich. 

Kundennutzen im Vordergrund

Statt immer von uns selber auszugehen, wünsche ich mir 2020 mehr Orientierung am Kundennutzen. Viel zu selten steht dieser konsequent im Vordergrund. Durch mehr Orientierung an der eigenen Zielgruppe steigt zugleich die Qualität der Inhalte. 

Positionieren und Polarisieren

Werte und klare Positionierung sollten auch in 2020 fokussiert werden. Die Zeit der aalglatten Ansichten und diplomatischen Drum-Herum-Reederei sollte vorbei sein. Die Welt braucht mehr Charakterköpfe mit liebenswürdigen Ecken und Kanten. Denn jemand der nicht aneckt, für seine Meinungen einsteht und sowieso immer nur dem Einheitsbrei folgt, ist einfach nicht interessant. Daher zeige in diesem Jahr auch mal deine Ecken und Kanten. 

Preisbewusstsein und Umgang mit Dienstleistern

Einer meiner größten Wünsche ist, dass sich das Preisbewusstsein und der Umgang mit Dienstleistern in 2020 wesentlich verändert. Preisdrückerei bei gestiegenen Qualitätsanforderungen sind nämlich ein grundsätzliches Problem, welches wohl jeder Dienstleister kennt. Kunden verlangen immer mehr für immer weniger Geld. Natürlich möchte jeder Unternehmer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei sollte es jedoch auch bleiben. Die Wertschätzung für die Arbeiten des Dienstleisters sollte niemals fehlen. 

Zur Wertschätzung zählt aber nicht nur die Akzeptanz von Preisen, sondern vor allem ein wertschätzender Umgang. Das bedeutet Pünktlichkeit und die Einhaltung von Deadlines auf beiden Seiten, sowie Akzeptanz von Verfügbarkeit und ein guter Umgang mit Druck.

Weniger Bullshit-PR

Mein größter Wunsch für das kommende Jahr ist jedoch dieser: weniger Bullshit-PR. Viele Dienstleister, tatsächlich auch viele großen Agenturen, betreiben PR aus Vertriebssicht mit garantierten Quoten und riesigen Verteilern. So funktioniert PR und insbesondere Pressearbeit schon lange nicht mehr. Ich wünsche mir, dass weniger Kunden auf diese Angebote hereinfallen und letztendlich alle PR-Maßnahmen einstellen. Ich wünsche mir, dass sich die Einstellung innerhalb der Agenturen ändert und das sich die “PR“, die eigentlich nur ein anderes Wort für Verkauf ist, vollständig vom Markt verabschiedet. 

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Ist PR gleich Marketing? https://lenawingen.de/ist-pr-gleich-marketing/ https://lenawingen.de/ist-pr-gleich-marketing/#respond Thu, 30 Aug 2018 04:30:26 +0000 https://lenawingen.de/?p=4228 Der Beitrag Ist PR gleich Marketing? erschien zuerst auf Lena Wingen. ]]>

Immer wieder passiert es, dass PR in die Marketing-Schublade gesteckt wird. In meinem Alltag fällt mir das besonders auf, wenn ich von Anderen nach meinem gelernten Beruf – der PR-Beraterin – gefragt werde. Dann heißt es nicht selten „Ach, also Marketing“.

Den Gipfel dieser Interpretation habe ich jedoch in einem Vorstellungsgespräch erlebt. Nach einem angenehmen Gespräch kam die oft gefürchtete Frage „Haben Sie noch Fragen an uns?“ von der Personalplanerin. Daraufhin fragte ich nach den täglich anfallenden Aufgaben und bekam als Antwort: „Tja, die üblichen Marketingtätigkeiten halt…“ Auf Nachfrage stellte sich dann heraus, dass sie tatsächlich jemanden fürs Marketing suchten und keinen PR-Berater.

Nach einer kurzen Recherche im Internet zu dem Thema, habe ich mit Entsetzen feststellen müssen, dass auf vielen Seiten unter Marketing Aufgaben PR, bzw. externe und interne Kommunikation angegeben ist. Denn das ist einfach nicht richtig.

PR ist eine eigene Disziplin

Public Relations sind keine Disziplin des Marketings, sondern eigenständig.

Diese Fehlinterpretation führt jedoch soweit, dass die PR-Abteilung häufig in der Marketingabteilung eines Unternehmens aufgehangen ist. Seltener ist es anders rum.

PR ist abteilungsübergreifend

Natürlich müssen PR und Marketing Hand in Hand laufen. Anders als im Marketing beeinflusst die PR aber die gesamte Kommunikation des Unternehmens – intern und extern.

PR muss also nicht nur mit dem Marketing funktionieren, sondern auch mit allen anderen Bereichen des Unternehmens. Denn Ziel der PR ist stets der Aufbau von Beziehungen. Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, Journalisten und allen weiteren Bezugsgruppen, die ein Unternehmen hat

PR und Marketing haben andere Zielgruppendefinition

Aber nicht nur an dieser Stelle unterscheiden sich die Bereiche Marketing und PR. Auch in der Zielgruppendefinition zeigen sich Unterschiede. Das Marketing kennt im Grunde nur eine Zielgruppe – nämlich die bestehenden oder potenziellen Kunden des Unternehmens. PR hingegen betrachtet eine viel größere Masse, die sich aus allen Stake- und Shareholdern zusammensetzt.

Andere Ziele – andere Maßnahmen

Wie zu erwarten, erfordern verschiedene Ziele und eine unterschiedliche Zielgruppe auch andere Maßnahmen. PR und Marketing arbeiten nicht mit den gleichen Mitteln. Dabei lässt sich recht scharf unterscheiden, denn PR ist niemals werblich. Bezahlte Werbung ist somit keine Maßnahme der PR, sondern des Marketings.

PR gehört ins Management

PR umfasst die gesamte Kommunikation des Unternehmens und damit dessen Wirkung nach außen und innen. Zudem sind PR-Maßnahmen immer langfristiger als Marketingmaßnahmen angelegt und gibt damit auch den Ton für das Marketing vor.

PR-Maßnahmen haben Einfluss auf Reputation, Vision und auch das Branding des Unternehmens. PR ist eine Managementaufgabe. In jedem Unternehmen sollte der PR-Verantwortliche im Top-Management sitzen, um die Auswirkungen von Entscheidungen auf die Reputation einzuschätzen und die Art der Kommunikation festzulegen.

PR und Marketing haben Berührungspunkte

Marketing und PR müssen sich in jedem Fall aufeinander abstimmen. In manchen Fällen kann es zudem durchaus sinnvoll sein, einzelne Marketingmaßnahmen, wie die Anzeigenplanung dem PR-Berater oder PR-Manager zu überlassen. Denn dieser kennt die für das Unternehmen relevanten Medien in- und auswendig und kann die Anzeigen an den sinnvollsten Stellen platzieren. Daneben gibt es auch einige sinnvolle Marketing-Maßnahmen, die in der Online-PR zum Einsatz kommen.

PR ist nicht gleich Marketing. Es handelt sich um eigenständige Disziplinen, die eng miteinander verbunden agieren sollten.

Hier nochmals alle Unterschiede auf einen Blick:

  1. PR ist im Gegensatz zu PR nicht werblich.
  2. Ziel der PR ist der Aufbau von Beziehungen und nicht die Absatzsteigerung / Kundengewinnung / Kundenbindung / usw.
  3. PR umfasst die gesamte Kommunikation des Unternehmens – intern und extern. Marketing ist hingegen ausschließlich nach außen gerichtet.
  4. Die Zielgruppe der PR umfasst alle Share- und Stakeholder. Die Zielgruppe des Marketings sind bestehende oder potenzielle Kunden.
  5. PR ist langfristiger angelegt als Marketing und sind daher tongebend.
  6. PR-Maßnahmen haben Einfluss auf Reputation, Vision und Branding eines Unternehmens.
  7. PR ist eine Managementaufgabe.

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